Über den O'Reilly Verlag
Überblick über den Verlag
Der O'Reilly Verlag ist die deutsche Niederlassung des international erfolgreichen Verlages O'Reilly Media, Inc.
Wir vermitteln Informationen zu wichtigen und zukunftsweisenden Technologien - durch die Publikation hochwertiger
Fachbücher, digitaler Inhalte in Form von eBooks sowie Webangeboten und Konferenzen. Ziel ist stets,
auf ein in der Praxis tatsächlich vorhandenes, dringliches Informationsbedürfnis zu antworten und fundierte
Lösungskonzepte zu bieten.
Die Autoren der US-amerikanischen O'Reilly-Bücher wie auch unserer deutschsprachigen Originaltitel sind Teil
der verschiedenen Nutzergruppen und technischen Communities und verfügen daher über erstklassiges Praxiswissen.
Aktuelle Schwerpunktthemen unserer Veröffentlichungen sind Programmierung von Software, Websites und mobilen Anwendungen,
System- und Netzwerkadministration, Elektronik und DIY, Social Media und digitale Fotografie.
Erfolgreichste Publikationen
O’Reilly publiziert Bücher über Computertechnologien für Entwickler, Administratoren und Anwender. Großen Bekanntheitsgrad haben die Bestsellerreihen, zu denen die legendären "Tierbücher", die "Kochbücher", In a Nutshell, Missing Manuals und von Kopf bis Fuß gehören.
Highlights unseres aktuellen Programms sind u.a.:
- Die elektronische Welt mit Arduino entdecken
- Java von Kopf bis Fuß
- Programmieren mit Perl
- Das neue iPad: Missing Manual
- Praxiswissen TYPO3 Version 6.0
- HTML und CSS von Kopf bis Fuß
- Slide:ology: Oder die Kunst, brillante Präsentationen zu entwickeln
- Das Facebook-Buch für Eltern
- PR im Social Web
- Social Media Marketing: Strategien für Twitter, Facebook & Co
- Computer-Forensik Hacks
- Fitness für Geeks
Die Geschichte von O'Reilly
Rückblick
Entstanden ist der Verlag 1978 aus einer Consulting-Firma, die für Industriekunden technische Handbücher schrieb. Wann immer die Auftragslage es zuließ, arbeiteten die Mitarbeiter an der Zweitverwertung des vorhandenen Materials in den sogenannten Nutshell Handbooks. Der Name bezieht sich auf die englische Redewendung "in a Nutshell"; das heißt soviel wie "kurz und knapp" oder "kurz zusammengefasst". Diese Büchlein wurden vorrangig bei Konferenzen und kleinen Kongressen verkauft. Erster Höhepunkt auf dem Weg zum Erfolg war 1988 eine Konferenz des renommierten MIT in Cambridge. Der gesamte Vorrat eines Vorabdrucks zur X Window-Serie wurde Tim O'Reilly und seinen Leuten förmlich aus den Händen gerissen, und sie mussten über Nacht Nachschub produzieren. Ohne es richtig zu merken, war O'Reilly ins Verlagsgewerbe eingestiegen und zu einem Geheimtipp geworden. Heute ist aus dieser kleinen Gruppe ein internationaler Verlag mit zwei Niederlassungen in den USA und vier weiteren Büros weltweit geworden. O'Reilly ist einer der letzten Verlage in Privatbesitz und gehört zu den weltweit führenden Computerbuchverlagen.
Information Pain
Großer Erfolg also für einen zunächst so kleinen Verlag. Das Geheimnis liegt vielleicht in der Tatsache, dass es nie ausschließlich ums Geldverdienen ging, sondern um die wirklichen Bedürfnisse der Leser. Tim O'Reilly nennt das immer "Information Pain". Jemand vermisst schmerzlich Informationen zu einem Thema, er sucht händeringend eine Lösung für ein technisches Problem. Hier sollen O'Reilly-Bücher helfen.
