Vor 10 Jahren, am 17. September 1991, veröffentlichte Linus Torvalds
die Version 0.01 eines selbst geschriebenen Unix-artigen Betriebssystems,
das er im Internet frei zur Verfügung stellte. Linux war "geboren".
Darüber, wer Linus Torvalds ist, wie und warum er Linux entwickelt hat,
was er für ein Leben geführt hat in dieser Zeit, sind schon ganze Bücher
geschrieben worden. Wir nehmen das Jubiläum zum Anlaß, die Geschichte von
Linux mal von einer anderen Seite zu beleuchten, von der Seite seiner
Anwender. Daß viele der Neugierigen, die einmal Linux auf ihrem Rechner
installiert haben, nicht nur freie Software nutzen wollen, sondern auch
selbst an deren Entwicklung mitgearbeitet haben und mitarbeiten, ist
bezeichnend für das Phänomen "Linux".
Als Anregung haben wir drei "alte Linux-Hasen" gebeten, mal zu erzählen,
wie das bei ihnen war, als sie das erste Mal Linux auf ihrem Rechner
installiert haben. Lesen Sie von Offenbarungen, Raumschiffen und dem
Paradies und schreiben Sie Ihre eigenen Erinnerungen in unser "Linux-Geburtstagebuch": Wann und wie haben Sie Ihren
Linux-Geburtstag erlebt? Unter den Linux-Begeisterten, die ihre Erlebnisse
in das "Geburtstagebuch" eintragen, verlosen wir Exemplare der
Jubiläumsausgabe von Linux in a Nutshell, Anatomy of a Linux System-Poster
und O'Reilly-T-Shirts. Lesen Sie auch, was andere Besucher unserer Site
geschrieben haben.
 |
 |
|
Sebastian Hetze, Jahrgang 61, ist echtes
Linux-Urgestein. Mit seiner Firma LunetIX bietet er seit 1992 Produkte und
Dienstleistungen zu Linux an. Er ist einer der Autoren und Verleger des
Linux Anwenderhandbuches, des zur Cebit 1993 erschienenen ersten
Standardwerkes zu Linux. Heute liegt es in der 7. erweiterten und
aktualisierten Auflage vor. Außerdem ist er einer der Initiatoren des Linux-Kongresses.
"Mein erstes Linux habe ich im Juni 1992 auf meinem neuen Rechner,
einem i386 DX/25 mit 8MB RAM und 120MB Festplatte installiert. Mit Minix
auf einem Atari ST war ich schon eine ganze Weile im Usenet gewesen. Als
aufmerksamer Leser von comp.os.minix war mir auch die "Geburt" von Linux
nicht verborgen geblieben, aber, da ich keinen Intel-PC besaß, war das
anfangs ohne praktische Bedeutung für mich. Mit meinem neuen PC wollte
ich nun vor allem meine News-Anbindung verbessern.
Daß ich ein UNIX mit Multitasking und bash und gcc darauf installieren
würde, war von Anfang an klar. Zunächst habe ich mich für 386BSD interessiert,
weil das aber einen Koprozessor benötigte, kam es für mich nicht in Frage.
Ein kurzer Versuch mit einem "geliehenen" SCO war auch eher ernüchternd:
Ganz abgesehen von dem unverschämt hohen Preis, den eine legale Installation
gekostet hätte, kam das Ding nicht mal mit einer vernünftigen Shell, von
einem Entwicklungssystem oder einer grafischen Oberfläche ganz zu schweigen.
 |
 |
 |
 |
"Linux war dagegen eine echte
Offenbarung. Nicht perfekt, aber tausendmal besser als alles, was ich bisher
für den PC gesehen hatte." |
 |
 |
 |
Ein ganz kurzes Intermezzo hatte ich mit Windows 3.1. Wer jemals
erleben mußte, wie dieses "Betriebssystem" mit Datenübertragung per
Modem umgeht, weiß, warum ich es bis heute verachte: Das ganze System
friert ein und wartet darauf, daß die Bits über die serielle
Schnittstelle hereintröpfeln.
Linux war dagegen eine echte Offenbarung. Nicht perfekt, aber
tausendmal besser als alles, was ich bisher für den PC gesehen hatte.
