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Linux-Firewalls - Ein praktischer Einstieg

Andreas Lessig
Juli 2003
ISBN: 3-89721-357-5

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Hinweise zu Problemen und Fragen im Zusammenhang mit dem Buch oder den Quelltexten. Sollten Sie eine Frage haben, die hier nicht beantwortet wird, oder Anregungen und Tips mit uns teilen wollen, so würden wir gerne von Ihnen hören. Am einfachsten geht das per E-Mail:

kommentar@oreilly.de

FAQ

Errata

Quellen


FAQ

1.1 Hilfe! make perfect läßt meinen Drucker wie wild drucken!

    Betroffene Version: firewall-src-20030703.zip
    Wie Reinhard Holler in [1] schreibt, führt der im Makefile verwendete Befehl
    dvips firewall
    in einigen Installationen dazu, daß keine Datei firewall.ps erzeugt wird, sondern daß das Buch gedruckt wird.
    Als Abhilfe schlägt er vor, in den Zeilen 48, 52 und 65 des Makefiles den Befehl durch
    dvips firewall -o firewall.ps
    zu ersetzen. Ich habe ein neues Makefile an den Verlag geschickt. Es sollte in Kürze zum Download bereitstehen.

1.2 Warum sind die Buchstaben im PDF im Acrobat Reader so verschwommen?

    Betroffene Versionen: firewall-src-20030703.zip und firewall-src-20030827.zip
    Das ist ein bekanntes Problem, das in [1] und [2] ausgiebig diskutiert wurde. Übersetzt man das Buch mit make pdf, so ist die Schrift im resultierenden PDF suboptimal, wenn man es im Acrobat Reader betrachtet:
    Das Problem besteht darin, daß es grundsätzlich zwei Arten von Schriften gibt, Bitmap-Fonts (z.B. .pk-Fonts und Postscript Typ3) und auflösungsunabhängige Fonts (z.B. Postscript Typ 1, TrueType). Während letztere nur die Form beschreiben und dadurch problemlos in jeder beliebigen Größe und Auflösung dargestellt werden können, wurden erstere direkt für eine bestimmte Auflösung erstellt. Will man sie in einer anderen Auflösung darstellen, so leidet dabei die Druckqualität.
    Die TeX-Standardfonts liegen grundsätzlich als Bitmap-Fonts im .pk-Format vor. In moderneren Systemen existieren sie zusätzlich auch als Postscript-Typ1-Fonts.
    dvips verwendet standardmäßig die .pk-Fonts, die es in Postscript-Typ-3-Fonts umwandelt. Dies führt zu dem beschriebenen Problem, wenn das Dokument nach der Umwandlung der Postscript-Datei in ein PDF in einer anderen Auflösung dargestellt werden soll, als der, für die es generiert wurde.
    Methode 1
    Anmerkung: Diese Methode wird seit Version firewall-src-20030907.zip standardmäßig verwendet.
    Nach [4] kann man dvips in vielen Sytemen dazu bringen, statt den .pk-Fonts die Postscript-Version zu benutzen, wenn Sie im Makefile in Zeile 48, 52 und 65 den Befehl
    dvips firewall.dvi -o firewall.ps
    gegen diesen austauschen:
    dvips -Ppdf -G0 firewall.dvi -o firewall.ps
    und in der Datei firewall.tex die Zeile
    \usepackage{ae,aecompl}
    vor der Zeile
    \usepackage{firewall}
    einfügen.
    Hat es funktioniert, so sollte das Ergebnis etwa so aussehen:
    Allerdings existiert in den Versionen firewall-src-20030703.zip und firewall-src-20030827.zip ein kleines Problem, wenn man diese Methode verwendet. Auf Seite 90 sieht man:
    Die schwarzen Quadrate sollten eigentlich Anführungszeichen sein. Wie Ingo Kemper in [1] anmerkt, kann man das Problem beheben, indem man in Zeile 1029 von floppyfw.tex
    \vb{"`8390 ne"'}
    durch
    \verb|"|\vb{8390 ne}\verb|"|
    ersetzt.
    Methode 2
    Alternativ kann man Stylefiles benutzen, die die Standardschriftarten gegen Times, Courier bzw. Helvetica austauschen. Diese Schriften werden ausschließlich im Postscript-Typ-1-Format verwendet. Es existieren keine .pk-Fonts für sie.
    Der TeXnisch korrekte Weg dazu ist laut [3], die folgenden Befehle in firewall.tex einzufügen (am besten direkt nach den anderen \usepackage - Befehlen):
    \usepackage{mathptmx}
    \usepackage[scaled=.90]{helvet}
    \usepackage{courier}
    Dies ergibt das folgende Resultat:
    Die Schriften sind nicht nur ordentlich anzusehen, sie wirken auch moderner als die Standard-TeX-Schriften. Ob man diesen Look mag, oder ob er einen zu sehr an eine bekannte Textverarbeitung erinnert, ist Geschmackssache.
    Methode 3
    Will die Generierung einer anständigen PDF-Datei schließlich überhaupt nicht gelingen, so kann man immer noch statt dem PDF, die DVI- oder die Postscript-Datei benutzen. Öffnet man die Postscript- oder DVI-Datei mit einem der folgenden Befehle
    ghostview firewall.ps &
    gv firewall.ps &
    xdvi firewall.dvi &
    so erhält man folgendes Bild:

