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Programmieren mit Perl-Modulen

Build'n'Play

Installationsanleitung

      "Build'n'Play" ist ein Batch-Werkzeug fuer Administratoren,
      die immer wieder die gleichen Software-Pakete auf diversen
      Unix-Plattformen installieren muessen.

      Als wichtigstes Feature bietet "Build'n'Play" dabei das
      automatische Wiederaufsetzen an der Abbruchstelle nach
      einem Fehler.

      Hinweis: Bei der ersten Installation muessen die beiliegen-
      den Installations-Skripte noch an einigen Stellen an das je-
      weilige Betriebssystem angepasst werden; erwarten Sie daher
      nicht, dass die Installation beim ersten Mal ohne Abbruch
      glatt durchlaeuft.


Systemvoraussetzungen:
======================

- Eine CD-ROM mit einem CPAN-Snapshot, oder eine Spiegelung des CPAN
  auf Ihrer Festplatte, oder ein Server mit einer Spiegelung des CPAN
  in Ihrem lokalen Netzwerk, oder eine funktionierende Internet-Verbindung
  ("CPAN" = "Comprehensive Perl Archive Network").

- Ausserdem eine Reihe von weiteren Quelldateien, die aber auf der CD-ROM
  zu dem Buch "Programmieren mit Perl-Modulen" (O'Reilly Verlag 1999) bzw.
  in der "fetten" Distribution von "Build'n'Play" (zu erkennen an dem Be-
  standteil ".pkg." im Namen) schon enthalten sind.

  Laden Sie dazu ggfs. mittels anonymous ftp die Datei "pkg.tar.gz" von
  der Adresse "ftp://ftp.engelschall.com/pub/bnp/" herunter und entpacken
  Sie sie _INNERHALB_ des Verzeichnisses, das beim Auspacken der "schlanken"
  Distribution von "Build'n'Play" (ohne ".pkg." im Namen und ohne "src"-
  Unterverzeichnis) entstanden ist.

- Die Shell-Skripts "build" und "genopt" wurden auf FreeBSD 2.2.6, Linux
  2.0.25 (SuSE), SunOS 4.1.3, Solaris 2.6 und HP-UX 10.01 erfolgreich ge-
  testet und sollten auch auf anderen Unix-Derivaten problemlos laufen (es
  liegen Bestaetigungen von Benutzern fuer DEC- und SGI-Unix (Irix) vor).

  Da Perl auf noch wesentlich mehr Unix-Plattformen auf Anhieb kompiliert,
  sollten alle anderen Teile von "Build'n'Play" (die in Perl geschrieben
  sind) auch ueberall dort funktionieren.

- Die Installation von Perl benoetigt auf der Festplatte maximal etwa 125 MB
  temporaeren Speicher sowie zusaetzlich maximal etwa 50 MB Speicher fuer Perl
  selbst und saemtliche in "perl.bnp" installierten Module (das schliesst etwa
  10 MB fuer die HTML-Versionen von allen Manual Pages mit ein).

  Diesen Zahlen liegt die Installation von CD-ROM zugrunde; bei der Instal-
  lation ueber das Netz (d.h. ohne CD-ROM und ohne eine Spiegelung des CPAN
  auf der Festplatte) kommt zusaetzlich noch der Platzbedarf fuer die Quell-
  dateien selbst (von Perl und den installierten Modulen) von knapp 20 MB
  hinzu.

- Ein Pentium 133 mit FreeBSD 2.2.6 braucht etwa 3 Stunden, um Perl mit allen
  Modulen zu installieren.

- Die mitgelieferten Installations-Skripte "<target>.bnp" enthalten teilweise
  noch Abhaengigkeiten vom Betriebssystem (ich selbst entwickle unter FreeBSD
  2.2.6) und muessen ggfs. wie im folgenden beschrieben auf die Festplatte
  kopiert und dann entsprechend angepasst werden.


Installation:
=============

0) Rechner starten:

   Starten Sie Ihren Unix-Rechner.