Mit Taylor-UUCP, cnews und smail war die wichtige Anbindung an das
Usenet gesichert. Die Sourcen aus den freien per Mail zugänglichen
Archiven waren mit Linux viel leichter zu übersetzen als mit Minix.
Und es gab eine grafische Oberfläche! Um meine "Diamon SpeedStar" an
den Start zu bringen, habe ich die Signale per Oszilloskop analysiert.
Wenn ich heute die erste von meiner damals gegründeten Firma LunetIX
herausgegebene Linux-Distribution installiere, bin ich verblüfft,
wieviel Linux damals schon konnte :-)"
Matthias Kalle Dalheimer, Jahrgang 70,
ist Geschäftsführer von Klarälvdalens Datakonsult AB und freiberuflich
als Autor und Übersetzer tätig. Für O'Reilly hat er z.B. Programming
with Qt geschrieben, ist Koautor der dritten Auflage von Linux -
Wegweiser zur Installation & Konfiguration und hat zahlreiche
O'Reilly-Bücher aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Kalle ist
Gründungsmitglied des KDE-Projektes und dort unter anderem in der
KOffice-Entwicklung engagiert.
"Mein "Linux-Geburtstag"? Ganz klar, der 27.7.1993; das nützliche
kleine Unix-Tool "cal" sagt, daß das ein Dienstag gewesen sein muß. Damals
Student der Informatik, war ich SunOS-Rechner gewohnt, da war die etwas
klägliche MS-DOS/Windows 3.1-Kombination nicht gerade das
Betriebssystem-Nirwana. Ein Unix auf meinem heimischen PC wäre gerade
nach meinem Geschmack gewesen, aber das damals im wesentlichen
verfügbare Coherent Unix kostete mehr als 1000 Mark, das war ungefähr
so viel, wie ich damals in zwei Monaten an Lebenshaltungskosten
insgesamt verbraten konnte - also unerreichbar.
Und dann war da mein Freund Reinhard, damals wie heute
Systemadministrator an einer norddeutschen Universität, der von diesem
"Linux" gehört, es heruntergeladen und bei sich installiert hatte. Ein
vollständiges Unix? Das man sich auch noch selbst herunterladen
konnte? Das mußte ich haben! Und so kam Reinhard eines Nachmittags mit
78 Disketten vorbei. Ja, auch damals gab es schon Linux-Distributionen
"meine" hieß SLS aber die kamen nicht wie heute auf CD, sondern
eben auf vielen, vielen Disketten. (Ein CD-ROM-Laufwerk kaufte ich
erst ein Jahr später.)
 |
 |
 |
 |
"Tja, ich habe zwar kein Raumschiff
aus alten Socken und Streichhölzern gebaut, aber immerhin eine
der ersten Linux-Distributionen von Disketten installiert..." |
 |
 |
 |
Ich war gerade erst wenige Wochen vorher bei meinen Eltern aus und mit
meiner Freundin und heutigen Frau zusammengezogen. Zu Ehren dieses
Festtages hatte ich einen Teil des Geldes abgezweigt, das eigentlich
für Möbel vorgesehen war, und meinem Rechner atemberaubende 16 MB
Speicher spendiert. Und nun saßen Reinhard und ich vor meinem frisch
aufgerüsteten Rechner und kopierten Disketten, alle 78. Das dauerte
natürlich viele Stunden, und als wir endlich damit fertig waren, waren
wir zu müde, um uns noch an die Installation zu machen. Aber seit
diesem Tag habe ich nie mehr in einer Wohnung gewohnt, in der es keine
Linux-Distribution gab, und so sehe ich diesen Tag heute als meinen
"Linux-Geburtstag" an.
