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Linux - Wegweiser für Netzwerker

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sendmail-Betrieb

Der sendmail-Dämon kann auf zweierlei Weise betrieben werden. Zum einen kann er vom inetd-Dämon gestartet werden, zum anderen (und das ist die übliche Methode) kann er auch als eigenständiger Dämon betrieben werden. Häufig starten Mail-Programme sendmail als Benutzeranweisung, um die Zustellung lokal erzeugter Mails zu akzeptieren.

Wenn sendmail im Einzelbetrieb gestartet werden soll, plazieren Sie die erforderliche Anweisung in eine rc-Datei, so daß sie beim Systemstart ausgeführt wird. Die geläufige Syntax dafür ist:

/usr/sbin/sendmail -bd -q10m
Das Argument -bd weist sendmail an, als Dämon zu starten. Es erzeugt eine Instanz von sich selbst und läuft als Hintergrundprozeß. Das Argument -q10m fordert sendmail auf, seine Warteschlange alle zehn Minuten zu überprüfen. Sie können hier auch einen anderen Wert angeben.

Um sendmail vom Netzwerkdämon inetd starten zu lassen, verwenden Sie einen Eintrag wie folgt:

smtp  stream  tcp nowait  nobody  /usr/sbin/sendmail -bs
Das Argument -bs teilt sendmail mit, das SMTP-Protokoll nur über die Standardeingabe/-ausgabe zu benutzen. Dies ist für die Anwendung mit inetd erforderlich.

Der runq-Befehl ist für gewöhnlich nur ein symbolischer Link zum sendmail-Binärprogramm und eine Abkürzung für:

# sendmail -q

Wird sendmail auf diese Weise aufgerufen, verarbeitet es alle in der Warteschlange befindlichen Mails, die übertragen werden sollen. Wird sendmail von inetd gestartet, müssen Sie auch einen cron-Job erzeugen, der den runq-Befehl periodisch aufruft, um sicherzugehen, daß die Mail-Warteschlange regelmäßig bearbeitet wird.

Ein geeigneter Eintrag für die cron-Tabelle könnte so aussehen:

# Startet den Mail-Spooler jede Viertelstunde 
0,15,30,45     *     *     *     *     /usr/bin/runq

Bei den meisten Installationen arbeitet sendmail die Warteschlange alle 15 Minuten ab, wie in unserem crontab-Beispiel, und versucht, jede darin enthaltene Mail zu übertragen.





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