LinuxTag 2001

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   O'Reilly auf dem LinuxTag


der O'Reilly-StandSelbstverständlich waren wir auch dieses Jahr wieder mit einem Stand auf dem LinuxTag in Stuttgart vertreten. Wir haben wieder keine Kosten und Mühen gescheut, unsere gesamte Menagerie mitzubringen: die steigenden Pferde ebenso wie das bockende, den Koboldmaki, das Gnu, die Fledermaus, um nur einige zu nennen. Viele Messebesucher haben die Möglichkeit genutzt, auch scheuere Exemplare in Ruhe aus der Nähe zu betrachten. Sogar das neue Kamel, die Übersetzung der dritten Auflage von Programming Perl, konnten wir – direkt aus der Druckerei angeliefert – präsentieren. Es ist ab Mitte des Monats auch im Buchhandel erhältlich, ebenso wie die englischen Neuerscheinungen, die auf großes Interesse stießen – besonders das bockende Pferd (die zweite Auflage des Linux Device Drivers) und ein Huhn (das Java Cookbook).

Anatomy of the Linux SystemDie Besucher konnten Fragen und Anregungen direkt bei den Verlagsmitarbeitern aus den verschiedenen Abteilungen loswerden und mit den Lektoren über Buchideen oder wichtige neue Themen diskutieren. Ein Besuch am O'Reilly-Stand lohnt sich in jedem Fall, diesmal gab es Exemplare des "Anatomy of a Linux System"-Posters und rote, schlanke Dosen mit einem Pfau drauf und Cola drin.

Daß es bei uns am Stand einiges zu sehen und mitzunehmen gibt, haben Sie vielleicht erwartet, aber daß man bei uns auch berühmt werden kann, wußten Sie sicher nicht (es sei denn, Sie haben die Ankündigung auf unserer Website gelesen). "Instant Fame" versprachen unsere Plakate und nicht wenige nutzten diese Chance und füllten die Bestellkarte für The Root Of All Evil, den im Herbst erscheinenden dritten Band des User Friendly-Comics, aus. Aber nur einer konnte gewinnen, es ist Jürgen Bierlein aus Hockenheim. Er wird als "Gaststar" im Online-Comic User Friendly unter www.userfriendly.org auftreten. Herzlichen Glückwunsch zum webweiten Ruhm!

IlliadIlliad, den Schöpfer dieses Comics und der beiden O'Reilly-Bücher User Friendly und Evil Geniuses in a Nutshell, konnten wir auch dieses Jahr wieder für Signierstunden an unserem Stand gewinnen. Der Einfallsreichtum seiner Fans war beeindruckend und Illiad schrieb und zeichnete bereitwillig auf alles, was sie ihm hinhielten: auf seine Bücher natürlich, auf Postkarten, auf T-Shirts und sogar auf mehrere Laptops. Er zeichnete unzählige Dust Puppies und auch echte, am Stand anwesende Menschen. Und siehe da, die Unterschiede zwischen LinuxTag-Besuchern und den Mitarbeitern von Columbia Internet, dem nettesten, beschäftigsten und neurotischsten Internet Service Provider der Welt, sind kleiner, als man denkt.

ein MessebesucherBei seinem Vortrag "Sidestepping the Gatekeepers" auf dem Forum des LinuxTags beantwortete Illiad dann die letzten noch offenen Fragen zu seinem Leben und Wirken als Comiczeichner. Er erzählte davon, wie es ist, vor einem leeren Blatt Papier zu sitzen, und von den immensen Vorteilen des Mediums Internet: Das fast unmittelbare Feedback der Leser ist eigentlich der beste Lohn für einen Zeichner. Wenn nur ein Besucher von www.userfriendly.org mailt, daß ihn der aktuelle Comicstrip zum Lachen gebracht hat, ist für Illiad der Tag gerettet.

Illiad und Eric S. RaymondDer Mann, dessen Vortrag "The Open Source Revolution" den großen Vortragssaal im Kongreßzentrum B mühelos füllte, leistete Illiad am O'Reilly-Stand Gesellschaft: Eric S. Raymond. Er signierte begeisterten Besuchern sein Buch The Cathedral & the Bazaar, das in der Szene Kultstatus genießt. Seinen Auftritt als Flötist bei der Abendveranstaltung am Freitag haben wir zwar verpaßt, konnten ihn aber dabei beobachten, wie er sich von einem mittelalterlich gewandeten Messebesucher das elegante Schwingen eines Schwertes beibringen ließ – ganz verschiedene Welten, unmittelbar nebeneinander.

Eric S. RaymondDieses Nebeneinander verschiedener Welten kennzeichnete den LinuxTag 2001 auch als Ganzes: Das Publikum war bunt gemischt vom Neugierigen bis zum Linux-Experten, vom drei Monate alten Säugling bis zum weißbärtigen Alten, vom Freak mit Pinguin-T-Shirt bis zum Geschäftsmann in Schlips und Kragen. Auch die Aussteller deckten ein weites Spektrum ab gemäß dem Ziel des LinuxTages, Fachkongreß und Publikumsmesse zugleich zu sein. Neben den kleinen, immer umlagerten Boxen der Open Source-Projekte, wie zum Beispiel GIMP, KDE, GNOME, PHP oder Zope, gab es auch die durchgestylten Stände der bekannten Linux-Distributionen und der großen Firmen. Ergänzt wurde das Informationsangebot an den Ständen in der Messehalle durch ein sehr umfangreiches Vortragsprogramm mit über 50 Veranstaltungen. Die Themen reichten vom Vorstellen neuer Produkte und Versionen über stärker technisch ausgerichtete Vorträge bis hin zu rechtlichen und gesellschaftlich-philosophischen Fragestellungen.

Und hier noch ein paar Bilder von den Signierstunden, klicken Sie auf das jeweilige Foto, um es in groß zu sehen:

Illiad und Eric S. Raymond Eric S. Raymond und Illiad Illiad und Eric S. Raymond Illiad die Autorin dieses Artikels


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