Samba, 
2. Auflage

Samba, 2. Auflage

Von Jay Ts, Robert Eckstein, and David Collier-Brown
2. Auflage, August 2003
O'Reilly Verlag, ISBN: 3-89721-359-1
www.oreilly.de/catalog/samba2ger/

Dieses Buch ist unter der GNU Free Documentation License (FDL) erschienen. Bitte beachten Sie den Text der GNU FDL.


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Vorwort

Sie lesen ein Buch über Samba, eine Software-Sammlung, die Windows, Unix und andere Betriebssysteme mit Hilfe des Windows-eigenen Netzwerkprotokolls verbindet. Samba erlaubt es Unix-Servern, Windows-Netzwerkdienste anzubieten, indem es das Dateisystem und die Netzwerkmodelle von Unix an diejenigen von Windows anpasst. Samba bildet dabei eine Brücke zwischen den beiden Systemen, indem es die entsprechenden Teile ihrer Architekturen miteinander verbindet und eine Übersetzung anbietet, wenn dies erforderlich ist.

Das Überbrücken der Lücke zwischen Systemen, die so unterschiedlich sind wie Windows und Unix, ist eine komplizierte Aufgabe, die Samba jedoch überraschend gut erledigt. Um ein guter Samba-Administrator zu sein, müssen Ihre Fähigkeiten denen von Samba ähneln. Sie brauchen Kenntnisse in grundlegender Unix-System- und Netzwerkadministration und benötigen ein gutes Verständnis der Windows-Dateisystem- und Netzwerkgrundlagen. Darüber hinaus müssen Sie lernen, wie Samba den »grauen Bereich« zwischen Unix und Windows füllt. Sobald Sie wissen, wie alles zusammenpasst, werden Sie leicht in der Lage sein, einen Samba-Server zu konfigurieren, um Ihrem Netzwerk zuverlässige und leistungsstarke Computer-Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

Unsere Aufgabe besteht darin, Ihnen all dies zu erleichtern. Dazu beginnen wir in Kapitel 1 mit einem schnellen und dabei doch umfassenden Überblick über den Windows-Netzwerkbetrieb, gefolgt von den eher anleitungsorientierten Kapiteln 2 und 3, in denen Sie erfahren, wie Sie einen minimalen Samba-Server aufsetzen und Windows-Clients für das Zusammenspiel mit diesem Server konfigurieren. Wahrscheinlich werden Sie überrascht sein, wie schnell Sie die erforderlichen Aufgaben ausführen können.

Wir glauben, dass ein praktischer Ansatz am effektivsten ist. Daher können Sie den Samba-Server, den Sie in den Kapiteln 2 und 3 aufgebaut haben, als Testsystem zum Ausprobieren der Beispiele einsetzen, die wir im Laufe des Buches zeigen und beschreiben. Sie können die Kapitel in beliebiger Reihenfolge lesen, aber wenn Sie von Kapitel 4 an nacheinander alle Kapitel durcharbeiten, haben Sie nach dem Beenden des Buches einen gut konfigurierten Samba-Server, den Sie sofort einsetzen können. Sie müssen lediglich die entsprechende Unterstützung für Ihre gewünschten Aufgabenstellungen hinzufügen, wenn wir die einzelnen Funktionen und Merkmale erläutern.

An wen sich dieses Buch richtet

Dieses Buch ist vorrangig für Unix-Administratoren gedacht, die Windows-Clients in ihrem Netzwerk unterstützen müssen. Außerdem richtet sich das Buch an alle, die von einem Unix-Client aus auf die Ressourcen eines Windows-Netzwerks zugreifen möchten. Wir gehen zwar davon aus, dass Sie mit den Grundlagen der Unix-Systemadministration vertraut sind, erwarten jedoch nicht, dass Sie ein Netzwerkexperte sind. Aus diesem Grund bemühen wir uns, Ihnen ungewöhnliche Definitionen und Begriffe näher zu bringen.

Außerdem verlangen wir nicht, dass Sie ein Experte für Microsoft Windows sind. Wir erklären sorgfältig alle grundlegenden Konzepte, die mit dem Netzwerkbetrieb unter Windows zusammenhängen, und betrachten den Windows-Anteil bei den Installationsaufgaben relativ ausführlich, wobei wir Beispiele sowohl für Windows 95/98/Me als auch für Windows NT/2000/XP liefern, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Für die Unix-Seite liefern wir Beispiele, die mit verbreiteten Unix-Betriebssystemen, wie etwa Linux, Solaris, FreeBSD und Mac OS X, funktionieren.

Aufbau des Buches

Hier folgt eine kurze Beschreibung der einzelnen Kapitel:

Kapitel 1, Lerne den Samba, stellt Samba und seine Fähigkeiten vor und beschreibt anschließend die wichtigsten Konzepte von NetBIOS und SMB/CIFS-Netzwerken. Schließlich liefern wir einen Überblick über die Daemons und Dienstprogramme, die in der Samba-Distribution enthalten sind.