2.1 Warum wird Kernel 2.2 beschrieben?

    Die zur Drucklegung aktuelle Debian-Version benutzt standardmäßig einen 2.2er Kernel. Zwar wird auf Wunsch auch ein 2.4er Kernel angeboten, es ist aber die Aussage der Verantwortlichen, daß sie den 2.2er Kernel im Produktivbetrieb empfehlen. Da eine Firewall eine sicherheitskritische Komponente ist, und da Debian sich den Ruf erworben hat, zu den stabilsten Linux-Distributionen überhaupt zu gehören, gehe ich davon aus, daß die Debian-Verantwortlichen ihr Handwerk verstehen und habe deshalb die Passagen zum 2.2er Kernel im Buch belassen.

2.2 Meine Firewall trennt die Verbindung zum Provider nicht automatisch. Woran liegt das?

    Aus einer E-Mail eines Bekannten, dem ich einen Auschnitt meines Buches als Konfigurationshilfe für ISDN geschickt hatte:
    vielen Dank für die Skripte. Scheint so einigermaßen zu funktionieren. Leider habe ich jetzt das Problem, dass mit einer Hangup-Idle Time von 300 Sekunden das Gerät überhaupt nicht mehr auflegt, da andauernd eingehende Scans dafür sorgen, dass die Idle-Time nicht verrint.
    Gibt es eine Option, mit der ich sagen kann, dass zur Betrachtung der Idle Time nur ausgehende Pakete betrachtet werden sollen?
    Dies ist durchaus ein gängiges Problem, da nicht nur echte Port Scans dieses Verhalten erzeugen. Auch wenn man eine dynamische Adresse benutzt, die kurz zuvor einem Teilnehmer an einem Filesharing-Netzwerk zugeteilt war (z.B. eDonkey) kann es passieren, daß die Rechner seiner Tauschpartner, die ihre Downloads nicht beenden konnten, noch lange versuchen, die letzten Dateien zu bekommen. Daher senden Sie immer wieder Verbindungsanfragen, die zu dem beschriebenen Verhalten führen.
    Firewallregeln helfen dagegen nicht, da der pppd die Pakete schon zu sehen bekommt, bevor sie an den Firewalling-Code weitergeleitet werden.
    Modem, DSL
    Der pppd (Modem, DSL) kennt eine Option active-filter (vergl. c't 2/2003, S.184f. und c't 4/2003, S.66).
    Man könnte also mit
    active-filter 'outbound and not icmp[0] == 3 and not tcp[13] & 4 != 0'
    dafür sorgen, daß nur ausgehende Pakete beachtet werden, die auch keine Standardantwort auf eine eingehende Verbindungsanfrage darstellen.
    Das funktioniert allerdings auch nur, wenn der Kernel dies unterstützt (Option CONFIG_PPP_FILTER) und der pppd entsprechend kompiliert wurde (in Makefile.linux '#' vor 'Filter=y' entfernt). In SuSE ist dies ab 7.3 der Fall, wie dies bei Red Hat aussieht, weiß ich nicht. Man kann aber unter Red Hat die Optionen des Standardkernels in der Datei /boot/.config nachschlagen und mit
    strings /usr/bin/pppd | grep active-filter
    nachprüfen, ob die Unterstützung in den Daemon einkompiliert wurde.
