Name

IO::Socket - Objektschnittstelle zur Socket-Kommunikation


Übersicht

use IO::Socket;


Beschreibung

IO::Socket stellt eine Objektschnittstelle zur Verfügung, mit der Sockets erzeugt und verwendet werden können. Es baut auf der IO-Schnittstelle auf und erbt alle in IO definierten Methoden.

IO::Socket definiert Methoden nur für die Operationen, die bei allen Arten von Sockets üblich sind. Operationen, die für Sockets einer bestimmten Domain gedacht sind, besitzen Methoden, die in Subklassen von IO::Socket definiert sind.

IO::Socket exportiert alle durch Socket definierten Funktionen und Konstanten.


Konstruktor

new ( [ARGS] )
Erzeugt ein IO::Socket, das eine Referenz auf ein neu erzeugtes Symbol (beachten Sie hierzu auch das Symbol-Paket) darstellt. new kann optional auch Argumente verarbeiten. Diese Argumente liegen als Schlüssel/Wert-Paare vor. new sucht nur nach dem Schlüssel Domain, der dem Konstruktor mitteilt, in welcher Domain das Socket liegen wird. Alle anderen Argumente werden an die Konfigurationsmethode des Pakets für diese Domain übergeben. Siehe unten.

Hinweis: Seit der Version 1.18 ist bei allen IO::Socket-Objekten das Autoflushing standardmäßig aktiviert. Bei früheren Releases ist das nicht der Fall.


Methoden

Eine vollständige Beschreibung aller unterstützten IO::Socket-Methoden finden Sie in perlfunc. Sie stellen einfach nur Frontends zu den entsprechenden integrierten Funktionen dar:

socket
socketpair
bind
listen
accept
send
recv
peername (getpeername)
sockname (getsockname)
shutdown

Einige Methoden verwenden etwas andere Argumente als die in perlfunc definierten. Die Schnittstelle soll auf diese Weise etwas flexibler werden. Diese Methoden sind:

accept([PKG])
Führe den Systemaufruf accept auf dem Socket aus, und gib ein neues Objekt zurück. Das Objekt wird in der gleiche Klasse wie das Listen-Socket erzeugt, wenn PKG nicht angegeben wurde. Das Objekt kann zur Kommunikation mit dem Client verwendet werden, der die Verbindung herstellen will. Im Skalarkontext wird das neue Socket zurückgegeben bzw. undef bei einem Fehler. Im Arraykontext wird ein aus zwei Elementen bestehendes Array zurückgegeben, das das neue Socket und die Peer-Adresse enthält. Bei einem Fehler ist diese Liste leer.

Zusätzlich zur Verfügung stehende Methoden sind:

timeout([VAL])
Setze oder lies den mit diesem Socket ermittelten Timeout-Wert. Bei einem Aufruf ohne Argumente wird die aktuelle Einstellung zurückgegeben. Bei Übergabe eines Arguments wird die aktuelle Einstellung geändert, und der vorherige Wert wird zurückgegeben.

sockopt(OPT [, VAL])
Diese Methode faßt das Setzen und Lesen von Optionen im SOL_SOCKET-Level zusammen. Beim Aufruf mit einem Argument wird getsockopt aufgerufen, anderenfalls setsockopt.

sockdomain
Liefert den numerischen Wert des Socket-Domain-Typs zurück. Bei einem AF_INET-Socket wird also beispielsweise der Wert &AF_INET zurückgegeben.

socktype
Liefert den numerischen Wert des Socket-Typs zurück. Bei einem SOCK_STREAM wird also beispielsweise der Wert &SOCK_STREAM zurückgegeben.

protocol
Liefert den numerischen Wert des auf dem Socket verwendeten Protokolls zurück, falls dieser bekannt ist. Ist das Protokoll unbekannt, wie etwa bei einem AF_UNIX-Socket, wird null zurückgegeben.

connected
Ist das Socket verbunden, wird die Peer-Adresse zurückgegeben. Existiert keine Verbindung, wird undef zurückgegeben.


Siehe auch

Socket, IO, IO, IO


Copyright

Copyright (c) 1997-8 Graham Barr. All rights reserved. This program is free software; you can redistribute it and/or modify it under the same terms as Perl itself.


Übersetzer

Deutsche Übersetzung von Peter Klicman, Köln
© 1998 by O'Reilly Verlag, Köln