Kapitel 2, Samba auf einem Unix-System installieren, behandelt Konfiguration, Kompilierung, Installation, Einrichtung und Tests eines Samba-Servers auf einer Unix-Plattform.

Kapitel 3, Windows-Clients konfigurieren, erklärt, wie Sie Microsoft Windows 95/98/Me- und Windows NT/2000/XP-Clients so konfigurieren, dass sie Teil eines SMB-Netzwerks werden.

Kapitel 4, Windows NT-Domänen, erläutert die Vor- und Nachteile von Windows NT-Domänen und gibt an, wie Sie Samba dazu bringen, in einem Netzwerk zu funktionieren, das als Windows NT-Domäne eingerichtet ist.

Kapitel 5, Unix-Clients, beschreibt Methoden zum Zugriff auf SMB-Freigaben im Netzwerk von Unix-Client-Systemen aus.

Kapitel 6, Die Samba-Konfigurationsdatei, geht auf die Struktur der Samba-Konfigurationsdatei ein und zeigt Ihnen, wie Sie Filesharing-Dienste verwalten.

Kapitel 7, Die Namensauflösung und das Durchsuchen, führt Sie in die Namensauflösung ein, die dazu dient, NetBIOS-Computernamen in IP-Adressen umzuwandeln. Außerdem wird Ihnen das Durchsuchen vorgestellt, das Verfahren, mit dessen Hilfe in SMB-Netzwerken ermittelt werden kann, welche Ressourcen im Netzwerk freigegeben werden.

Kapitel 8, Erweiterte Verzeichnisfreigaben, setzt die Diskussion der Freigabeoptionen fort und behandelt höhere Funktionen wie Berechtigungen, Zugriffskontrolllisten, opportunistische Sperren und das Einrichten eines Dfs-(Distributed filesystem-)Baums.

Kapitel 9, Benutzer und Sicherheit, behandelt, wie Sie Samba-Benutzer einrichten, führt Sie in die Samba-Sicherheit ein und zeigt Ihnen, wie Sie mit verschlüsselten und unverschlüsselten Kennwörtern arbeiten.

Kapitel 10, Drucken, bespricht das Einrichten von Druckern zum Freigeben von Unix-Druckern im SMB-Netzwerk und zeigt, wie Sie Unix-Workstations den Zugriff auf freigegebene SMB-Drucker ermöglichen.

Kapitel 11, Weitere Informationen über Samba, fasst verschiedene Themen zusammen, die mit Samba zu tun haben, wie etwa das Konfigurieren von Samba-Freigaben für Programmierer und Probleme mit der Internationalisierung.

Kapitel 12, Fehlersuche und Problembehandlung, erklärt, was Sie tun müssen, wenn Sie Probleme mit der Installation von Samba haben. Dieses vergleichsweise lange Kapitel ist vollgestopft mit Hinweisen zur Fehlersuche und Strategien zum Feststellen, was schiefgegangen ist.

Anhang A, Beispielkonfigurationsdateien, liefert funktionsfähige Beispiele für smb.conf-Dateien, die Sie benutzen können, um Samba für seine allgemeineren Aufgaben zu konfigurieren. Sie können die Beispiele leicht verändern und an eine Vielzahl von Gegebenheiten anpassen.

Anhang B, Kurzreferenz der Samba-Konfigurationsoptionen, behandelt alle Optionen, die in der Samba-Konfigurationsdatei auftauchen können.

Anhang C, Zusammenfassung der Samba-Daemons und -Befehle, ist eine Kurzreferenz, die alle Server-Daemons und Werkzeuge des Samba-Pakets vorstellt.

Anhang D, Samba mit CVS herunterladen, erläutert, wie Sie die neueste Entwicklungsversion des Samba-Quellcodes mit Hilfe des CVS herunterladen können.

Anhang E, Konfigurationsoptionen, dokumentiert alle Optionen, die vor der Kompilierung des Samba-Quellcodes zusammen mit dem configure-Befehl eingesetzt werden können.

Anhang F, Samba unter Mac OS X Server betreiben, enthält Anweisungen zum Freigeben von Dateien und Druckern mit der Server-Ausgabe von Mac OS X.

Anhang G, GNU Free Documentation License, ist die Copyright-Lizenz, unter der dieses Buch veröffentlicht wurde.

