Dieses Dokument befaßt sich mit dem gerade entstehenden ökonomischen Nährboden des Phänomens Open Source. Wir enttarnen einige weit verbreitete Ansichten über die Finanzierung von Softwareentwicklung als Mythen und gehen der Preisstruktur von Software auf den Grund. Wir präsentieren eine spieltheoretische Analyse der Stabilität der Kooperation in der Open Source-Bewegung und zeigen neun Modelle für die Unterhaltung von Softwareentwicklung durch Open Source; sieben davon sind gewinnorientiert, zwei gemeinnützig. Wir fahren fort mit dem Aufbau einer qualitativen Theorie darüber, in welchen Fällen es wirtschaftlichen Sinn macht, Software unter Ausschluß der Öffentlichkeit ("Closed Source") zu entwickeln. Wir untersuchen dann einige neuartige Mechanismen, die der Markt gerade erfindet, um gewinnorientierte Open Source-Projekte zu finanzieren, darunter die Renaissance des Gedankens einer Patronage und die Idee eines sogenannten Task Markets;. Wir schließen unsere Überlegungen mit einigen vorsichtigen Vorhersagen der nächsten Zukunft ab.