Meilensteine
Einer der größten Meilensteine war der Titel "The Whole Internet" von Ed Krol aus dem Jahre 1992. Das war eine Zeit, als das Internet nur einigen wenigen Unix-Benutzern bekannt war. Dieser Titel verkaufte sich im Laufe der Jahre mehr als eine Million Mal und wurde in knapp 20 Sprachen übersetzt. Aus "The Whole Internet" entstand die erste Online-Aktivität von O'Reilly: Der Global Network Navigator (GNN) war im Sommer 1993 das erste Online-Magazin überhaupt.
Da O'Reilly jahrelang der Arbeitgeber des Erfinders der Programmierprache Perl, Larry Wall, war, lag Perl als Thema für eine erste Konferenz nahe. Im Sommer 1997 fand die erste Perl-Konferenz in San José statt. Seitdem gibt es jährlich eine Perl- bzw. heutzutage eine umfassende Open Source-Konferenz (OSCON). Dazu kamen im Laufe der Jahre weitere Konferenzen wie die O'Reilly TOC, die Strata Conference oder die Web Performance-Konferenz Velocity. Alle haben sich als maßgebliche Fachveranstaltungen etabliert und ziehen renommierte Experten der Softwareindustrie an, aber natürlich auch viele interessierte Anwender und Entwickler.
Tim O'Reilly wurde zu einer bekannten Größe im Open Source-Umfeld und hat sich für diese Bewegung stark gemacht, beispielsweise durch seine engagierten Aktivitäten im Kampf gegen Software-Patente.
Im Jahr 2004 prägte Tim O'Reilly gemeinsam mit Dale Dougherty den Begriff "Web 2.0". Das Web hatte sich verändert – und auch der Umgang der User mit dem Web. Man beschloss, eine Konferenz zu veranstalten, bei der diese Veränderungen des Webs nach dem Platzen der Dotcom-Blase im Mittelpunkt stehen sollten. Im Herbst 2004 fand die erste "Web 2.0 Conference" in San Francisco statt.
In seinem Artikel "What is Web 2.0" fasste Tim O'Reilly seine wesentlichen Thesen und Aussagen zum Web 2.0 zusammen. Der Artikel wurde in mehrere Sprachen übersetzt und war Auslöser vieler Entwicklungen. Heute hat sich der Begriff in allen Lebensbereichen und Branchen durchgesetzt. Bezogen auf die immer engere Vernetzung und Kommunikation über Social Networks, Blogs und Microblogs spricht man von "Social Web".
Und ein weiterer Trend nahm bei O'Reilly Fahrt auf: Seit dem Erscheinen des ersten Make Magazines im Jahr 2005 breitete sich die Liebe zu kreativen, innovativen DIY-Projekten weltweit immer stärker aus. Bereits 2006 fand die erste MakerFaire statt, und nach mehreren Jahren Maker Movement bei O'Reilly Media, Inc. gründete Dale Dougherty im Januar 2013 gar ein eigenständiges Unternehmen Maker Media, Inc. Heute finden auf der ganzen Welt, auch in Deutschland, MakerFaires statt.
Seit vielen Jahren beweist Tim O'Reilly Spürsinn für wichtige Entwicklungen in der IT, hält zahlreiche Vorträge und nimmt an öffentlichen Diskussionen im Rahmen von Technik-Events teil. Der O'Reilly-Radar, ein Weblog, bei dem Tim O'Reilly zusammen mit einem Team hochkarätiger Autoren aktuelle Trends und Technologien beleuchtet, ist zu einer der wichtigsten Informationsquellen für die IT-Branche geworden.
