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Effektive Suche im InternetVon Ulrich Babiak4. Auflage Juli 2001 ISBN 3-89721-272-2 240 Seiten |
Bisher haben wir in diesem Buch nur den allgemeinen Oberbegriff »Suchhilfe« verwendet. Dabei sind die existierenden Recherche-Hilfsmittel in ihrem Aufbau und ihrer Funktionsweise sehr vielfältig. Die große Nachfrage hat eine Vielzahl verschiedener kommerzieller und auch akademischer Suchhilfen heranwachsen lassen und beschert diesen Diensten enorm hohe Zugriffszahlen bis hinauf zu mehreren Millionen Anfragen pro Tag.
Die beiden wichtigsten (und deshalb auch meistbenutzten) Typen von Suchhilfen, die Ihnen für Recherchen im Internet zur Verfügung stehen, sind die sogenannten Suchmaschinen und die thematischen Verzeichnisse von Internetressourcen, auch Webkataloge genannt.
Während die Suchmaschinen mit Hilfe automatisierter Verfahren und massiver Computerunterstützung arbeiten, wird das Problem bei der Erstellung von Webkatalogen überwiegend »von Hand«, genauer gesagt mit der intellektuellen Leistung von Menschen, angegangen. Zunehmend wird aus Kostengründen versucht, diese intellektuelle Bearbeitung ebenfalls automatisch durch »intelligente« Systeme erledigen zu lassen - mit bisher mäßigem Erfolg. Einen Schritt weiter gehen die sogenannten Meta-Suchmaschinen, die anschließend vorgestellt werden. Sie erlauben die gleichzeitige Suche in mehreren anderen Suchmaschinen, was die Reichweite der Recherche vergrößert und obendrein noch Zeit spart. Den Abschluß des Kapitels bilden einige Hinweise zu der oft vernachlässigten lokalen Volltextsuche, also der Suche in den Inhalten einer einzigen Website. Sofern der Betreiber einer Website eine solche Suchmöglichkeit bereitstellt, ist sie meist der schnellste Weg direkt zur gesuchten Information.
Ungefähr bis zum Jahr 1999 existierten die meisten Suchhilfen sozusagen in »Reinform« - jeder Anbieter spezialisierte sich auf einen bestimmten Typ. Im Wettbewerb um die Gunst der Benutzer ging man aber seither dazu über, möglichst viele Dienste unter einem Dach anzubieten. Ehemals reine Suchmaschinen legten sich auch Webkataloge zu. Umgekehrt erweiterten die Webkataloge ihr Angebot um Suchmaschinen-Funktionalität.
In der täglichen Praxis ist dieses Vorgehen sogar hilfreich, da Suchergebnisse, die aus beiden Quellen gespeist werden, häufig besser sind. Die Vielzahl der verfügbaren Funktionen geht aber zu Lasten der Übersichtlichkeit: gerade für Neueinsteiger sind die überladenen Homepages schwer zu durchschauen. Anstatt sich in Ruhe mit den verschiedenen Suchmöglichkeiten zu beschäftigen, beschränken sie sich dann notgedrungen auf die erstbeste Suchbox, in die man einen Suchbegriff eingeben kann, was nicht immer der beste Einstieg ist.
Hinter den Kulissen bleibt es aber bei der Spezialisierung, und die Daten für Zusatzdienste werden von Drittanbietern zugekauft oder gemietet. Deshalb werden in den folgenden Abschnitten zunächst jeweils diejenigen Funktionen beschrieben, die die »Kernkompetenz« des jeweiligen Anbieters darstellen. Für die bessere Übersicht sind die jeweils interessanten Bereiche in den Screenshots hervorgehoben, damit wir uns auf das Wesentliche konzentrieren können.
Die Webkataloge oder thematischen Verzeichnisse sind ein guter Einstiegspunkt für Internet-Neulinge und gleichzeitig eine wichtige Startrampe für weitergehende Recherchen.
Zunächst eine Begriffsklärung: Gemeint sind solche Dienste, die Kurzbeschreibungen und URLs anderer Internetressourcen in einem »Katalog« zusammenfassen und sie benutzerfreundlich und anklickbar nach Themengebieten ordnen. Die englischen Begriffe hierfür sind »subject tree« oder »subject catalog«. Hier sollen zunächst einmal solche Verzeichnisse besprochen werden, die möglichst alle Themengebiete umfassen.
Diese Abgrenzung ist wichtig, weil Zusammenstellungen zu einzelnen Themen zuhauf im Internet zu finden sind. Fast jede Website enthält an der einen oder anderen Stelle auch Listen mit Verweisen auf andere »interessante« Dienste. Als genereller Einstiegspunkt für Recherchen sind solche Zusammenstellungen jedoch nicht sinnvoll nutzbar, denn sie gelten jeweils nur für eingeschränkte Themengebiete.
Demgegenüber sind die hier erläuterten Webkataloge für den Einstieg in Recherchen zu beliebigen Themen geeignet, weil ihre Betreiber den Anspruch haben, möglichst viele (im Idealfall alle) Themengebiete zu erfassen.
Manchmal wird für diese Art der Aufbereitung die Bezeichnung »Yellow Pages« verwendet - eine sehr anschauliche Analogie. In den Gelben Seiten sind die Unternehmen einer Stadt nicht alphabetisch wie im normalen Telefonbuch, sondern nach Branchen geordnet aufgeführt. So können Sie alle Unternehmen einer bestimmten Branche sofort finden, ohne ihren Namen zu kennen.
Übertragen auf die Webkataloge bedeutet dies, daß die Informationen dort nach Kategorien geordnet sind. Sie können sie finden, ohne sich um Titel, Bezeichnungen, URLs oder Stichwörter kümmern zu müssen. Sie müssen lediglich die Startseite des Katalogs kennen und »blättern« von dort aus die Kategorien durch, die Sie interessieren. Im Gegensatz zu den Gelben Seiten sind aber in den Verzeichnissen, die in diesem Abschnitt besprochen werden, nicht nur Firmen und Unternehmen, sondern alle Arten von Internetangeboten enthalten.
Ebenso wie bei den Suchmaschinen gibt es bei den Webkatalogen viele kommer-zielle Betreiber, die miteinander konkurrieren. Die Benutzung ist für Suchende und auch für die Eintragungen im allgemeinen kostenlos; die Finanzierung erfolgt hauptsächlich durch Werbung und andere Zusatzdienste.
Die Anbieter wenden bei der Aufnahme von Einträgen in ihre Verzeichnisse unterschiedliche Konzepte an. Einige verlassen sich ausschließlich auf eigene Redaktionen, die das Internet nach interessanten und nützlichen Angeboten durchsuchen und diese in die passenden Kategorien aufnehmen. Andere erlauben auch den Betreibern von Internetangeboten, diese Angebote selbst in eine oder mehrere Kategorien einzutragen. Ergänzend zu diesen beiden Methoden wird auch versucht, mit Hilfe von Suchrobotern eine automatische Einordnung vorzunehmen.
Alle Webkataloge sind hierarchisch aufgebaut. Das bedeutet, daß es jeweils eine grobe Themenunterteilung mit Oberkategorien (etwa Wirtschaft, Wissenschaft, Unterhaltung, Regionales o.ä.) gibt. Diese Kategorien enthalten dann wiederum Untergruppen mit weiteren Untergliederungen. Sie bewegen sich also immer vom Allgemeinen zum Speziellen.