>> Variante _MIT_ CD-ROM:
   ----------------------

1) CD-ROM einlegen:

   Legen Sie die CD-ROM zum Buch "Programmieren mit Perl-Modulen" des
   O'Reilly Verlag in Ihr CD-ROM-Laufwerk ein.

2) CD-ROM mounten:

   Mounten Sie die CD-ROM, z.B. mit "mount /cdrom" (dies setzt allerdings
   einen entsprechenden Eintrag in der Datei "/etc/fstab" voraus).

3) In das "BnP"-Verzeichnis wechseln:

   Wechseln Sie mit "cd /cdrom/BnP" (o.ae.) in das "BnP"-Verzeichnis auf
   der CD-ROM.

>> Variante _OHNE_ CD-ROM:
   -----------------------

1) Download-Tool installieren:

   Falls Ihnen keine lokale Kopie des CPAN (= "Comprehensive Perl Archive
   Network") auf Ihrer Festplatte zur Verfuegung steht, und falls auf Ihrem
   System weder der ASCII-Internet-Browser "lynx" noch der Resource-Fetcher
   "snarf" vorhanden ist, muessen Sie zuerst eines dieser beiden Programme
   installieren (oder die Konfiguration in den Dateien "build" und "BnP.pm"
   um ein weiteres solches Tool erweitern).

   (Falls Sie eine Spiegelung des CPAN auf Ihrer Festplatte besitzen
   sollten, fahren Sie gleich mit Punkt 2) direkt hierunter fort.)

   "snarf" (= "Simple Non-interactive All-purpose Resource Fetcher") hat
   sich bereits auf vielen Unix-Systemen bewaehrt und ist sehr einfach zu
   installieren und zu benutzen und wird deshalb hier empfohlen; "lynx"
   ist fuer das nicht-interaktive automatische Downloaden zwar nicht ganz
   so gut geeignet, laesst sich hier aber ebenfalls verwenden.

   Beachten Sie, dass Sie eine aeltere, aber dafuer sehr stabile Version
   von "snarf" auch mit Hilfe von "Build'n'Play" selbst installieren koennen,
   und zwar mit Hilfe des Befehls "./build tools.snarf". Fuer weitere Aufruf-
   parameter, die Sie dabei vielleicht noch zusaetzlich benoetigen, siehe die
   unter Punkt 6) folgende Beschreibung des "build"-Kommandos.

   Legen Sie dazu innerhalb des Verzeichnisses, das beim Auspacken der
   Distribution von "Build'n'Play" entstanden ist, ein Unterverzeichnis
   namens "src" an (falls noch nicht vorhanden).

   Laden Sie anschliessend die Datei "snarf-1.6.1b.tar.gz" mittels anonymous
   ftp von der Adresse "ftp://ftp.mint.net/pub/snarf/" oder von der Adresse
   "ftp://ftp.engelschall.com/pub/bnp/packages/" herunter und legen Sie sie
   in das soeben erstellte "src"-Unterverzeichnis.

   (Falls das Unterverzeichnis "src" in Ihrer Distribution schon existiert,
   enthaelt es diese Quelldatei bereits!)

   Geben Sie nun das Kommando "./build tools.snarf" (mit den evtl. zusaetz-
   lich erforderlichen Parametern) ein und fahren Sie dann wie im folgenden
   beschrieben fort.

2) Suchpfade und URLs fuer CPAN angeben:

   Geben Sie bei den weiter unten beschriebenen Aufrufen von "build" immer
   zusaetzlich mit Hilfe des Parameters "-s" den Pfad zu der lokalen Kopie
   des CPAN auf Ihrer Festplatte (so vorhanden) an, sowie wahlweise mit Hilfe
   der Option "-u" die URL eines CPAN Mirror-Servers (z.B. in Ihrem lokalen
   Netzwerk), falls Sie nicht die Server "ftp.funet.fi" oder "www.perl.com"
   (letzterer mit automatischem Redirect) verwenden wollen, die bereits
   standardmaessig in "Build'n'Play" vorkonfiguriert sind.