    ISDN
    Der ipppd (ISDN) kennt diese Option nicht. Allerdings bin ich zufällig auf die Arbeit eines Patrick McHardy gestoßen, der daran arbeitet, dies zu ändern.
    Er hat Patches für den ipppd und den Kernel 2.4.20. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob sie funktionieren, oder was sie taugen. Ich bin nur darüber gestolpert:
    Dies ist natürlich nur dann eine Lösung, wenn Sie wissen, was Sie tun und vielleicht auch Erfahrung mit der Kernelprogrammierung haben. In Produktivsystemen würde ich Ihnen davon abraten, einen derartig experimentellen Patch zu verwenden.
    Ansonsten kann ich Ihnen leider nur empfehlen, zu DSL zu wechseln, oder einen Vertrag mit Flatrate abzuschließen.
    Es mag Ihnen aber ein kleiner Trost sein, daß Sie mit dem Problem nicht allein stehen. Wie die c't in Heft 4/2003 schreibt, leiden auch viele kommerzielle Router unter dem Problem. Eine Anfrage an die 30 wichtigsten Routerhersteller ergab, daß nur wenige Hersteller "bestätigen [konnten], daß Ihre Router ohne Änderungen funktionierten. Einige fanden den Idle-Timeout überflüssig; ein Produktmanager sagte dazu: 'Wer einen Router ohne Flatrate einsetzt, ist selbst schuld.' Warum seine Geräte dann die Option überhaupt anbieten, konnte er allerdings nicht erklären."

Errata

1. Fehlendes % im Abschnitt Der Bootloader LiLo (nur Druckversion, S.147)

    Auf Seite 147 findet sich das folgende Schema:
    hisax=<typ1>,<dp1>,<pa1>,<pb1>,<pc1>
    [,<typ2>,<dp2>,<pa2>,<pb2>,<pc2>...]
    [,<id1>[<id2>...]]
    Hier fehlt vor <id2> ein %. Es müßte also heißen:
    hisax=<typ1>,<dp1>,<pa1>,<pb1>,<pc1>
    [,<typ2>,<dp2>,<pa2>,<pb2>,<pc2>...]
    [,<id1>[%<id2>...]]
    Das Zeichen ist bei der Umformatierung für den Druck irgendwie abhanden gekommen.
    Kompiliert man das Buch aus den Quellen, tritt der Fehler nicht auf.

2. Fehlerhafter Parameter auf S. 281

    Im Abschnitt "Das Loopback-Interface" auf Seite 281 hat sich ein Druckfehler eingeschlichen. Die zweite Regel müßte statt
    iptables -A OUTPUT -i lo -j ACCEPT
    korrekt
    iptables -A OUTPUT -o lo -j ACCEPT
    lauten. Wir danken dem Leser JK für den Hinweis.

3. Fehler in den for-Schleifen im Skript procconf

    Im Beispielskript procconf ab Seite 154 befindet sich ein Fehler. Die beiden for-Schleifen werden mit end statt mit done abgeschlossen.
    Der Fehler wurde in der Quellenversion firewall-src-20041025.zip behoben. Die Skriptarchive ab Version scripts-20041025.zip enthalten ebenfalls die korrigierte Version des Skripts.
    Wir danken der Leserin Karin Capey für den Hinweis.

Quellen


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