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Kolophon
Das Tier auf dem Cover von Einführung in JavaScript ist ein junges Spitzmaulnashorn, auch Schwarzes Nashorn genannt (Diceros bicornis). Die zwei in Afrika beheimateten Nashornarten unterscheiden sich vor allem durch ihre Größe: Das Spitzmaulnashorn stellt mit einem Lebendgewicht von bis zu eineinhalb Tonnen das kleinere Pendant zum Breitmaul- oder Weißen Nashorn dar, das bis zu drei Tonnen wiegen kann.
Das Spitzmaulnashorn lebt in den Savannen, offenen Strauchlandschaften und Bergwäldern Südwest-, Süd- und Ostafrikas und streift bevorzugt allein durch sein Revier, das es höchst aggressiv zu verteidigen versteht. Mit seiner Oberlippe, die sich zu einem hakenähnlichen Vorsprung verjüngt, kann das Spitzmaulnashorn Blätter, dünne Zweige und Knospen von sBäumen und Büschen rupfen. Selbst dornige Zweige werden nicht von ihm verschmäht. Es gehört zur Ordnung der Unpaarhufer, d.h., dass sich an jedem Fuß drei Zehen befinden. Seine Haut ist dick, grau und haarlos. Um sich vor Ungeziefer zu schützen, verbringen Nashörner die meiste Zeit des Tages mit Schlammbädern. Zu den unverwechselbaren Merkmalen jedes Nashorns gehören natürlich die Hörner, die nicht aus Knochen bestehen, sondern aus stark verfilzten bzw. verklebten Borsten. In einigen Ländern Asiens glaubt man an die Heilkraft dieser Hörner, was zur starken Dezimierung der Tiere beigetragen hat. Nashörner nutzen das Horn zur Verteidigung gegen Löwen, Tiger und Hyänen oder um ihre Ansprüche auf ein Weibchen geltend zu machen. Die Balzrituale sind oft sehr gewalttätig, und die Hörner können dabei schwere Wunden zufügen. Nach der Paarung trennen sich die Partner wieder. Bis zur Geburt des Jungtiers vergehen 14 bis 18 Monate, und das Kalb wird ein ganzes Jahr lang gesäugt, obwohl es bereits sofort nach der Geburt pflanzliche Nahrung zu sich nehmen kann. Mutter und Kalb bleiben bis zu vier Jahre zusammen, bevor das Jungtier eigene Wege geht. In den vergangenen Jahrzehnten wurden Nashörner so extrem bejagt, dass sie kurz vor der Ausrottung stehen. Wissenschaftler schätzen, dass vor hundert Jahren eine Million Nashörner durch die Steppen Afrikas streiften. Heute existieren gerade mal 2.400 dieser großen Säugetiere auf dem Schwarzen Kontinent. Alle weltweit existierenden Nashornarten – zu denen auch das Sumatra-, das Java- und das Indische Panzernashorn gehören – sind in ihrem Bestand stark gefährdet.
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