Auch im Metier des Publizierens arbeitet O'Reilly stets innovativ: Seit zehn Jahren gibt es inzwischen die mit anderen Verlagen ins Leben gerufene Online-Bibliothek Safari, und seit mehreren Jahren vertreibt O'Reilly Media auch E-Books - bewusst und gezielt ohne Digital Rights Management (DRM). Auf der jährlich stattfindenden Konferenz Tools of Change (TOC) lädt O'Reilly die Verlagsbranche ein, über digitale Formate, modernes Publizieren und weitere aktuelle Entwicklungen zu diskutieren. Mit der TOC Frankfurt und der TOC Buchreport in Berlin gibt es inzwischen auch in Europa zwei Ableger der Konferenz.
Qualität
Bei O'Reilly legen wir Wert auf Qualität. Mittelmaß gibt es genug. Auch wenn die technischen Entwicklungen immer schneller fortschreiten, nehmen sich die Lektoren - unterstützt durch fachliche Berater - die Zeit, stimmige Buchkonzepte zu entwickeln und Texte sorgfältig zu redigieren. Sauber recherchiert, technisch einwandfrei, wirklich nutzbringend und mit vernünftigem Kosten-/Nutzenverhältnis – das waren und sind noch immer die wichtigsten Ansprüche, die O'Reilly-Bücher erfüllen wollen.
Unsere Reihen
Wir haben etliche Reihen entwickelt, um dem Leser die Suche nach dem am besten geeigneten Buch zu vereinfachen. Zum Beispiel gibt es die traditionellen Monographien, die Referenz-Reihe in a Nutshell und die O'Reilly Taschenbibliothek kurz & gut mit kleinen Nachschlagebüchlein zu den allerwichtigsten Befehlen, außerdem die Reihe der "Kochbücher" mit Schritt für Schritt nachvollziehbaren und umsetzbaren Rezepten für Sysadmins oder Programmierer.
Einen außergewöhnlichen Weg gehen die Bücher der Reihe von Kopf bis Fuß: Mit einem innovativen didaktischen Konzept, klugem Aufbau und vielen Bildern, Geschichten und Rätseln machen sie selbst anspruchsvolle Programmiersprachen leicht erlernbar – fast so, als würde man die Inhalte direkt ins Gehirn einspielen.
In Zusammenarbeit mit David Pogue entstanden Bücher, die dem Hilfe suchenden Anwender unter die Arme greifen sollen: die Missing Manuals. Der Name ist Programm: Hier ist das verständlich geschriebene Handbuch gemeint, das ja eigentlich schon in der Softwareschachtel hätte sein sollen. David Pogues unnachahmliche Art, sich in verzweifelte Anwender hineinzuversetzen, und sein lockerer Schreibstil machen diese Bücher zu echten Bestsellern.
Eine rein deutsche Produktion ist die Einsteigerreihe o'reillys basics, die sich hierzulande seit Jahren großer Beliebtheit erfreut. Angekoppelt an die kurz & gut-Taschenbibliothek ist 2011 die Reihe kurz & geek entstanden, die sich mit verschiedenen Aspekten der Geek-Kultur beschäftigt. Keine Reihe im eigentlichen Sinne – dafür aber mit hohem Wiedererkennungswert – sind unsere kompakt und anschaulich gestalteten Querformater mit dem Schwerpunkt Social Media.
Die Tiere
Unverwechselbares Erkennungszeichen von O'Reilly sind die Tiere, die auch heute noch auf vielen Büchern abgedruckt sind. Für O'Reilly "erfunden" hat sie die Designerin Edie Freedman. Sie hat alte Tierstiche verwendet, um die für sie so seltsam anmutenden Themen wie sed & awk, lex & yacc oder vi angemessen zu illustrieren. Niemand wollte ihr glauben, dass Technikfreaks sich für solche Tiere begeistern könnten. Weit gefehlt – die Tiere wurden zu echten Kultobjekten. In technischen Kreisen stehen sie oft stellvertretend für die Bücher, die sie zieren. Einige unserer Leser sprechen zum Beispiel gerne vom "Kamel-Buch" oder vom "Nashorn-Buch".
