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Linux - Wegweiser für Netzwerker

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Die Dateien services und protocols

Die Portnummern, über die einige der “Standarddienste” angeboten werden, sind im Assigned Numbers RFC definiert. Um Server- und Client-Programme dazu zu bringen, Service-Namen in diese Nummern umzuwandeln, ist zumindest ein Teil dieser Liste auf jedem Host vorhanden; sie ist in einer Datei namens /etc/services gespeichert. Ein Eintrag ist wie folgt zusammengesetzt:

Dienst Port/Protokoll   [Aliase]

Hier gibt Dienst den Namen des Dienstes an, Port definiert, auf welchem Port dieser Dienst angeboten wird, und Protokoll definiert das zu verwendende Transportprotokoll. Im allgemeinen ist dies entweder udp oder tcp. Ein Dienst kann für mehr als ein Protokoll angeboten werden. Ebenso können verschiedene Dienste am gleichen Port angeboten werden, solange die Protokolle verschieden sind. Im Feld Aliase können Sie alternative Namen für denselben Service angeben.

Normalerweise müssen Sie die Services-Datei nicht ändern, die der Netzwerksoftware für Ihr Linux-System beiliegt. Dennoch wollen wir Ihnen in Tabelle 12.2 einen kleinen Ausschnitt dieser Datei zeigen.

Beispiel 12.2: Ausschnitt aus /etc/services (Beispieldatei)

# Services-Datei: 
# 
# bekannte Dienste: 
echo           7/tcp                 # Echo 
echo           7/udp                 # 
discard        9/tcp  sink null      # Discard 
discard        9/udp  sink null      # 
daytime       13/tcp                 # Daytime 
daytime       13/udp                 # 
chargen       19/tcp  ttytst source  # Character Generator 
chargen       19/udp  ttytst source  # 
ftp-data      20/tcp                 # File Transfer Protocol (Data) 
ftp           21/tcp                 # File Transfer Protocol (Control) 
telnet        23/tcp                 # Virtual Terminal Protocol 
smtp          25/tcp                 # Simple Mail Transfer Protocol 
nntp         119/tcp  readnews       # Network News Transfer Protocol 
# 
# UNIX-Dienste 
exec         512/tcp                 # rexecd (BSD) 
biff         512/udp  comsat         # Mail-Benachrichtigung 
login        513/tcp                 # Login (remote) 
who          513/udp  whod           # who und uptime (remote) 
shell        514/tcp  cmd            # Befehl (remote) ohne Paßworteingabe 
syslog       514/udp                 # System-Logging (remote) 
printer      515/tcp  spooler        # Druck-Spooler (remote) 
route        520/udp  router routed  # Router-Informationsprotokoll

Beachten Sie, daß der Dienst echo sowohl für TCP als auch für UDP über Port 7 angeboten und Port 512 für zwei verschiedene Dienste verwendet wird: für die Programmausführung auf entfernten Systemen mittels rexec (TCP) und für den COMSAT-Dämon, der Benutzer mittels UDP über neu eingegangene Post informiert (siehe xbiff(1x)).

Wie die services-Datei benötigt die Netzwerkbibliothek einen Weg, um Protokollnamen — beispielsweise die in der Services-Datei verwendeten — in Protokollnummern zu übersetzen, die vom IP-Layer auf den anderen Hosts verstanden werden. Dazu wird der Name in der Datei /etc/protocols nachgeschlagen. Jede Zeile besteht aus einem Eintrag, der den Protokollnamen und die zugewiesene Nummer enthält. Daß Sie sich mit dieser Datei auseinandersetzen müssen, ist allerdings noch unwahrscheinlicher als bei /etc/ ­services. Ein Beispiel ist in Tabelle 12.3 zu sehen.

Beispiel 12.3: Ausschnitt aus /etc/protocols (Beispiel)

# 
# Internet-Protokolle (IP) 
# 
ip      0       IP              # Internet-Protokoll, Pseudo-Protokollnummer 
icmp    1       ICMP            # Internet Control Message Protocol 
igmp    2       IGMP            # Internet Group Multicast Protocol 
tcp     6       TCP             # Transmission Control Protocol 
udp     17      UDP             # User Datagram Protocol 
raw     255     RAW             # RAW IP-Interface




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