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Kolophon
Die Abbildung auf dem Cover des Perl Kochbuch zeigt ein Dickhornschaf (Ovis canadensis). Wie der Name schon sagt, sind diese Wildschafe wegen ihrer großen, gebogenen Hörner bekannt. Mit einer Körperlänge von etwa anderthalb Metern und einer Schulterhöhe von einem Meter erreichen die Männchen das stattliche Gewicht von 150 Kilogramm. Ihr Horn hat dann einen Umfang von fast einem halben Meter, wäre ausgerollt 1,2 Meter lang und wiegt bis zu 14 Kilo. Trotz dieser massigen Gestalt sind Dickhornschafe Meister im Passieren von bergigem Gelände. Mit ihren scharfen, paarigen Hufen erklimmen sie Felsvorsprünge von nur fünf Zentimetern Breite. Dank ihrer exzellenten Augen erspähen sie Halt bietende Stellen und schätzen genauestens die Entfernung dazwischen ab. Mit einem einzigen Sprung erreichen die Tiere bis zu sechs Meter entfernt liegende Felsvorsprünge.
Während der Paarungszeit konkurrieren die Böcke erbittert um die Weibchen. In heftigen Kämpfen, die den ganzen Tag andauern können, laufen die Widder mit bis zu 30 Stundenkilometern aufeinander zu und lassen ihre Hörner mit voller Wucht aufeinanderprallen. Um etwas Schutz gegen diese Schläge zu bieten, sind die Schädel der Tiere doppelschichtig. Die Größe der Hörner bestimmt maßgeblich den sozialen Rang eines Widders, und Kämpfe finden nur zwischen Tieren mit vergleichbar großen Hörnern statt. Geschlechtsreife Männchen halten sich in der Regel von den Weibchen und Jungtieren fern. In den "Junggesellen-Banden" spielen niederrangige Männchen oft die Rolle von Weibchen und zeigen ein unterwürfiges Verhalten gegenüber einem dominanten Männchen. Dieses zeigt hingegen Werbeverhalten und besteigt sogar die niederrangigen Böcke. Man nimmt an, daß dieses Verhalten den Böcken ein Zusammenleben ermöglicht, ohne daß Rangstreitigkeiten niederrangige Männchen aus der Herde treiben. Dickhornschafe kommen in den Rocky Mountains von Kanada bis Colorado und in der Wüste von Kalifornien bis ins westliche Texas und Mexiko vor. Durch Krankheiten, die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums und die Bejagung sind die Tiere vom Aussterben bedroht.
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