   (Sie koennen dabei auch (mit weiteren Optionen "-u <url>") mehrere URLs
   angeben, z.B. fuer alternative Server oder fuer die Server von unterschied-
   lichen Software-Paketen. Alle URLs werden in der angegebenen Reihenfolge
   durchprobiert. Suchpfade auf der Festplatte haben jedoch gegenueber den
   URLs Vorrang, da hier der Zugriff natuerlich wesentlich schneller ist.)

3) In das "BnP"-Verzeichnis wechseln:

   Wechseln Sie mit "cd" in das Verzeichnis, das beim Auspacken der
   "Build'n'Play"-Distribution entstanden ist.

>> Weiter mit _BEIDEN_ Varianten:
   ------------------------------

4) Test-Aufruf des "build"-Kommandos:

   Rufen Sie jetzt den "build"-Befehl mit "./build" auf.

   Beim Aufruf ohne weitere Parameter gibt dieses Tool eine Hilfe aus.

   Sollte es mit diesem Befehl auf Ihrem System Schwierigkeiten geben,
   muessen Sie moeglicherweise ueberall "sh ./build" anstelle von
   "./build" eingeben!

5) Vorarbeiten:

   Falls Sie zum ersten Mal und nicht unter FreeBSD installieren, muessen
   Sie entweder _VOR_ der Installation das jeweilige Installations-Skript
   "<target>.bnp" noch an Ihr Betriebssystem anpassen, oder Sie koennen
   das auch nach und nach, im Laufe der Installation an den Stellen tun,
   an denen Fehler auftreten.

   (Hierbei steht "<target>" fuer das zu installierende Software-Paket;
   in der aktuellen Version von "Build'n'Play" sind die folgenden fuenf
   Installations-Skripte verfuegbar: "perl.bnp", "tools.bnp", "gimp.bnp",
   "imagick.bnp" (fuer "ImageMagick") sowie "sfio.bnp". Weitere Instal-
   lations-Skripte, z.B. fuer apache, gcc, pgp, samba, squid, ssh, tex,
   wuftp, ..., muessen noch von der Version 1.0 von "BnP" auf die
   aktuelle Version portiert werden.)

   Kopieren Sie dazu ggfs. zunaechst die "Build'n'Play"-Dateien von der
   CD-ROM auf Ihre Festplatte, und zwar zum Beispiel mit den Befehlen

           % cd /cdrom; tar cf - BnP | ( cd /tmp; tar xBpf - )
           % cd /tmp/BnP

   (Achten Sie darauf, dass Sie auch die (leere) Datei ".cdrom" mit kopieren
   oder im Zielverzeichnis wieder anlegen, falls Sie nicht wie oben beschrie-
   ben vorgehen, wenn Sie spaeter "BnP" selbst auch in der von "BnP" ange-
   legten Verzeichnishierarchie installieren wollen (d.h. wenn Sie u.a.
   die Manual Pages von "Build'n'Play" installieren wollen.)

   Fahren Sie anschliessend im folgenden so fort wie jeweils unter "ohne
   CD-ROM" beschrieben.

   Wenn Sie "BnP" auf Ihre Festplatte kopieren und anschliessend nur noch
   von dort aus starten, sollten Sie jedoch bei allen Aufrufen von "build"
   stets mit Hilfe der Option "-s" den Pfad zu Ihrem CD-ROM-Laufwerk angeben,
   falls dieser nicht "/cdrom" oder "/cdrec" lautet, da sonst die Quell-
   dateien aus dem CPAN nicht mehr gefunden werden!

   Um die Datei "perl.bnp" an Ihr Betriebssystem "<os>" anzupassen, koennen
   Sie sich uebrigens auch der Datei "perl.bnp.diff.<os>" bedienen, falls
   fuer Ihr Betriebssystem eine solche vorhanden ist; am besten unter Zu-
   hilfenahme des Tools "patch" (einem weiteren genialen Tool von Perl-
   Erfinder Larry Wall!) wie folgt:

           % patch perl.bnp <perl.bnp.diff.linux

   Zur Not koennen Sie diese Aenderungen auch von Hand einarbeiten,
   was einigermassen leicht fallen sollte, da es sich zum einen nur
   um relativ wenige Aenderungen handelt, und zum anderen die Dateien
   "perl.bnp.diff.<os>" aus Kontext-Diffs bestehen, was das Wiederfinden
   der entsprechenden Stellen erleichtert.