Wie viele hierarchische Ebenen es gibt, hängt von der Größe des Verzeichnisses und der Anzahl von Einträgen in den einzelnen Kategorien ab. Die Aufteilung in Unterrubriken erfolgt, um die einzelnen Rubriken nicht zu groß und damit zu unübersichtlich werden zu lassen. Wächst eine Kategorie zu stark an, wird sie in speziellere Untereinheiten aufgeteilt.
Sie kennen diese Methode auch von der Aufstellung von Büchern in Bibliotheken: Dort werden Bücher nach Sachgebieten aufgestellt. Wenn Sie ein Buch zu einem bestimmten Thema suchen, gehen Sie erst zu dem Regal der entsprechenden Sachgruppe, suchen dann die passende Untergruppe und können schließlich die Bücher dieser Gruppe nacheinander durchsehen, bis Sie das passende gefunden haben.
Genauso funktioniert auch die Orientierung in thematischen Internetverzeichnissen: Sie suchen sich die am besten passende Oberkategorie aus, lassen sich anzeigen, welche Unterkategorien es gibt, suchen sich davon wiederum die erfolgversprechendste aus und machen so lange weiter, bis Sie schließlich bei den Verweisen auf die Originalquellen angelangt sind.
Die Webkataloge sind vor allem dann der geeignete Einstiegspunkt, wenn Sie nicht unbedingt eine konkrete Information suchen (für die vielleicht zunächst eine Stichwortsuche mit einer Suchmaschine in Frage käme), sondern wenn Sie sich zunächst einen Überblick verschaffen wollen, was es in einem bestimmten Bereich für Internetangebote gibt.
Der besondere Nutzen der Webkataloge besteht darin, daß sie inhaltlich zusammengehörende Internetangebote gesammelt auflisten. Wenn Sie also Informationen zu einem bestimmten Thema suchen und eine dazu passende Kategorie in einem Webkatalog existiert, haben Sie einen guten Ausgangspunkt mit vielen Verweisen auf Internetangebote zu diesem Thema. Wenn Sie in einem Webkatalog einen Eintrag gefunden haben, der für Sie relevant ist, können Sie von dort aus sowohl verwandte Angebote als auch über- und untergeordnete Bereiche durchstöbern.
Auch die »Filterfunktion« von Webkatalogen ist sehr nützlich: Für jede eingetragene Website gibt es nur einen Eintrag - Webkataloge bieten also einen strukturierten Überblick über die Angebote im Internet.
In Tabelle 3-1 finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Webkataloge. Kurze Beschreibungen und Hinweise zur Benutzung finden Sie im Anschluß. In Anhang B, Die wichtigsten URLs im Überblick, finden Sie noch weitere, hier nicht näher beschriebene Webkataloge.
| Yahoo! | http://www.yahoo.com/ (1,5 Mio E Fussnoten 1 / 25.000 K Fussnoten 2) |
Alle Themengebiete, prinzipiell weltweit, aber Schwerpunkt auf angloamerikanischen Ressourcen |
| Looksmart | http://www.looksmart.com/ (2 Mio E / 200.000 K) |
Wie Yahoo, liefert seine Daten an andere Anbieter (z.B. Alta Vista, Excite, MSN) |
| Open Directory | http://www.dmoz.org/ (2,5 Mio E / 360.000 K) |
Alle Themengebiete, weltweite Abdeckung, nichtkommer-zieller Dienst, wird von vielen Anbietern als Datenquelle genutzt |
| Deutschsprachige Verzeichnisse | ||
| Web.de | http://web.de/ (400.000 E / ca. 27.000 K) |
Verzeichnis deutscher Angebote aller Themengebiete, viele Zusatzdienste |
| Yahoo Deutschland | http://www.yahoo.de/ (250.000 E / 25.000 K) |
Verzeichnis deutscher Angebote, Querverbindungen zu Yahoo USA |
| DINO-Katalog | http://www.dino-online.de/ (290.000 E / 49.000 K) |
Verzeichnis deutscher Angebote aller Themengebiete, Regionalverzeichnisse vorhanden |
| Allesklar | http://www.allesklar.de/ (250.000 E / 10.000 K) |
Verzeichnis deutscher Angebote aller Themengebiete, gute Aufteilung nach Regionen |
| Fussnoten 1 E = Anzahl der Einträge Fussnoten 2 K = Anzahl der Kategorien |
Ein wichtiger Hinweis vorab: Die schnell wachsende Anzahl von Websites kann von den Betreibern von manuell gepflegten Webkatalogen nicht in angemessener Zeit erfaßt und »katalogisiert« werden. Daher sollten Sie nicht davon ausgehen, daß eines dieser Verzeichnisse auch nur annähernd vollständig oder aktuell ist! Verwenden Sie deshalb bei Ihren Recherchen immer mehrere Verzeichnisse.
Zwei Webkataloge sollen an dieser Stelle etwas genauer beschrieben werden: Yahoo als das größte und populärste Angebot, das weltweit 23 länderspezifische Ausgaben unterhält (alle nach dem gleichen Schema zu benutzen) und das Open Directory als nichtkommerzielle Zusammenstellung. Diese Auswahl dient nur dazu, beispielhaft die Benutzung solcher Verzeichnisse zu beschreiben - die anderen in Tabelle 3-1 genannten Verzeichnisse sind von vergleichbarer Qualität und werden ebenfalls zur regelmäßigen Nutzung empfohlen.
Die US-Ausgabe von Yahoo ist nicht nur der älteste, sondern auch der wohl meistgenutzte und populärste Webkatalog. Er umfaßt nach Angaben der Betreiber inzwischen über 1,5 Millionen Einträge. Die Größe und die daraus resultierende Popularität von Yahoo macht es für alle Internetanbieter zur Pflichtaufgabe, sich hier einzutragen - eine unangenehme Pflicht, denn oftmals dauert die Bearbeitung unangemessen lange.
Der Aufbau ist übersichtlich (vgl. Abbildung 3-2): Die 14 Hauptkategorien sowie die wichtigsten Unterkategorien sind auf der Einstiegsseite auf einen Blick auszumachen. Die hierarchische Einteilung von Yahoo bietet ein umfangreiches System von Querverweisen zwischen einzelnen Kategorien. So finden Sie zum Beispiel die Schallplattenfirmen nicht nur über die »Business«-Kategorien, sondern auch über Querverweise unter »Entertainment«/»Music«. Es gibt bei Yahoo also mehrere Wege zum gleichen Ziel, und dies erleichtert es Ihnen, solche Unterkategorien zu finden, die nicht eindeutig einer bestimmten Hierarchie zuzuordnen sind.
Eine zusätzliche praktische Form von Querverweisen bietet Yahoo Deutschland (ebenso alle anderen fremdsprachigen Ausgaben): Wenn Sie eine interessante Kategorie im deutschen Verzeichnis gefunden haben, können Sie direkt zur entsprechenden Stelle im Original-Yahoo springen. So können Sie Ihre Recherche erst in deutscher Sprache durchführen und anschließend prüfen, ob weltweit noch weitere ähnliche Ressourcen abrufbar sind (Abbildung 3-5).
Das ODP ist das weltweit größte thematische Verzeichnis und gleichzeitig ein Sonderfall mit besonderem Aufbau und Konzept. Der Begriff »Open« im Namen steht zum einen dafür, daß hier nicht eine einzelne Firma mit festangestellten Redakteuren das Verzeichnis erstellt. Statt dessen betreut eine große Zahl von Freiwilligen (mehr als 30.000) jeweils nur einige wenige der über 350.000 Kategorien. Offen ist aber auch die Verwertung des so entstandenen Verzeichnisses für jedermann: Die komplette Datenbank kann live genutzt oder jeweils tagesaktuell heruntergeladen werden, um zum Aufbau eigener Dienste verwendet zu werden.
