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Kolophon
Das Tier auf dem Einband des Java Kochbuchs ist ein Haushuhn. Haushühner (Gallus gallus) stammen von den in Indien freilebenden Bankiva-Hühnern ab. Domestiziert wurden sie erstmals vor über 8.000 Jahren in der Gegend, die etwa dem heutigen Vietnam und Thailand entspricht. Sie werden für ihr Fleisch und ihre Eier gezüchtet, aber auch für Hahnenkämpfe (obwohl dies mittlerweile vielerorts verboten ist). Mit ihren großen, schweren Körpern und kleinen Flügeln sind diese Vögel gut an das Leben auf dem Boden angepasst, während sie nur sehr kurze Strecken fliegen können. Ihre vierzehigen Füße dienen dem Kratzen auf dem Boden, wo sie ihre typische Nahrung finden: Würmer, Käfer, Samen und verschiedene andere Pflanzenteile. Ein männliches Haushuhn nennt man Hahn, das Weibchen Henne. Die Eier werden etwa drei Wochen lang bebrütet. Frisch geschlüpfte Küken sind Nestflüchter. Dies bedeutet, dass sie Daunenfedern haben und schon unmittelbar nach dem Schlüpfen selbständig umherlaufen können. Auch für ihre Ernährung sind sie nicht auf ihre Mutter angewiesen. Sie können sich nicht nur ihre eigene Nahrung suchen, sondern auch bis zu einer Woche von Eigelb leben, das nach dem Schlupf im Unterleib gespeichert bleibt. Hühner werden regelmäßig in historischen Schriften erwähnt. Chinesische Texte datieren die Einführung von Hühnern nach China auf die Zeit um 1.400 v. Chr., babylonische Skulpturen zeigen Haushühner um 600 v. Chr., und Aristophanes beschreibt sie um 400 v. Chr. Der Hahn galt lange Zeit als ein Symbol des Mutes: Die Römer glaubten, er sei dem Kriegsgott Mars geweiht, und in der ersten Französischen Republik wurde der Hahn als Wappen auserkoren.
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