   Das Tool "patch" koennen Sie uebrigens auch mit Hilfe von "Build'n'Play"
   selbst installieren, und zwar mittels des Befehls "./build tools.patch".

   (Vergessen Sie jedoch ggfs. Ihre Aufrufparameter "-p" und "-g" nicht,
   und legen Sie - falls gewuenscht - mit der Option "-r" ein geeignetes
   Unterverzeichnis fest. Naeheres hierzu siehe im folgenden Abschnitt.)

6) Aufruf-Parameter des "build"-Kommandos:

   Um Perl vollstaendig zu installieren, geben Sie anschliessend
   "./build perl" ein (auf einem Pentium 133 dauert das etwa drei Stunden).

   Falls Sie jedoch nur Perl selbst, und vorlaeufig noch keine Module
   installieren wollen, koennen Sie statt dessen auch den Befehl
   "./build perl.core" verwenden (Dauer etwa zwanzig Minuten).

   Um spaeter (nachtraeglich) alle Module zu installieren, koennen Sie
   den Befehl "./build perl.modules" benutzen.

   Falls Sie lediglich die im Buch "Programmieren mit Perl-Modulen" be-
   sprochenen Module installieren wollen, geben Sie "./build perl.fox" ein.

   (Der Fuchs ist das Tier auf dem Titelbild des Buchs.)

   Falls Sie Perl selbst sowie nur die im Buch besprochenen Module
   installieren wollen, koennen Sie auch den Befehl "./build perl.core.fox"
   verwenden.

   (Dieser Mechanismus zur Auswahl einer oder mehrerer Untermengen
   funktioniert so bei allen Zielen oder "Targets", vorausgesetzt in der
   entsprechenden Datei "<target>.bnp" wurden solche Teilmengen definiert.
   Um die Namen oder "Etiketten" der verfuegbaren Teilmengen eines
   Installations-Skripts "<target>.bnp" herauszubekommen, koennen Sie den
   Befehl "./misc/tags <target>" verwenden, also z.B. "./misc/tags perl".
   Sie koennen spaeter auch selbst neue Untermengen in bereits bestehenden
   Installations-Skripten definieren, die dann augenblicklich (ohne irgend-
   eine weitere Form der Deklaration oder Einbindung zu benoetigen) auf
   dieselbe Art und Weise angesprochen werden koennen.)

   Die Installation erfolgt defaultmaessig in die Verzeichnisse
   "/usr/local/bin", "/usr/local/lib" und "/usr/local/man".

   Um ein anderes Praefix als "/usr/local" zu verwenden, koennen Sie die
   Option "-p" von "build" einsetzen. Siehe dazu auch die von "build"
   ausgegebene Hilfe (beim Aufruf ohne Parameter).

   Beachten Sie, dass Sie ausserdem mit Hilfe der Option "-s" einen Pfad
   (oder mehrere Pfade) zu Ihrem CD-ROM-Laufwerk (falls dieser Pfad nicht
   "/cdrom" oder "/cdrec" lautet) oder einer lokalen Kopie des CPAN auf
   Ihrer Festplatte angeben koennen.

   Sie koennen dabei mehrere Pfade auch mit ":" verketten und als ein
   einziges Argument uebergeben, oder Sie koennen jeden Pfad separat
   mit einer eigenen Option "-s" angeben, oder beide Formen mischen.

   (Sie sollten uebrigens das evtl. vorhandene ".../CPAN" am Ende eines
   Pfades _NICHT_ mit angeben, duerfen das aber tun, obwohl das hier
   keinerlei Vorteile bringt.)

   Sie koennen zudem mit Hilfe der Option "-u" weitere URLs (zusaetzlich zu
   den bereits vorkonfigurierten) fuer das automatische Herunterladen von
   Quelldateien festlegen (diese URLs sollten _IMMER_ mit ".../CPAN" enden,
   falls es sich dabei um einen CPAN-Mirror-Server handelt).