Die Qualität und Aktualität einzelner Rubriken steht und fällt natürlich mit der Qualifikation, der Objektivität und dem Engagement des jeweiligen Betreuers. Dennoch ist die gebündelte Arbeitskraft so vieler Zuarbeiter weitaus größer, als ein kommerzielles Unternehmen je finanzieren könnte.
Der Datenbestand des ODP ist zumindest - wohl auch unter Kosten-Nutzen-Aspekten - so gut, daß er von renommierten Anbietern wie Google, Lycos, Hotbot oder dem Microsoft Network (MSN) zur Abrundung des eigenen Angebots verwendet wird.
Prinzipiell ist das ODP thematisch und geographisch unbeschränkt; der Schwerpunkt liegt jedoch auf englischsprachigen Ressourcen. Anderssprachige Websites werden unterhalb der Rubrik World einsortiert. Der deutschsprachige Zweig ist aber auch direkt unter http://www.dmoz.de/ abrufbar.
Einige ODP-Nutzer ergänzen die Rohdaten durch eigene Anwendungen mit zusätzlichen Leistungsmerkmalen. Abbildung 3-6 zeigt etwa, wie Google die Reihenfolge der Einträge, die im Original alphabetisch und somit nicht aussagekräftig ist, durch selbsterstellte Relevanzberechnungen verbessern will.Fussnoten 2
Neben dem bereits erwähnten deutschen Yahoo-Ableger (http://www.yahoo.de/) sind die größten und bekanntesten deutschen Verzeichnisse DINO (http://www. dino-online.de/) und Web.de (http://web.de/). Aufbau und Benutzung dieser beiden Verzeichnisse entsprechen prinzipiell denen von Yahoo; jeder dieser drei Anbieter stellt seine eigene Mischung aus Webkatalog und Zusatzdiensten zusammen, wobei Web.de eindeutig das umfangreichste Portfolio hat. Eher schlicht gibt sich dagegen der kleinere Anbieter allesklar.de (http://www.allesklar.de/), der dafür mit einer gut gemachten Regionalaufteilung dienen kann. Für alle deutschen Städte werden unter dem URL http://www.meinestadt.de/ die jeweiligen Einträge auch gesondert (und wiederum nach Kategorien sortiert) ausgewiesen.
Durch die Beschränkung auf deutsche Angebote erschließen diese Verzeichnisse den deutschsprachigen Teil viel besser und gründlicher als die internationalen Verzeichnisse mit angloamerikanischem Schwerpunkt. Das macht sie zu hervorragenden Einstiegspunkten, wenn Sie auf englische bzw. internationale Dokumente verzichten können oder wenn Sie gezielt deutschsprachige Angebote suchen.
Um das Recherchieren in Webkatalogen zu demonstrieren und die Unterschiede zu den Stichwortrecherchen bei Suchmaschinen zu zeigen (die im Anschluß besprochen werden), sehen wir uns die Suche in einem Webkatalog einmal genauer an.
Eine Vorbemerkung: Wenn Ihr Thema nicht eindeutig »deutsch« ist, müssen Sie abwägen, welche Verzeichnisse Sie benutzen. Wenn Sie deutschsprachige Ergebnisse bevorzugen, sollten Sie mit den deutschen Verzeichnissen beginnen. Für eine umfassende Recherche zu einem Thema sollten Sie anschließend auch in den internationalen Verzeichnissen suchen.
Bei der Benutzung von Webkatalogen gibt es zwei Alternativen: die Stichwortsuche innerhalb des Verzeichnisses oder das schrittweise Verzweigen von den all-gemeinen zu den speziellen Kategorien. Bei gezielten Recherchen ist die Stichwortsuche sinnvoller; wenn Sie sich auch einen Überblick über das thematische Umfeld verschaffen wollen, sollten Sie dagegen durch die Kategorien »wandern«.
Je größer ein Verzeichnis wird, um so schwieriger ist es, die Kategorien genau gegeneinander abzugrenzen und neue Einträge konsistent, also übereinstimmend mit den bisherigen, einzusortieren. Hinzu kommt aus der Sicht des Suchenden das zusätzliche Problem, daß es in jedem Webkatalog eigene Kategorieeinteilungen gibt, auf die man sich jeweils neu einstellen muß.
Würden Sie beispielsweise das Internetangebot einer Sportzeitschrift eher unter »Sport« oder unter der Kategorie »Medien« vermuten? Findet man Informationen zum Personalmarketing eher in den wissenschaftlichen Kategorien bei der Betriebswirtschaft oder eher unter »Wirtschaft«? Wenn ein Thema sich nicht ganz eindeutig einer der Oberkategorien zuordnen läßt, die auf der Einstiegsseite eines Webkataloges angeboten werden, fällt die Wahl schwer. Sie müßten also mehrere Anläufe unternehmen, bis Sie die passende Unterkategorie gefunden haben. Und wie wäre es, wenn Redakteurin X die Sportzeitschrift A in die »Sport«-Kategorie einordnet, während Redakteur Y die Sportzeitschrift B unter »Medien« auflistet?
Der Ausweg aus dieser Zwickmühle ist die Stichwortsuche innerhalb der Kategorien der Webkataloge. Mit diesem Hilfsmittel können Sie schnell feststellen, in welcher Kategorie des Verzeichnisses sich die passenden Einträge befinden oder ob es zum gesuchten Thema sogar eigene Kategorien gibt. Sie geben einen Suchbegriff ein und erhalten als Ergebnis diejenigen Kategorien, in denen der Suchbegriff vorkommt. Anschließend können Sie dann in diese Kategorie verzweigen und sich ansehen, welche inhaltlich verwandten Informationen dort außerdem noch aufgeführt sind.
Im nächsten Abschnitt werden Sie Suchmaschinen kennenlernen, mit denen Sie das gesamte Internet (oder jedenfalls große Teile davon) durchsuchen können. Die Stichwortsuche in Webkatalogen unterscheidet sich davon in einem wesentlichen Punkt: Es werden zunächst nur die Einträge und Kategorien im Webkatalog selbst durchsucht. Es ist sehr wichtig, den Unterschied zwischen diesen beiden Varianten der Stichwortsuche zu kennen, damit keine Mißverständnisse bei der Suche aufkommen!
Zu jeder Website, die in einem Webkatalog eingetragen ist, gibt es jeweils nur eine sehr kurze Beschreibung - gleichgültig, ob es sich um ein riesiges Angebot mit vielen tausend Seiten handelt oder nur um eine kleine private Homepage. Das bedeutet, daß Ihre Suchbegriffe nicht zu speziell sein dürfen, wenn Sie etwas finden wollen, denn nur die wenigen Wörter, die in diesen kurzen Beschreibungen stekken, können gefunden werden.
Wenn Sie also zum Beispiel eine Stichwortsuche in Web.de durchführen, werden »nur« die knapp 400.000 URLs mit den dazugehörigen Kurzbeschreibungen durchsucht, die in Web.de gespeichert sind.
Um die Ergebnisse einer Stichwortsuche in einem Webkatalog konkret zu zeigen, sehen wir uns einmal die Suche nach Informationen zum Thema Akupunktur bei Web.de an. Das Vorgehen bei einer solchen Suche ist prinzipiell bei allen Katalogen gleich. Was für Web.de gilt, kann man auch auf die anderen Anbieter übertragen.
Auf der Einstiegsseite gibt es ein Eingabefeld für Suchbegriffe, in das nun das Stichwort »Akupunktur« eingetragen werden kann, um die Suche zu starten. Das Suchergebnis sehen wir in Abbildung 3-8.