In diesem Buch verwendete Konventionen

Die folgenden typographischen Konventionen werden in diesem Buch verwendet:

Kursiv
Dateinamen, Dateierweiterungen, URLs, ausführbare Dateien, Befehlsoptionen und besonders wichtige Begriffe.
Nichtproportionalschrift
Samba-Konfigurationsoptionen, Computernamen, Benutzer- und Gruppennamen, Hostnamen, Domainnamen, anderer Code, der im Text auftaucht, und Kommandozeilen-Informationen, die wörtlich eingegeben werden sollen.
Nichtproportionalschrift fett
Befehle, die vom Benutzer eingegeben werden, und neue Konfigurationsoptionen, auf die wir die Leser hinweisen wollen.
Nichtproportionalschrift kursiv
Zu ersetzender Inhalt in Code und Kommandozeilen-Informationen.

Dies kennzeichnet einen Hinweis, der wichtige Informationen zum Text enthält.


Dies kennzeichnet eine Warnung.



Danksagungen

Wir danken Leon Towns-von Stauber dafür, dass er den Einsatz von Samba unter Mac OS X so gründlich untersucht und Texte geschrieben hat, die in den Kapiteln 2, 5 und 10 auftauchen. Außerdem stammt der gesamte Anhang F von ihm. Wir danken darüber hinaus unseren technischen Lektoren Sam Johnston, Matthew Temple, Marty Leisner und Don McCall.

Jay Ts

Das Schreiben dieses Buches wäre außerordentlich schwierig gewesen, wenn die Firma VMware, Inc. mir nicht großzügigerweise eine Kopie von VMware Workstation zur Verfügung gestellt hätte. Ich möchte Rik Farrow für seine klärenden Kommentare zu den Sicherheitsthemen im Bereich Samba und Windows danken und sowohl ihm als auch Rose Moon für ihre unterstützende Freundschaft. Mein Dank geht auch an Mark Watson für seine Ermutigung und seine Ratschläge hinsichtlich des Schreibens technischer Bücher. Außerdem möchte ich auf diesem Wege meine Wertschätzung für Andy Oram von O'Reilly zum Ausdruck bringen, der ein hilfsbereiter, freundlicher und unbeschwerter Lektor ist und mir Begriffe angeboten hat, mit denen ich mich einverstanden erklären konnte - etwas, das nur wenige Lektoren überhaupt versuchen. SuSE, Inc. hat dankenswerterweise eine Kopie von SuSE Linux 8.1 Professional bereitgestellt.

Robert Eckstein

Zunächst gilt mein Dank Dave Collier-Brown und Peter Kelly für ihre Hilfe bei der Entstehung dieses Buches. Ich möchte außerdem allen technischen Lektoren danken, die dabei geholfen haben, dieses Buch in so kurzer Zeit in die jetzige Form zu bringen: Matthew Temple, Jeremy Allison und natürlich Andrew Tridgell. Andrew und Jeremy, die nicht nur ein wunderbares Produkt geschaffen, sondern mich auch beim Schreiben dieses Buches in der letzten Phase unermüdlich unterstützt haben - Hut ab, Jungs! Eine herzliche Umarmung geht an meine Frau Michelle, die wieder einmal mit einem Ehemann auskommen musste, dem zu viel Koffein und ein enger Zeitplan zugesetzt hatten. Dank auch an Dave Sifry und die Leute bei LinuxCare, San Francisco, die mich bereitwillig beherbergten, als ich Andrew Tridgell besucht habe. Schließlich vielen, vielen Dank an meinen Lektor Andy Oram, der das Buch (sehr) geduldig durch viele Phasen geleitet hat, bis es zu unserer Zufriedenheit ausfiel.

David Collier-Brown

Ich möchte mich besonders bei Joyce bedanken, die während der manchmal aufregenden Entstehungszeit dieses Buches mit mir zurechtkommen musste. Dank an Andy Oram, dessen wohlmeinende Kritik meinen Beitrag zu diesem Buch erst ermöglicht hat. Dank auch an das Team bei Opcom, das dem offenbar »Verrückten« in seiner Mitte seinen Willen ließ, an Ian MacMillan, der freiwillig mehrere meiner frühen Entwürfe von der Computerfreak-Sprache ins Englische »übersetzte«. Ich möchte mich außerdem besonders bei Perry Donham, Drew Sullivan und Jerry DeRoo dafür bedanken, dass sie dieses irre Projekt begannen und unterstützten. Schließlich danke ich Bob Eckstein für die letzte, nachhaltige und professionelle Anstrengung, die das ganze Buch auf das Niveau brachte, das Andy erwartete.

Alle

Wir möchten besonders Perry Donham und Peter Kelly dafür danken, dass sie den ersten Entwurf dieses Buches ausgearbeitet haben. Perry konnte zu späteren Entwürfen zwar nichts mehr beisteuern, aber sein Material war unentbehrlich, um das Buch auf den rechten Weg zu bringen. Außerdem stammt der Teil des Texts über das Durchsuchen des Netzwerks ursprünglich von O'Reilly-Mitarbeiter Dan Shearer.


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