O'Reilly in Deutschland
International sind die O'Reilly-Bücher seit vielen Jahren bekannt und beliebt. Englische Bücher werden in Dutzenden Ländern vertrieben und Übersetzungsrechte in 15 Sprachen an Verlagspartner weltweit verkauft. In einigen Ländern gibt es auch eigene Büros, in denen weiteren Sprachen publiziert wird: seit 1994 in Deutschland, seit 1995 in Japan, seit 1998 in China sowie ein reines Vertriebsbüro in England.
O'Reillys deutsche Niederlassung begann als Joint Venture, wurde jedoch alsbald eine hundertprozentige O'Reilly-Tochter. Im Jahr der Gründung, im Oktober 1994, erschien der erste deutsche Titel: TCP/IP-Netzwerkadministration.
Die Übersetzungen aus dem O'Reilly Verlag haben einen guten Ruf. Unsere Ansprüche an Qualität und technische Präzision legen wir auch hier an. Die Mühe hat sich gelohnt, wir sind damit erfolgreich und haben uns in etlichen Bereichen einen Namen gemacht. Und: Neben Übersetzungen veröffentlichen wir vorrangig deutschsprachige Originaltitel, zum Beispiel zu TYPO3, Adobe CS oder Einsteigerbücher zu iPad, iPhone oder Android-Smartphone.
Ein Bereich, der in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat, ist die Elektronik. Nach dem Erfolg mit Arduino seit Ende 2011 konnten wir 2012 mit Erik Bartmanns Durchstarten mit Raspberry Pi eine große Nachfrage auf den Punkt bedienen. Sehr erfolgreich ist auch das Facebook-Buch, einer unserer vielen Titel rund um das Thema "Social Media". Dabei decken wir Einführungen zu Twitter & Co genau so ab wie Strategien für erfolgreiches Marketing und den richtigen juristischen Umgang mit dem Social Web.
Einer unserer beliebtesten Programmbereiche beschäftigt sich mit dem Phänomen "Geeks". Titel zu Fitness, Kochen, Steampunk oder auch zum Elternsein bilden den Lebensstil vieler unserer Kunden ab und erfreuen sich auch bei Nicht-Geeks großer Beliebtheit. Bestseller sind hier zum Beispiel Kochen für Geeks und Hackerbrause – kurz & geek.
Es werden sicher noch viele neue Themenbereiche hinzukommen. Wir schauen uns immer wieder um, wo das wirkliche Informationsbedürfnis liegt, um Bücher zu entwickeln, die sich von der Masse abheben. Wir versuchen ständig, in neue Themengebiete vorzustoßen, in denen wir unsere Vorstellungen vom Büchermachen verwirklichen können. 2013 veröffentlichte O'Reilly Deutschland daher auch erstmals Bundles aus Print- und E-Book.
Wir können also sehr zufrieden sein, wenn wir zurückblicken, auf die mehr als 30 Jahre O'Reilly Media, Inc. und die fast 20 Jahre O'Reilly in Deutschland. Und wir schauen gespannt in die Zukunft, über die Tim O'Reilly mit einem Zitat frei nach dem Sci-Fi-Autor William Gibson gerne sagt: "Die Zukunft ist schon da. Sie ist nur noch nicht gleichmäßig verteilt".
Elke Hansel
O'Reilly Online
Podcast: Das O'Reilly-Universum
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Tim Pritlove stellte im O'Reilly-Podcast "Kolophon" den Verlag genauer vor.
Hören Sie hier Tims Gespräch mit Ariane Hesse und Gerd Miske.
Über Tim O'Reilly
- Biographie
- Interview mit Tim O'Reilly: "Die Nutzer entscheiden, was erscheinen soll"
- Interview mit Tim O'Reilly: "Ein Adler sein"
- Tim O'Reilly in a
Nutshell ausgewählte Essays (PDF, ca. 1MB)
- Tim O'Reilly und das Web 2.0 Grundsatzartikel, Broschüre zum Download und mehr