Zunächst müssen wir überhaupt erst einmal das Suchergebnis finden - es versteckt sich zwischen einer Vielzahl weiterer Angebote, die Web.de zu unserer Suchanfrage präsentiert. Zur besseren Übersicht sind daher die einzelnen Bereiche in Abbildung 3-8 numeriert.
Bereich 1 enthält eine Reihe von »Karteireitern«, mit denen Sie zwischen verschiedenen Ansichten umschalten können. Mit einem Klick auf den jeweiligen Reiter beschränken Sie die Anzeige entweder auf die Kategorien oder auf einzelne Einträge in Web.de, in denen der Suchbegriff vorkommt. Beim Anklicken der Reiter »dt. Webseiten« oder »int.Webseiten« wird Ihre Suche an eine andere deutsche oder internationale Suchmaschine weitergereicht.
Bereich 2 ist dem Kommerz gewidmet - hier sind Werbelinks oder Links zu Kooperationspartnern eingeblendet. Beim Anklicken wird der Suchbegriff an den jeweiligen Partner weitergegeben, so daß dann dort nach Angeboten oder Produkten dazu gesucht werden kann.
Der Bereich 3 enthält Hinweise auf andere Rubriken bei Web.de, die im Zusammenhang mit der Suche interessant sein könnten, und erst danach finden wir das Ergebnis unserer Suche in den Kategorien von Web.de.
Es zeigt, daß für den Suchbegriff »Akupunktur« eine eigene Kategorie existiert (Bereich 4), anschließend werden die ersten 15 Einzeleinträge aufgelistet, in denen das Wort vorkommt (Bereich 5). Da es noch weitere Treffer gibt, erscheint weiter unten die Möglichkeit zum Weiterblättern (6) oder - als Alternative - nochmals eine Möglichkeit, die Anfrage an eine deutsche Suchmaschine (7) oder einen der unzähligen Kooperationspartner (8) weiterzureichen.
Es bedarf einiger Übung, sich aus diesem Überfluß das Notwendige herauszupicken. Beschränken wir uns zunächst darauf, die Kategorien und Einträge des Webkatalogs zu benutzen. Ausgehend vom Suchergebnis haben Sie nun zwei Möglichkeiten. Wenn Ihnen die erzielten Treffer vielversprechend erscheinen, können Sie direkt die angezeigten Dokumente von der Originalquelle abrufen, denn die Treffer sind als anklickbare Hyperlinks dargestellt, die auf die Quelle verweisen.
Alternativ dazu können Sie aber auch zu den jeweiligen Rubriken von Web.de springen, in denen die Treffer einsortiert sind (Bereich 3 oder 4). Dort können Sie dann nach ähnlichen oder ergänzenden Informationen suchen. So wird also die Stichwortsuche nur benutzt, um zunächst die passende Unterkategorie für Ihre Suche ausfindig zu machen. Anschließend wechseln Sie dann in diese Kategorie und sehen sich an, was dort sonst noch an verwandten Ressourcen erfaßt ist.
Ob Sie darüber hinaus noch die diversen Alternativ- oder Werbeangebote nutzen (also die Internet KeywordsFussnoten 3 oder die Bereiche 2, 7 und 8) hängt jeweils davon ab, ob Sie tatsächlich am Kauf bestimmter Produkte interessiert sind oder Ihre Anfrage nochmals an andere Suchdienste stellen wollen.
Nichts verärgert einen Suchenden mehr als die schlichte Antwort »Null Treffer«. Damit die Webkataloge bei zu speziellen Anfragen nicht mit leeren Händen dastehen, holen sie sich Hilfe bei den »großen« Suchmaschinen. Das kann auf den ersten Blick verwirrend sein - Sie suchen etwas bei Web.de und erhalten das Ergebnis von der Suchmaschine FAST. Auf die gleiche Weise reicht Allesklar die Anfragen an Fireball weiter, Yahoo fragt bei Google nach, und Dino verwendet die Suchmaschine Speedfind als Retter in der Not. Das ist an sich zwar eine gute Sache, allerdings fällt es nicht sofort ins Auge - achten Sie daher immer auf die Ergebniszusammenfassung, die Sie nach einer Suche angezeigt bekommen. Wurde Ihre Suchanfrage durchgereicht, so war sie zu speziell. Verwenden Sie also einen anderen oder einen allgemeineren Suchbegriff.
Hier folgt ein Beispiel für das Weiterreichen bei Yahoo: Die Suche nach dem sehr speziellen Fachterminus »Isohypsen« hat im Yahoo-Katalog keine Treffer gebracht. In der Ergebnisübersicht teilt bereits die Überschrift mit, daß eine »web-weite Suche« durchgeführt wurde. Die beiden Kästen »Kategorien« und »Web-Sites« sind nicht hervorgehoben, dafür aber der Kasten »Web-weite Suche« (siehe Abbildung 3-9).
So oder ähnlich kennzeichnen auch die anderen Webkataloge die Ergebnisse aus externen Quellen - werfen Sie also immer auch einen kurzen Blick auf die Ergebniszusammenfassung, bevor Sie sich den Treffern zuwenden.
Die zweite Methode, sich in einem Webkatalog zu bewegen, ist die Navigation von Kategorie zu Kategorie.
Sieht man sich die Oberkategorien an, die Web.de anbietet, so käme am ehesten die Kategorie »Gesundheit und Medizin« in Frage, um dort eventuell weiter nach »Alternativer Medizin« oder »Akupunktur« zu suchen.
In Abbildung 3-10 finden Sie ein Beispiel für das Navigieren in einem Webkatalog.
Oftmals ist zwar die Kategorien-Zuordnung eines gesuchten Themas nicht leicht vorauszusehen, so daß man unter Umständen mehrere Anläufe nehmen muß. Aber wie schon gesagt ist das Wandern durch den Katalog ja eher dazu gedacht, sich einen Überblick über die verwandten Bereiche zu verschaffen - für konkrete Anfragen ist die Stichwortsuche geeigneter.
Es ist unmöglich, den Gesamtumfang der im Internet verfügbaren Dokumente genau festzustellen. Eine der ersten umfangreichen Studien hierzu, die im April 1998 in der Zeitschrift Science erschien, ermittelte einen Schätzwert von etwa 320 Millionen Dokumenten. Aktuelle Studien schätzen den Umfang der direkt erreichbaren Dokumente, die von Suchmaschinen erfaßt werden können, heute auf nahezu eine Milliarde.Fussnoten 4
Suchmaschinen bieten Ihnen die Möglichkeit, mit einer einzigen Abfrage den Inhalt dieser riesigen Menge im Volltext zu durchsuchen. »Volltext« bedeutet, daß jedes einzelne Wort auf den erfaßten Seiten gesucht werden kann. Allerdings muß betont werden, daß es keine Suchmaschine gibt, die auch nur annähernd alle Dokumente erfassen kann. Schätzungen zufolge ist selbst bei den größten Suchmaschinen nur eine Abdeckung von maximal 30-40 % Fussnoten 5 zu erzielen.
Für den deutschen Sprachraum gibt es keine vergleichbaren Untersuchungen zur Anzahl der abrufbaren Dokumente. Als Anhaltspunkt möge die Zahl von knapp 35 Millionen Dokumenten dienen, die der deutsche Ableger der Suchmaschine AltaVista im April 2001 in seinem Index erfaßt haben will.Fussnoten 6
Das Prinzip, nach dem die Suchmaschinen arbeiten, klingt relativ einfach: Man schickt einen oder mehrere Suchbegriffe an eine Suchmaschine und bekommt als Ergebnis eine Liste mit Verweisen auf Dokumente, in denen diese Suchbegriffe vorkommen.
