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Linux - Wegweiser für Netzwerker

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Die NFS-Dämonen

Wenn Sie anderen Hosts NFS-Dienste anbieten wollen, müssen die rpc.nfsd- und rpc.mountd-Dämonen auf Ihrer Maschine laufen. Als RPC-basierte Programme werden sie nicht von inetd verwaltet, sondern werden während der Boot-Phase gestartet und registrieren sich selbst beim Portmapper. Daher müssen Sie sicherstellen, daß die Programme erst gestartet werden, wenn rpc.portmap schon läuft. Normalerweise tragen Sie dazu in einem Ihrer Startskripten folgende Anweisungen ein:

if [ -x /usr/sbin/rpc.mountd ]; then 
        /usr/sbin/rpc.mountd; echo -n " mountd" 
fi 
if [ -x /usr/sbin/rpc.nfsd ]; then 
        /usr/sbin/rpc.nfsd; echo -n " nfsd" 
fi

Die Besitzinformationen über Dateien, die ein NFS-Dämon an seine Clients liefert, bestehen üblicherweise nur aus den numerischen Benutzer- und Gruppen-IDs. Wenn der Client und der Server dieselben Benutzer- und Gruppennamen mit diesen numerischen IDs verbinden, spricht man von einem gemeinsamen UID/GID-Raum. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Sie NIS einsetzen, um die passwd-Informationen an alle Hosts in Ihrem LAN weiterzugeben.

In manchen Fällen stimmen die IDs verschiedener Hosts aber nicht überein. Statt nun die UIDs und GIDs der Clients mit denen auf dem Server abzugleichen, können Sie auf dem Client den rpc.ugidd-Dämon einsetzen, um dieses Problem zu umgehen. Mit der nachfolgend erläuterten Option map_daemon können Sie rpc.nfsd anweisen, mit Hilfe von rpc.ugidd den UID/GID-Raum des Servers auf den UID/GID-Raum des Client abzubilden. Leider wird der rpc.ugidd-Dämon nicht in allen modernen Linux-Distributionen mitgeliefert, so daß Sie den Quellcode des Dämons bei Bedarf selbst kompilieren müssen.

rpc.ugidd ist ein RPC-basierter Server, der ebenso wie rpc.nfsd und rpc.mountd aus einem Boot-Skript heraus gestartet wird.

if [ -x /usr/sbin/rpc.ugidd ]; then 
        /usr/sbin/rpc.ugidd; echo -n " ugidd" 
fi




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