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Das Tier auf dem Cover von Programmieren mit PHP, 2. Auflage ist ein Kuckuck (Cuculus canorus). Kuckucke treiben minimalen Aufwand: Das Weibchen baut kein Nest, sondern legt ein Ei in das Nest eines anderen Vogels. Dies wiederholt es bis zu 25 mal, wobei pro Nest nur jeweils ein Ei hinterlassen wird. Die Besitzer des fremden Nests, das zuvor bereits ein Ei enthielt, bemerken den Schwindel selten, bebrüten das fremde Ei und füttern den geschlüpften Kuckuck wie ein eigenes Junges. Warum bemerken die Zieheltern nicht, dass sich das Ei von ihren eigenen unterscheidet? Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass die Eier im ultravioletten Bereich des Lichtes, der von Vögeln wahrgenommen wird, gleich aussehen.
Nach dem Schlupf stößt der kleine Kuckuck alle anderen Eier aus dem Nest. Falls die anderen Jungvögel bereits geschlüpft sind, schmeißt der Jungkuckuck auch die Nestlinge hinaus. Die Zieheltern füttern den Kuckuck sogar dann noch, wenn er schon viel größer geworden ist als sie selbst. Manchmal benutzt ein junger Kuckuck sogar die Lockrufe anderer Vögel, um von diesen gefüttert zu werden. Interessanterweise sind nur die europäischen Kuckucke derartige Brutparasiten, während die amerikanischen Kuckucke selbst Nester bauen, wenn auch ziemlich unordentliche. Wie viele Amerikaner wandern auch die Kuckucke im Winter in die Tropen. Kuckucke haben eine lange und schillernde Geschichte in Literatur und Kunst. Schon in der Bibel werden sie erwähnt, ebenso von Plinius und Aristoteles. Beethoven verarbeitete den bekannten Ruf des Kuckucks in einer seiner Symphonien, der "Pastorale". Und jetzt noch ein wenig Etymologie: Der englische Begriff "cuckold" (eine Bezeichnung für einen betrogenen Ehemann) stammt vom englischen Wort für Kuckuck, "cuckoo". Wahrscheinlich erschien das fremde Ei im Nest als geeignete Metapher für das Schicksal des "Gehörnten".
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