In der Praxis ist es natürlich nicht ganz so leicht - der Knackpunkt ist nicht allein das Finden von Treffern, sondern die richtige Sortierung. Damit zu jeder Anfrage die wichtigsten oder »besten« Treffer gleich am Anfang erscheinen, müssen die Suchmaschinen komplizierte Berechnungen anstellen. In Kapitel 6, Hinter den Kulissen: Wie Suchmaschinen funktionieren, erfahren Sie mehr zu diesem Thema.
Für die Erstellung der Datenbanken durchkämmen automatisch arbeitende Programme, sogenannte »Robots« oder »Spider«, das World Wide Web. Sie sammeln alle erreichbaren Dokumente ein und speichern sie in großen Datenbanken. Auch hierzu finden Sie weitere Informationen in Kapitel 6.
Die hohen Abrufzahlen, die eine gute Suchmaschine erzielen kann, sind die Basis für ihre Finanzierung. Suchmaschinen werden von kommerziellen Unternehmen betrieben. Ihre Nutzung selbst ist im allgemeinen kostenlos und Gewinn soll durch Werbe- und Lizenzeinnahmen erzielt werden.
Dabei ist nicht nur die Einblendung von Werbegrafiken interessant, sondern auch die gezielte Hinführung der Benutzer auf andere Dienste des Betreibers oder seiner Schwesterunternehmen und Ko-operationspartner.
Es gibt eine Handvoll etablierter Suchmaschinen, die sich mit großem Aufwand an Hard- und Software der Sisyphusaufgabe widmen, möglichst vollständige Datenbanken aller im Internet abrufbaren Dokumente zusammenzustellen, und zu diesem Zweck rund um die Uhr das gesamte WWW und andere Internetdienste durcharbeiten. Daneben gibt es eine wachsende Anzahl kleinerer Suchmaschinen, die entweder nur Dokumente einer Sprache, eines Themengebietes oder einer bestimmten Region erfassen, also beispielsweise nur wissenschaftliche Dokumente von Universitätsservern oder nur Stellenangebote.
Grundsätzlich eignen sich Suchmaschinen zwar für fast alle Recherchen, aber gerade weil die Menge der durchsuchten Dokumente bei Suchmaschinen so groß ist, sind insbesondere bei allgemein formulierten Suchanfragen die Treffermengen zu groß und zu ungenau. Viel besser ist es, Suchmaschinen für die Suche nach konkreten Daten oder Informationen, nach Personen, Institutionen oder Produkten zu verwenden - also für die Suche nach Dingen oder Sachverhalten, die man mit einigen Stichwörtern oder Fachbegriffen präzise beschreiben kann. Auch tagesaktuelle Informationen können Sie in Suchmaschinen nicht erwarten, da es immer eine gewisse Zeitverzögerung zwischen der Veröffentlichung von Dokumenten und ihrer Erfassung in Suchmaschinen gibt.
Suchmaschinen bieten viele Möglichkeiten, die Suche nach bestimmten Kriterien einzugrenzen - etwa nach Datum oder Sprache, nach Ländern, nach bestimmten Dateitypen wie Bildern oder Videos oder auch nach Vorgaben wie z.B. dem Vorkommen eines Suchbegriffs im Titel eines Dokuments. Immer dann, wenn solche zusätzlichen Funktionen benötigt werden, muß eine Suchmaschine eingeschaltet werden. In Kapitel 7, Profitechniken für die Stichwortsuche, erfahren Sie mehr über diese Sonderfunktionen.
In der Tabelle 3-2 sind die wichtigsten Suchmaschinen aufgeführt, die Sie kennen sollten. Die Auswahl der hier genannten Suchmaschinen erfolgte unter dem Aspekt, daß möglichst viele der verschiedenen Funktionen abgedeckt werden, die die zahl-reichen Suchmaschinen bieten.
Daß bei der Beurteilung der Qualität von Suchmaschinen auch persönliche Vorlieben eine Rolle spielen, wurde bereits im vorigen Kapitel erwähnt - Sie sollten also ruhig ein bißchen herumexperimentieren, bevor Sie sich für Ihre persönlichen Favoriten entscheiden. Die hier besprochenen Top-Suchmaschinen haben alle ihre Stärken und Schwächen - eine absolute Nummer eins kann es nicht geben. Daneben gibt es noch eine Reihe ebenfalls empfehlenswerter Suchmaschinen, die in Anhang B, Die wichtigsten URLs im Überblick, aufgeführt sind. In Kapitel 5, Spezielle Suchhilfen, erfahren Sie übrigens auch, wo und wie Sie noch mehr Suchmaschinen und andere Suchhilfen finden können.
Einige internationale Suchmaschinen haben auch deutschsprachige Websites. In der Regel sind das übersetzte und an lokale Gegebenheiten angepaßte Versionen der Originalseiten (was beim empfehlenswerten Studium der Hilfe-Seiten nützlich ist). Zunehmend gibt es auch erweiterte deutsche Inhalte mit zusätzlichen Diensten. Hinzu kommt dann jeweils die Möglichkeit, die Suche entweder auf deutschsprachige Dokumente einzuschränken oder international zu suchen.
Die Gemeinsamkeit dieser deutschsprachigen Ableger ist, daß sie trotz der deutschen Fassade für die Suche auf die gleiche Datenbank zugreifen wie das jeweilige Original. Da aber der Fokus dieser Originalsuchmaschinen nicht speziell auf deutsche Inhalte gerichtet ist, werden viele deutsche Websites und -seiten nicht erfaßt. Andererseits sind diese internationalen Suchmaschinen wiederum um ein Mehrfaches größer als die deutschen Suchmaschinen und enthalten daher auch eine große Zahl deutscher Sites. Sie können also auch die internationalen Suchmaschinen für die Suche nach deutschen Dokumenten verwenden.
Die in Tabelle 3-2 genannten deutschen Suchmaschinen erfassen deutschsprachige Inhalte in eigenen, gesondert hergestellten Datenbanken. Sie sind also für die Suche nach deutschsprachigen Inhalten besonders geeignet. Vergessen Sie aber nicht, daß keine Suchmaschine es schafft, alle Dokumente zu erfassen - verwenden Sie gegebenenfalls also auch die deutschen Ableger der internationalen Suchmaschinen oder eine Meta-Suchmaschine. Nur so können Sie einen möglichst großen Teil der deutschsprachigen Websites bei der Suche abdecken.
Nun wollen wir eine erste Proberecherche machen, um die Funktionsweise von Suchmaschinen kennenzulernen. Im hier gezeigten Beispiel werden dafür die deutsche Suchmaschine Fireball und die internationale Suchmaschine Northern Light verwendet. Sie können für diese Probe aber auch andere Suchmaschinen verwenden. Wenn Sie ein bißchen Zeit übrig haben, können Sie auch gleich mehrere Suchmaschinen mit der gleichen Anfrage ausprobieren, um sich so einen ersten Eindruck von den Unterschieden zu verschaffen.
Für die Proberecherche suchen wir in der deutschen Suchmaschine Fireball nach Informationen zur Rechtschreibreform und in der internationalen Suchmaschine Northern Light nach Informationen zum Thema »raytracing«. Beides sind recht allgemeine Suchbegriffe, die relativ viele Treffer erwarten lassen - sehen wir uns einmal an, wie die Suchmaschinen die Ergebnisse aufbereiten.
