ipc und lib

Die kleinsten Verzeichnisse im Linux-Quellbaum sind ipc und lib. Das erste ist eine Implementation der Primitive zur System V-Interprozeßkommunikation (Semaphore, Message Queues und Shared Memory; es wird oft vergessen, aber viele Applikationen benutzen das). Das zweite Verzeichnis enthält generische Hilfsfunktionen, die denen der Standard-C-Bibliothek ähneln.

Die generischen Bibliotheksfunktionen sind eine sehr kleine Untermenge derjenigen, die im User-Space zur Verfügung stehen, decken aber unabdingbare Funktionalitäten ab, die man beim Programmieren immer benötigt: String-Funktionen (darunter simple_atol zum Konvertieren eines Strings in einen long-Werts mit Fehlerprüfung) und <ctype.h>-Funktionen. Die wichtigste Datei in diesem Verzeichnis ist vsprintf.c, sie implementiert die Funktion gleichen Namens, die sprintf und printk zugrundeliegt. Eine weitere wichtige Datei ist inflate.c, die den Dekomprimiercode von gzip enthält.