   Wenn Sie darueber hinaus die durch "build" durchgefuehrten Installationen
   auf eine Art und Weise vornehmen wollen, die spaeter eine garantiert
   rueckstandsfreie De-Installation erlaubt, benutzen Sie ausserdem die
   Option "-g".

   Zu dieser Option "-g" finden Sie eine ausfuehrliche und interessante
   Erlaeuterung in der Datei "genopt.txt" (auf Deutsch).

   WICHTIG: Haben Sie sich einmal fuer eine bestimmte Variante entschieden,
            sollten Sie bei ALLEN Zielen ("clean", "bnp", "perl", ...) IMMER
            DIESELBEN Parameter (das Praefix mittels der Option "-p" und
            wahlweise die Option "-g") verwenden, damit nicht MEHRERE UNTER-
            SCHIEDLICHE Installationshierarchien angelegt werden!
            (Jeder Aufruf von "build" legt automatisch eine Installations-
            hierarchie an, falls diese noch nicht existiert, die von diesen
            beiden Parametern abhaengt.)

   Die Option "-r" kann darueber hinaus benutzt werden, um fuer ein be-
   stimmtes (externes) Ziel oder "Target" ein geeignetes Unterverzeichnis
   festzulegen, um so thematisch zusammengehoerige Software-Pakete in gemein-
   samen Unterverzeichnissen zusammenzufassen und hierarchisch einzuordnen.

   (Dabei sind die Ziele "clean" und "bnp" intern, d.h. in "build" fest ein-
   gebaut, und alle anderen Ziele extern, d.h. in einer Datei "<target>.bnp"
   ausprogrammiert.)

   Da Sie also immer dieselben Parameter "-p" und "-g" verwenden sollten,
   ist es zweckmaessig, diese von Ihnen bevorzugte Variante als Default-Werte
   fest in das "build"-Tool einzukonfigurieren.

   Um diese (oder auch noch weitere) Konfigurations-Parameter veraendern zu
   koennen, muessen Sie zuerst alle "BnP"-Dateien (wie eingangs unter Punkt 5)
   beschrieben) auf Ihre Festplatte kopieren.

   Bearbeiten Sie anschliessend die Konfiguration von "build" wie gewuenscht.

   Editieren Sie auch die Datei "<target>.bnp" und nehmen Sie alle
   gewuenschten Aenderungen vor.

   HINWEIS: Anstatt die Konfiguration der Installations-Skripte zu aendern,
            ist es in manchen Faellen auch moeglich, diese mit Hilfe von
            Umgebungsvariablen zu "ueberstimmen". Untersuchen Sie dazu
            ggfs. die betreffende Datei "<target>.bnp"!

   Im Falle von "perl.bnp" werden die folgenden Umgebungsvariablen abgefragt:

       BNP_HTML          -   Erzeugung der HTML-Manpages (Ein "1" / Aus "0")
       BNP_THREADS       -   Compiliere Perl mit Threads (Ein "1" / Aus "0")
       BNP_PERLVERSION   -   zu installierende Perl-Version ("perl5.005_02")
       BNP_FLAGS         -   beliebige Flags fuer Configure (z.B. "-Dcc=cc")

   Beispiele fuer die Belegung der letzteren Umgebungsvariablen:

           % export BNP_FLAGS="-Dcc=gcc"
           % export BNP_FLAGS="-Doptimize=-O2"
           % export BNP_FLAGS="-Dcc=gcc -Doptimize=-O2"

   Diese letztere Umgebungsvariable wird auch in "tools.bnp" erkannt.

7) Arbeiten mit "Build'n'Play":

   Sollte die Installation mit einer Fehlermeldung abbrechen, so untersuchen
   Sie das betreffende Modul, warum es sich nicht erfolgreich kompilieren
   laesst. Gehen Sie dazu ggfs. in das Distributions-Verzeichnis des
   betreffenden Moduls im internen temporaeren Arbeitsverzeichnis
   ("<Praefix>/lib/BnP/tmp" bzw. "<Praefix>/pkg/BnP/tmp" bei Verwendung
   der Option "-g"), geben Sie "make realclean" ein und versuchen Sie,
   das Modul von Hand zu installieren.