Außer dem Texteingabefeld, in das die Suchbegriffe eingetragen werden, gibt es meist noch Auswahlmöglichkeiten, die die Suche selbst oder die Ausgabe der Ergebnisse beeinflussen. Bei Fireball können Sie beispielsweise auswählen, ob die eigene deutsche Datenbank durchsucht werden soll oder ob die Anfrage an AltaVista weitergereicht werden soll, um anderssprachige Dokumente zu suchen. Bei anderen Suchmaschinen gibt es ähnliche Auswahlmöglichkeiten. Wählen Sie jeweils die gewünschte Option aus.
Denken Sie bei der Auswahl der Suchbegriffe daran, daß die Datenbanken der Suchmaschinen hunderte Millionen von Dokumenten enthalten. Deshalb müssen Sie versuchen, möglichst spezifische Stichwörter zu benutzen, um nicht zu viele irrelevante Treffer zu erzielen. Allgemeine Begriffe wie »Musik«, »Tiere« oder »Kunst« sind nicht für die Suche in Suchmaschinen geeignet! Versuchen Sie statt dessen, Suchbegriffe zu finden, die ganz genau beschreiben, was Sie suchen.
Sie sollten beispielsweise »Zwölftonmusik« anstelle von »Musik« verwenden, »Spitz-maus« statt »Tier« oder »Fluxus« statt »Kunst«. Wenn Sie mit den so erzielten Treffern nicht zufrieden sind oder nichts gefunden haben, können Sie schrittweise andere und allgemeinere Begriffe verwenden.
Noch ein Wort zur Sprache: Die in Tabelle 3-2 aufgeführten internationalen Such-maschinen erfassen die Dokumente ohne Rücksicht auf ihre Sprache oder den geographischen Ort, an dem sie abgelegt sind. Hier kann man also in allen Sprachen suchen. Die deutschen Suchmaschinen nehmen dagegen auch nur deutschsprachige Dokumente auf. Achten Sie deshalb darauf, daß die Sprache des Suchbegriffs zur benutzten Suchmaschine bzw. zur ausgewählten Datenbank paßt. In Kapitel 8, Recherche-strategien, wird noch genauer auf die Auswahl guter Suchbegriffe eingegangen.
Die Groß- und Kleinschreibung von Suchbegriffen wird bei den meisten Suchmaschinen ähnlich behandelt. Merken Sie sich folgende Faustregeln:
Klein geschriebene Suchbegriffe finden sowohl klein als auch groß geschriebene Wörter (Beispiel: Der Suchbegriff »essen« findet »essen«, »Essen«, »eSSen«).
Groß geschriebene Suchbegriffe finden nur groß geschriebene Wörter (Beispiel: Der Suchbegriff »Windows« findet nur »Windows«, nicht »windows«; der Suchbegriff »USA« findet nur »USA«, nicht »Usa« oder »usa«).
Verwenden Sie also im allgemeinen die Kleinschreibung, vor allem auch bei englischen Suchbegriffen. Bei Eigennamen, Abkürzungen und Produkten sollten Sie dagegen die Großschreibung verwenden, insbesondere dann, wenn es auch gleichlautende Wörter in anderen Sprachen gibt (z.B. »Photoshop«, »MTV«, »Windows Millenium«).
In Kapitel 6, Hinter den Kulissen: Wie Suchmaschinen funktionieren, erfahren Sie mehr über die Funktionsweise von Suchmaschinen; vorab sei jedoch bereits erwähnt, daß die Entwickler von Suchmaschinen versuchen, ihren Benutzern die Suche leichtzumachen und die eingegebenen Suchanfragen so gut wie möglich zu »verstehen«. Dazu werden die Eingaben der Benutzer nach verschiedenen Verfahren analysiert, damit ein möglichst gutes Ergebnis erzielt wird, bei dem die am besten passenden Treffer oben auf der Trefferliste stehen. Sie können also bei den meisten Suchmaschinen einfach mehrere passende Suchbegriffe hintereinander angeben oder auch ganze Sätze eintragen. Von den in Tabelle 3-2 aufgeführten empfehlenswerten Suchmaschinen hat lediglich Google eine andere Philosophie: standardmäßig sucht Google nach allen eingegebenen Wörtern - ist auch nur eines der Wörter nicht vorhanden, schlägt die Suche fehl. Das bedeutet, daß man sich bei Google auf einige wenige Suchbegriffe beschränken muß, bei denen man sicher ist, daß sie auf jeden Fall in den gesuchten Seiten vorkommen werden. Als Ausgleich für diese nicht sehr intuitive Benutzung glänzt Google übrigens mit einer besonders guten Treffersortierung, die selbst bei sehr allgemeinen Suchanfragen meistens passende Treffer auf der ersten Seite liefert.
Je besser Sie der Suchmaschine »erklären«, was sie mit dem Suchbegriff anfangen soll, um so besser sind die Ergebnisse. Wenn es also um Namen von Personen (»Jerry Cotton«) oder Produkten (»BMW Z3«) geht oder um feste Redewendungen (»Urlaub auf dem Bauernhof«), dann sollten Sie die zusammengehörenden Wörter immer in Anführungszeichen setzen. Die Suchmaschinen suchen dann nur nach Seiten, auf denen genau diese Formulierungen vorkommen. Man nennt das auch Phrasensuche, wobei mit Phrase eine genau festgelegte Reihenfolge von Wörtern gemeint ist. Ohne diese Einschränkung würde beispielsweise auch eine Seite gefunden, auf der die Wörter Urlaub und Bauernhof in ganz anderem Zusammenhang benutzt werden - etwa in dem Satz »Wer einen Bauernhof hat, kann selten Urlaub machen«. Einige wenige Suchmaschinen beherrschen zwar keine Phrasensuche, aber die Anführungszeichen schaden in diesem Fall nicht. Gewöhnen Sie sich also lieber gleich an, sie immer zu verwenden.
Nach dem Absenden der Suchanfrage (durch Anklicken des »Suchen«- oder »Search«-Buttons) erhalten Sie als Ergebnis jeweils die Dokumente, in denen Ihre Suchbegriffe vorkommen. Bei deutschen Suchbegriffen sind dies also deutschsprachige Ergebnisse (oder anderssprachige Texte, in denen das gesuchte deutsche Stichwort vorkommt). Entsprechendes gilt für die Eingabe von Suchbegriffen in einer beliebigen anderen Sprache.
Werfen wir nun einen Blick auf die Ergebnisse unserer Suche (Abbildung 3-13). Zwar hat jede Suchmaschine ihre eigene Darstellungsweise, aber es gibt auch viele Gemeinsamkeiten. Zunächst wird in der Regel eine Zusammenfassung angezeigt, die Ihnen sagt, wie viele Treffer gefunden wurden. Dann werden diese Treffer häppchenweise angezeigt, meist jeweils etwa zehn auf einmal. Bei manchen Suchmaschinen läßt sich die Größe dieser Teilmengen einstellen, aber keine Suchmaschine liefert alle Treffer auf einmal. Denn dabei bestünde die Gefahr, daß bei vielen Treffern die Ergebnisliste zu lang wird, um noch in vertretbarer Zeit übertragen zu werden.
Die Treffer werden anschließend in einer numerierten Übersicht aufgelistet. Dabei wird versucht, die »besten« Treffer an den Anfang der Liste zu stellen.Fussnoten 7 Gute Suchmaschinen zeigen zu jedem Treffer auch noch zusätzliche Informationen an.
