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Deutsche Übersetzung von Dorothea Heymann-Reder
1. Auflage März 2004
ISBN 978-3-89721-744-7
362 Seiten, PDF 12 MB
EUR10.00
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Auf dem Cover von CVS sind Steppen-Murmeltiere (Marmota bobak) abgebildet. Steppen-Murmeltiere sind in den ausgedehnten, grasbedeckten Steppenlandschaften Südrusslands und Kasachstans beheimatet, ihr Verbreitungsgebiet reicht im Westen bis nach Zentraleuropa. Die Tiere sind zwar etwas größer als ihre nordamerikanischen Gegenstücke, die Schwarzschwanz-Präriehunde, sehen ihnen aber ansonsten sehr ähnlich.
Im Gegensatz zu anderen Murmeltieren, die in den Bergen leben, bevorzugen die Steppen-Murmeltiere sanft hügelige Grasslandschaften oder Feldraine. Als rein tagaktive Tiere sind sie besonders während der kühleren Tageszeiten aktiv. Wenn sie sich aus ihren Bauten herauswagen, dann sieht man in der Regel eines der Tiere sehr aufmerksam auf den Hinterbeinen stehend umherschauen - es ist ein Wachtposten, der beim ersten Anzeichen eines Räubers oder einer anderen Gefahr sofort ein bellendes Geräusch von sich gibt, um die anderen Tiere zu warnen. Haben sich die Murmeltiere erst einmal in ihren Bau zurückgezogen, so wagen sie sich erst nach einem Entwarnungs-Signal wieder hervor. Während des Sommers fressen die Tiere so viel nahrhafte Vegetation, dass sie ihr Gewicht verdoppeln. Die dabei angelegten Fettreserven bringen sie durch den Winter. Steppen-Murmeltiere sind wie alle Murmeltiere sehr sozial. Sie leben in großen Gruppen auf Flächen von sehr unterschiedlicher Ausdehnung zwischen fünf bis fast 5000 Quadratmetern. Diese »Städte« sind in kleinere Stadtbezirke und noch kleinere Cliquen aufgeteilt. Letztere bestehen in der Regel aus einem ausgewachsenem Männchen, ein bis vier erwachsenen Weibchen, und einer beliebigen Anzahl Jungtiere bis zu zwei Jahren. Nach ihrer zweiten Überwinterung verlassen die Jungtiere, die normalerweise in Würfen von fünf oder sechs Geschwistern zur Welt kamen, ihre Geburtsgruppen. Weil die Pelze der Steppen-Murmeltiere als Imitation von Marderpelzen für Hüte, Mäntel und andere Bekleidung Verwendung finden, sind die Tiere durch Pelzjäger gefährdet.
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