   Sobald Sie herausgefunden haben, auf welche Weise sich das betreffende
   Modul auf Ihrem System erfolgreich installieren laesst, nehmen Sie
   entsprechende Aenderungen an der Datei "<target>.bnp" vor.

   Nach einem Fehlerabbruch brauchen Sie diese Datei uebrigens nicht mehr
   von Hand auf Ihre Festplatte zu kopieren; im Falle eines fehlerhaften
   Abbruchs wird dies durch das Kommando "build" bereits automatisch
   erledigt (nicht jedoch bei einem Abbruch mit "Ctrl-C"!) - und zwar
   auch dann, wenn Sie "build" aus der entpackten Original-Distribution
   von der Festplatte gestartet haben!

   Sie finden diese Datei anschliessend im Verzeichnis
   "<Praefix>/lib/BnP/lib/<target>" bzw. "<Praefix>/lib/BnP/<target>"
   (bei Verwendung der Option "-g").

   Beachten Sie, dass diese Datei (in dem einen der genannten beiden
   Verzeichnisse) Vorrang vor allen anderen Instanzen dieser Datei (z.B.
   von der CD-ROM oder aus der Original-Distribution) hat. Nur wenn Sie
   sie dort loeschen, wird zuerst versucht, sie in demselben Verzeichnis
   zu finden, aus dem das "build"-Kommando selbst herkam, oder in den von
   Ihnen angegebenen Pfaden, oder in einigen voreingestellten Pfaden (z.B.
   "/cdrom" und "/cdrec"), in dieser Reihenfolge.

   Falls Sie die von Ihnen an der Datei "<target>.bnp" vorgenommenen
   Aenderungen ueberpruefen wollen, loeschen Sie am besten das Distributions-
   Verzeichnis des betreffenden (fehlerhaften) Moduls im internen temporaeren
   Arbeitsverzeichnis noch einmal GANZ. Loeschen Sie dann auch am Ende der
   Datei "recover.bnp" (diese befindet sich im selben Verzeichnis wie die
   Datei "<target>.bnp") alle Befehle ab dem Befehl "system gunzip -c ..."
   (einschliesslich), die sich auf das betreffende Modul beziehen.

   Geben Sie anschliessend den "build"-Befehl mit exakt denselben Parametern
   wie vorher noch einmal ein, um die Installation an der Abbruchstelle
   (bzw. in diesem Falle am Beginn der Installation des betreffenden Moduls)
   fortzusetzen.

   Falls Sie nicht herausfinden koennen oder wollen, wie sich das Modul,
   bei dem der Abbruch stattfand, installieren laesst, koennen Sie es
   in der Datei "<target>.bnp" auch einfach auskommentieren.

   (Auf einigen Systemen fuehrt beispielsweise das Ueberpruefen von Perl
   mittels "make test" zu Fehlern, obwohl Perl in Ordnung ist, z.B. wenn
   keine geeignete "db"-Bibliothek gefunden wurde. In diesem Falle sollte
   man den entsprechenden Befehl in "perl.bnp" nicht verwenden, sondern
   auskommentiert lassen.)

   Falls die Installation des betreffenden Moduls mehrere Kommandos umfassen
   sollte, koennen Sie zum Auskommentieren auch die beiden Methodenaufrufe
   "$BnP->ignore();" VOR und "$BnP->resume();" HINTER dem auszukommentierenden
   Abschnitt einfuegen, um nicht alle Kommandos einzeln von Hand auskommen-
   tieren zu muessen.

   Starten Sie anschliessend den "build"-Befehl mit exakt denselben Parametern
   wie vorher noch einmal, um die Installation hinter dem auskommentierten
   Modul fortzusetzen.

   Dabei wird die folgende Warnungsmeldung erscheinen:

       BnP: ! Next command deviates from the automatic recovery file -
       BnP: ! discarding the remainder of the automatic recovery file!

   Diese Warnungsmeldung besagt, dass die naechsten auszufuehrenden
   Installations-Kommandos (fuer das Modul NACH dem auskommentierten Modul)
   sich von den in der Datei "recover.bnp" mitprotokollierten Kommandos
   (zur Installation des inzwischen auskommentierten Moduls) unterscheiden.