In Abbildung 3-13 sehen Sie, daß Fireball und Northern Light jeweils den Titel, einen kurzen Textauszug, den URL und das Datum anzeigen. Diese Informationen können (und sollten) Sie nutzen, um zu entscheiden, ob der Treffer für Sie relevant sein könnte oder nicht.
Die Suche nach Informationen über die Rechtschreibreform hat bei Fireball über 7.000 Treffer erzielt, für die Suche nach »raytracing« liefert Northern Light sogar mehr als 36.000 Treffer.
Wie ist nun die große Trefferzahl zu beurteilen? Die Menge an sich ist zunächst beeindruckend, sagt aber noch nichts über die Qualität aus. Das Rechercheergebnis muß sich vielmehr daran messen lassen, inwieweit die ursprünglich gestellte Fragestellung mit der Recherche beantwortet wurde. Wäre dies also kein schneller Test, sondern eine ernsthafte Recherche, dann müßten wir uns nun Gedanken darüber machen, wie wir unsere Suche etwas besser formulieren können, um genauer zu beschreiben, was gesucht wird.
Ohnehin wäre es wohl zuviel verlangt, nun alle 7000 bzw. 36.000 Treffer aufzurufen. Damit wird auch gleich eines der Hauptprobleme der Stichwortsuche deutlich: Suchmaschinen, die das ganze Internet durchsuchen, bauen riesige Datenbanken auf, die - je nach Anbieter und Zählweise - über 500 Millionen Dokumente enthalten können. Deshalb produziert sogar eine Anfrage mit einem so speziellen Stichwort wie »Rechtschreibreform« bereits eine relativ große Treffermenge.
Wenn Sie also Ihre Zeit nicht mit dem Durchsehen von Hunderten von Treffern vergeuden wollen, müssen Sie Ihre Suchanfrage so präzisieren, daß die Anzahl der Treffer auf ein vernünftiges Maß heruntergeschraubt wird. Zu diesem Zweck gibt es bei allen Suchmaschinen die Möglichkeit, die Anfragen genauer zu formulieren und weitere Stichwörter oder zusätzliche Suchkriterien einzugeben.
In Kapitel 8, Recherche-strategien, werden diese Möglichkeiten anhand von spezielleren Anfragen demonstriert, und Sie werden einige Methoden kennenlernen, mit denen man die Trefferzahl sinnvoll eingrenzen kann.
Neben der reinen Auflistung der Treffer bieten die meisten Suchmaschinen bei der Darstellung der Suchergebnisse zusätzliche Funktionen, die nicht auf den ersten Blick sichtbar sind. So werden beispielsweise bei Northern Light die Suchergebnisse automatisch in zusammengehörende Gruppen einsortiert (die sogenannten »Custom Search Folders«, vgl. Abbildung 3-13), so daß Sie bestimmte Aspekte des Suchergebnisses genauer fokussieren können.
Google bietet dagegen die Möglichkeit, zu einem Treffer, der Ihnen besonders interessant erscheint, ähnliche Dokumente anzeigen zu lassen (vgl. Abbildung 3-14) oder sich die archivierte Version der Webseite anzusehen, die Google beim letzten Besuch dieser Seite gespeichert hat. Falls möglich, wird auch die passende Kategorie in der Google-Version des Open Directory angezeigt.
Auch die anderen in Tabelle 3-2 aufgeführten Suchmaschinen bieten ähnliche Zusatzfeatures, mit deren Hilfe Sie Ihr Suchergebnis weiter verfeinern können. Halten Sie nach diesen Funktionen Ausschau, und probieren Sie sie auf jeden Fall aus. Sehen Sie sich auch die jeweiligen Hilfetexte an, um weitere Hinweise dazu zu finden.
Weil aber selbst die größten Suchmaschinen, wie bereits erwähnt, jeweils nur einen Teil aller verfügbaren Angebote erfassen können, müßten Sie Ihre Suche in mehreren Suchmaschinen wiederholen, um sicherzugehen, daß Ihnen nichts Wichtiges entgeht. Dieses Problem läßt sich - in gewissem Umfang - durch eine besondere Art von Suchmaschinen umgehen, die im nächsten Abschnitt vorgestellt werden: die Meta-Suchmaschinen.
So sehr sich die Suchmaschinen auch bemühen - es kann ihnen nicht gelingen, auch nur annähernd mit dem Wachstum der vielen Internet-Angebote Schritt zu halten. Vergleicht man Schätzungen über die Anzahl der im Internet verfügbaren Dokumente mit den Angaben der Suchmaschinenbetreiber zur Größe der eigenen Datenbanken, so schaffen selbst die größten Suchmaschinen mit Mühe etwa 30 bis 40 % der theoretisch verfügbaren Dokumente, nach neueren Schätzungen sogar eher weniger.
Das Suchen mit einer einzigen Suchmaschine deckt also nur einen kleinen Teil der verfügbaren Informationen ab. Folglich müßte man mehrere Suchmaschinen nacheinander abklappern, wenn man es genau nimmt. Diese Arbeit kann man aber auch von anderen erledigen lassen: von den Meta-Suchmaschinen.
Meta-Suchmaschinen funktionieren nach einem - auf den ersten Blick - sehr einfachen Prinzip: Sie unterhalten keine eigenen Datenbanken, sondern bedienen sich fleißig bei den etablierten großen Suchdiensten - natürlich nur, wenn diese damit einverstanden sind. Meta-Suchmaschinen nehmen Suchanfragen entgegen und versuchen, sie in die jeweils gültige Suchsyntax anderer Suchmaschinen umzuwandeln. Dann befragen sie diese anderen Suchmaschinen gleichzeitig. Die nach und nach eintreffenden Antworten werden entgegengenommen und nochmals nachbearbeitet. Dies alles geschieht im Hintergrund, während Sie warten. Als Ergebnis wird Ihnen dann eine aufbereitete Liste der gesammelten Treffer präsentiert.
Wenn Sie Meta-Suchmaschinen benutzen, können Sie also einen sehr viel größeren Pool von Informationen und Dokumenten durchsuchen als mit einer einzelnen Suchmaschine. Dies geht aber auf Kosten der Genauigkeit: Die im vorigen Abschnitt erwähnten Sonderfunktionen der einzelnen Such-maschinen, also z.B. die weitere Eingrenzung einer Recherche nach Datum, Sprache oder anderen Kriterien, stehen bei Meta-Suchmaschinen nur teilweise oder gar nicht zur Verfügung. Dafür müssen Sie wiederum die zugrundeliegenden Originalsuchmaschinen benutzen.
Andererseits bieten gute Meta-Suchmaschinen auch interessante Zusatzfunktionen an. Schon bei der Zusammenstellung der abgefragten Quellen können Sie sich auf bestimmte Bereiche beschränken (indem z.B. nur medizinische Suchmaschinen oder nur Job-Suchmaschinen abgefragt werden), um von vornherein überflüssigen Ballast auszuschließen. Manche Meta-Suchmaschinen bieten auch Zusatzfunktionen bei der Sortierung der eingesammelten Treffer oder bei der Überprüfung, ob die gefundenen Dokumente tatsächlich noch existieren.
Aus dem bisher Gesagten ergibt sich auch das optimale Einsatzgebiet für Meta-Suchmaschinen: Sie sind der ideale Einstiegspunkt für eine breit angelegte Suche nach konkreten Begriffen oder Produkten, die entweder einen möglichst großen Teil des Internet oder mehrere spezielle Datenquellen auf einmal umfassen soll.
Auch für den sprichwörtlichen »Schuß ins Blaue« sind Sie bei Meta-Suchmaschinen gut aufgehoben: Wenn Sie etwas sehr Seltenes oder sehr Ungewöhnliches suchen, von dem Sie vielleicht gar nicht erwarten, es im Internet zu finden, können Sie mit Meta-Suchmaschinen sehr viel schneller vorankommen als bei der Verwendung mehrerer einzelner Suchmaschinen und so herausfinden, ob überhaupt irgendwo im Netz etwas zu Ihrem gesuchten Thema zu finden ist.
Seien Sie aber wählerisch bei der Benutzung von Meta-Suchmaschinen: Oftmals versuchen windige Geschäftemacher mit qualitativ schlecht gemachten Diensten Benutzer anzuziehen - da eine Meta-Suchmaschine ja keine eigene Datenbank pflegt, ist diese Art der Trittbrettfahrerei mit relativ wenig Aufwand zu realisieren. In Tabelle 3-3 und in Anhang B, Die wichtigsten URLs im Überblick, finden Sie seriöse Anbieter.
In Tabelle 3-3 sind die URLs der wichtigsten Metasucher aufgeführt, die allesamt interessante Angebotspakete zusammenschnüren. Weitere gute Meta-Suchmaschinen finden Sie in Anhang B, Die wichtigsten URLs im Überblick.
Bei den Meta-Suchmaschinen ist die Vielfalt der Einstell- bzw. Auswahlmöglichkeiten größer als bei den »normalen« Suchmaschinen. Das hängt damit zusammen, daß hinter den Kulissen viele externe Quellen abgefragt werden können. Nun muß man versuchen, einen guten Kompromiß zwischen der einfachen Bedienbarkeit einerseits und der Kontrolle durch die Benutzer andererseits zu finden, damit die Benutzer zumindest mitentscheiden können, welche Quellen durchsucht werden sollen.
Dennoch gibt es ein paar Ratschläge, die bei allen Meta-Suchmaschinen hilfreich sind:
Nach dem Absenden der Suchanfrage geht es dann im Prinzip genauso weiter wie bei einer »normalen« Suchmaschine: Sie schauen sich die Treffer an, und wenn das Gesuchte nicht dabei ist, versuchen Sie es ggf. mit einer anders formulierten Suchanfrage.
Manchmal wird eine erfolgreiche Recherche nur knapp verfehlt: Man hat bereits den Weg zur richtigen Website gefunden - vielleicht über eine Suchmaschine oder einen Webkatalog -, aber man findet dann die gesuchte Information nicht. Das kann daran liegen, daß die Website schlampig gestaltet wurde und keine benutzerfreundlichen Navigationsfunktionen aufweist oder daß sie vielleicht einfach zu groß oder zu unübersichtlich ist.
Dabei wird oft ein wichtiges Hilfsmittel übersehen: Bei vielen Websites gibt es die Möglichkeit, alle lokalen Dokumente mit einer Suchfunktion nach Stichwörtern zu durchsuchen. Damit umgehen Sie die Probleme, die sich aus dem mehr oder weniger gelungenen Aufbau einer Site ergeben, und können direkt zur gesuchten Information gelangen.
Technisch ist die lokale Volltextsuche mit den Suchmaschinen vergleichbar: Es wird eine Datenbank aller verfügbaren Dokumente angelegt und regelmäßig aktualisiert - mit dem Unterschied, daß bei der lokalen Suche nur die Inhalte dieser einen Website durchsuchbar sind, diese aber vollständig. Bei größeren Institutionen oder Firmen mit komplexerer Internet-Präsenz werden häufig auch mehrere interne Server mit einer einzigen Abfrage durchsucht.
Darüber hinaus gibt es auf vielen Websites auch noch weitere Datenbanken (vgl. Abbildung 3-18) - oftmals sind diese sogar Hauptbestandteil eines Web-Angebots, z.B. die Waren eines Versandhauses oder die Programmdaten eines Online-Fernsehprogramms. Die Inhalte dieser Datenbanken können von den allgemeinen Suchmaschinen nicht direkt erfaßt werden und sind daher nur über die Website selbst erreichbar.
Diese Frage ist mit einem Wort zu beantworten: immer! Verschwenden Sie nicht Ihre wertvolle Zeit damit, die - oftmals verwirrende oder unprofessionelle - Struktur einer Website zu enträtseln, um dort etwas zu finden. Halten Sie lieber zuerst Ausschau nach einer Möglichkeit, die Website zu durchsuchen. Falls Sie die Suchmöglichkeit nicht auf Anhieb finden, werfen Sie zuerst einen Blick auf die Homepage der Website - manchmal wird die Suchfunktion nicht auf allen Seiten erwähnt. Sie wird übrigens auch gern hinter einem Lupen-Symbol versteckt.
Da jeder Betreiber selbst entscheiden kann, welche Software er für diese Suche einsetzt, kann man keine allgemeingültigen Hinweise zur richtigen Benutzung geben. Sofern es keine Hilfetexte oder Suchbeispiele gibt, probieren Sie es erst einmal mit einem allgemein gehaltenen Suchbegriff, um herauszufinden, wie die Suchfunktion arbeitet.
Oftmals finden Sie auf diese Weise Informationen, die Ihnen sonst entgangen wären, denn keine Website kann so perfekt gestaltet sein, daß jeder Besucher seinen Weg allein zur gesuchten Stelle findet, indem er sich durch Auswahlmenüs hangelt oder die passenden Verweise anklickt.
Eine erfolgreiche Recherche im Internet beginnt mit der Auswahl der jeweils passenden Suchhilfe. Um diese Entscheidung treffen zu können, haben Sie in diesem Kapitel die wichtigsten Suchhilfen und ihre Grundfunktionen kennengelernt. Abbildung 3-19 zeigt Ihnen nochmals die Reichweite dieser Suchhilfen.
Mit Hilfe von Webkatalogen können Sie die Homepages von Websites finden und sich innerhalb der Katalog-Kategorien Zusammenstellungen thematisch verwandter Websites ansehen. Kataloge helfen dabei, sich einen Überblick über die Web-sites zu einem bestimmten Thema zu verschaffen.
Mit Suchmaschinen finden Sie Informationen auf den Homepages und den direkt zugänglichen Webseiten aller Websites, die von den Suchmaschinen besucht wurden. Suchmaschinen müssen mit den richtigen Suchbegriffen gefüttert werden. Achten Sie auf die Hilfetexte, und denken Sie an die beiden wichtigsten Regeln zur Formulierung von Suchanfragen:
Bei sehr spezifischen Anfragen, die sich mit einigen wenigen Wörtern genau eingrenzen lassen und einen möglichst großen Teil des Internet abdecken sollen, können Sie anstelle von Suchmaschinen auch eine Meta-Suchmaschine verwenden. Das spart nicht nur Zeit, sondern bietet darüber hinaus auch noch einigen Zusatzkomfort wie spezielle Sortierungen oder eine Vorab-Überprüfung der gefundenen Dokumente.
Fussnoten 1 Fussnoten 2In Kapitel 6, Hinter den Kulissen: Wie Suchmaschinen funktionieren, erfahren Sie mehr über das Thema Relevanzberechnung.
Hinzu kommt noch ein Vielfaches an Daten, das von den Suchmaschinen gar nicht erfaßt werden kann, vgl. Kapitel 6.
Die Autoren der erwähnten Science-Studie veröffentlichen unter http://www.wwwmetrics.com/ von Zeit zu Zeit aktualisierte Daten.
In Kapitel 6, Hinter den Kulissen: Wie Suchmaschinen funktionieren, wird genauer erklärt, nach welchen Kriterien diese Sortierung durchgeführt wird.
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