   Diese Warnungsmeldung ist nach dem Auskommentieren eines Moduls (falls
   Sie es nicht vorziehen, die betreffenden Installations-Kommandos aus der
   Datei "recover.bnp" zu loeschen) jedoch voellig normal und braucht Sie
   hier nicht weiter zu beunruhigen.

8) Weitere Dokumentation, Installation von "Build'n'Play" selbst:

   Beachten Sie auch die weiterfuehrende Dokumentation in den Dateien
   "build.pod", "genopt.pod", "genopt.txt" sowie "BnP.pm", bzw. die
   Manual Pages, die daraus erzeugt werden koennen.

   Rufen Sie zur Installation von "BnP" (und damit auch zur Erzeugung
   und Installation der Manual Pages von "Build'n'Play") das Kommando
   "./build bnp" auf (vergessen Sie dabei jedoch nicht Ihre persoenliche
   Standardeinstellung fuer die Optionen "-p" und "-g"!).

   Nachdem Sie das Verzeichnis "<Praefix>/man" in ihren Suchpfad "$MANPATH"
   fuer Manual Pages eingehaengt haben (siehe dazu auch den folgenden
   Abschnitt 9)), koennen Sie die Manual Pages mit den Befehlen "man build",
   "man genopt", "man 3 genopt" und "man BnP" aufrufen.

   Sie koennen diese Dateien jedoch auch direkt lesen, da sie entweder in
   POD (= "Plain Old Documentation", dem Perl-Standard fuer Dokumentation)
   geschrieben sind oder als reine Text-Datei ("genopt.txt") vorliegen.

   (POD ist eine Markierungs-Sprache aehnlich wie HTML, im Gegensatz zu
   letzterer jedoch ausdruecklich auch fuer menschliche Leser gedacht.)

   Beachten Sie dabei insbesondere die Datei "build.pod" (bzw. "man build"),
   in der unter anderem die Verzeichnisstrukturen beschrieben sind, die
   "Build'n'Play" aufbaut bzw. verwendet.

   Beachten Sie weiter, dass die Erzeugung der Manual Pages das Perl-Tool
   "pod2man" benoetigt; aus diesem Grund laesst sich "BnP" nur installieren,
   falls bereits eine Perl 5-Installation vorhanden ist bzw. Perl vorher
   erfolgreich mit Hilfe von "BnP" installiert wurde.

   (Solange also "Build'n'Play" noch mit dem beim Bootstrapping von Perl
   erzeugten "miniperl" arbeitet, laesst sich "BnP" nicht installieren.)

   ACHTUNG: Beachten Sie, dass der Befehl "build bnp" eine evtl. bereits
            vorhandene und ggfs. von Ihnen modifizierte Installation von
            "BnP" ohne Warnung ueberschreibt!

   Solange die durch "build bnp" installierten Dateien im jeweils richtigen
   Verzeichnis auf der Festplatte existieren, haben sie automatisch Vorrang
   gegenueber den gleichen Dateien von der CD-ROM oder aus der Original-
   Distribution. Und zwar gilt dies einzeln fuer jede Datei, nicht fuer alle
   Dateien gemeinsam, d.h. Sie koennen durch selektives Loeschen genau beein-
   flussen, welche Datei von der Festplatte und welche Datei von der CD-ROM
   (bzw. aus der Original-Distribution) angezogen wird.

9) Suchpfade einstellen:

   Und das wichtigste zuletzt:

   Vergessen Sie nicht, das Verzeichnis "<Praefix>/bin" in Ihren Suchpfad
   "$PATH" mit aufzunehmen!

   Z.B. durch die Shell-Kommandos

           % PATH="/mein/installations/pfad/bin:$PATH"
           % export PATH

   Desgleichen fuer das Verzeichnis "<Praefix>/man" und den Suchpfad
   "$MANPATH" fuer Manual Pages.

   Das sollten Sie sicherheitshalber (um es nicht zu vergessen) bereits
   VOR der Installation erledigen; auch sollten Sie diese Befehle in das
   Initialisierungs-Skript Ihrer bevorzugten Shell (z.B. ".bashrc") in
   Ihrem Home-Verzeichnis, oder global fuer alle Benutzer (i.d.R. in
   "/etc/profile") mit aufnehmen.

Viel Spass und Erfolg beim Installieren!


Hinweise:

=========

Die folgenden Module sind zwar Teil der im Buch "Programmieren mit Perl-
Modulen" besprochenen Module, sie werden jedoch auch durch "build perl.fox"
NICHT mit installiert:

    -  mod_perl
    -  CPAN et al.
    -  Gimp
    -  PerlMagick (fuer ImageMagick)

Der Grund hierfuer liegt darin, dass "mod_perl" und "CPAN" INTERAKTIVE
Installationen sind und der Benutzer einige Daten ueber sein System bzw.
seine Wuensche zur Konfiguration eingeben muss, waehrend "Build'n'Play"
von seinem Konzept her aber eigentlich ein Batch-Tool ist.

Diese beiden Module lassen sich jedoch durch die EXPLIZITE Angabe ihres
"Etiketts" beim Aufruf von "build" installieren:

    % ./build perl.modperl
    % ./build perl.cpan

Man kann dabei auch mehrere "Etiketten", mit Punkten voneinander getrennt,
an das Ziel "perl" anhaengen, also beispielsweise

    % ./build perl.core.fox.modperl.cpan

Die Perl-Module "Gimp" und "PerlMagick" erfordern das Vorhandensein der
entsprechenden C-Bibliotheken und koennen deshalb nicht automatisch und
pauschal auf jedem System installiert werden.

Vielmehr gibt es dafuer eigene Ziele ("Targets") in "build", um diese
Software-Pakete einschliesslich ihrer Perl-Anbindung zu installieren
(siehe dazu auch die von "build" ausgegebene Hilfe).

Bevor Sie dies tun koennen, muessen Sie allerdings zuerst Perl (mindestens
"perl.core" - ggfs. werden aber auch noch weitere Perl-Module vorausgesetzt)
erfolgreich installiert haben.


Autoren:
========

Die Idee und erste private Versionen von "Build'n'Play" stammen von:

  Ralf S. Engelschall

  rse@engelschall.com
  www.engelschall.com

Die vorliegende erste oeffentliche Programmversion (eine vollstaendige
Neuentwicklung) von "Build'n'Play" stammt von:

  Steffen Beyer

   sb@engelschall.com
  www.engelschall.com/u/sb/download/


Urheberrechte:
==============

Copyright (c) 1996 - 1998 by Ralf S. Engelschall.
Alle Rechte vorbehalten.

Copyright (c) 1998 by Steffen Beyer.
Alle Rechte vorbehalten.


Lizenz:
=======

"Build'n'Play" ist Freie Software und kann unter denselben Lizenzbedingungen
benutzt, modifiziert und weitergegeben werden wie Perl, d.h. es gelten die
Bestimmungen der "Artistic License" oder (wahlweise) der "GNU General Public
License".

Bitte beachten Sie die beiden Dateien "Artistic.txt" und "GNU_GPL.txt" in
dieser Distribution fuer die entsprechenden Details!


Haftungsausschluss:
===================

Die vorliegende Software wird so zur Verfuegung gestellt wie sie ist, es
werden keinerlei Garantien fuer ihre Eignung fuer welche Zwecke auch immer
abgegeben, und es wird auch keine Haftung fuer die durch ihre Verwendung
oder Nichtverwendbarkeit moeglicherweise verursachten Schaeden oder Ausfaelle
oder dergleichen uebernommen, selbst wenn dem Autor solche moeglichen Folgen
bekannt sein oder bekannt gemacht werden sollten.

Siehe dazu auch die "GNU General Public License" fuer weitere Details.


Sonstiges:
==========

Wenn Sie in "Build'n'Play" Fehler finden oder Unterstuetzung benoetigen,
wenden Sie sich bitte an Steffen Beyer <sb@engelschall.com>.

Vielen Dank!


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