Die eigentliche Installation nahmen wir dann am nächsten Tag vor
(studiert haben kann ich in diesen Wochen nicht viel, aber es müssen
ohnehin Semesterferien gewesen sein). Das war damals eine
komplizierte, Stunden andauernde Prozedur, bei der man beliebig oft
zurück auf Feld 1 geschickt werden konnte, wenn man etwas falsch
gemacht hatte. Wer sich heutige Distributionen anschaut, kann das kaum
noch glauben, aber erzählen wir Computer-Leute nicht alle, daß früher
alles so viel komplizierter war? Tja, ich habe zwar kein Raumschiff
aus alten Socken und Streichhölzern gebaut, aber immerhin eine
der ersten Linux-Distributionen von Disketten installiert..."
 |
 |
|
Marc Lehmann wurde 1974 in Karlsruhe geboren, wo er z.Zt. Informatik
studiert. In der Perl-Gemeinde ist er als Autor bzw. Co-Autor einiger
Module bekannt (z.B. Gimp oder PDL). Er werkelt aber auch an anderen
Freien-Software-Projekten (Pentium-GCC) herum und ist so nebenbei
Mitglied des GCC Steering Commitees. 1999 hat er die Firma nethype GmbH
mitgegründet und versucht dort nun, die Zukunft des WWWs mitzugestalten.
"Was Linux angeht, so war ich ein "Spätzünder". Das erste halbe Jahr
meines Studiums traute ich mich überhaupt nicht an die Unix-Rechner,
doch irgendwann packte es auch mich: Unix und das Internet. Damals
war "Unix" als Multi-User-Betriebssystem (für mich HPUX) noch sehr
greifbar: Einhundert Studenten auf einem Rechner, und irgendwie konnte man
daran sogar arbeiten. Naja, um aus vi herauszukommen, mußte ich jedesmal
meinen Nachbarn fragen, der mir dann mit einer Art müdem, überlegenem
Lächeln half. Unix-Gurus sind einfach arrogante Schweine.
 |
 |
 |
 |
"Aber zu Entdecken gab es sehr viel... Und das schätze ich an freier Software: Selbst etwas entdecken und selbst etwas beitragen zu können. Und frei verfügbare Dokumentation (also Sourcecode)... Ein Paradies!" |
 |
 |
 |
Klar, diesen Weg wollte auch ich einschlagen, und da alle irgendwie
von einem "freien" Unix erzählten, wollte ich das auch einmal
ausprobieren. Zum Glück gab es damals (Ende 1993, zur Erinnerung: Spätzünder) schon
Slackware, also eigentlich DIE Linux-Distribution schlechthin. Eigentlich
kein Problem, ich meine, die 70 Disketten, die man dafür brauchte, kopiert
man doch mit links... Äh, in einem Poolraum, in dem viele andere Studenten
dasselbe taten, muß man erstmal ein funktionierendes Diskettenlaufwerk
finden. Hatte man Pech (zu oft), konnte man zu Hause keine einzige mehr
lesen.
Ich kann das eigentlich nicht genug hervorheben: Das war echte
Schweißarbeit. In die Uni, kopieren, wieder nach Hause, frustrieren, in
die Uni usw. Und die Installation selbst: Erst mußte man sich durch
viele Menüs hindurcharbeiten, nur um festzustellen, daß eine Diskette
fehlte. Oder sie war nicht mehr lesbar. Und dann erst X11: Viele Disketten
(es mußte also interessant sein), aber der ekelblaue Bildschirm ohne
ein Fenster... Wozu diente dieser Kram? Und wenn man ein Fenster öffnen
wollte, bekam man nur ein komisches Raster aus schwarzen Linien. Ach nee,
doch ein Fenster. Aber auch nur eine Shell drin. Verstanden habe ich das
erst Jahre später.
Aber zu Entdecken gab es sehr viel... Und das schätze ich an freier
Software: Selbst etwas entdecken und selbst etwas beitragen zu können. Und
frei verfügbare Dokumentation (also Sourcecode)... Ein Paradies!"
Sind jetzt auch bei Ihnen die Erinnerungen wach geworden? Lesen Sie hier, was Besucher unserer Website geschrieben haben.
Das "Linux-Geburtstagebuch"
Christian,
21. April 2002
Mein erster Kontakt war mit SuSE 6.0. Das gab es mal in der Schule für 5 Mark. Nachdem es dann lange Zeit nur herumgelegen hat habe ich mich irgendwann doch mal an die Installation gemacht. Dummerweise wurde meine Graphikkarte von der inzwischen - im wahrsten Sinne des Wortes - angestaubten Packung nicht unterstützt, es blieb also nur die Konsole. Für jemanden, der bis dahin nur Windows kannte und null Ahnung von Linux hat ein unhaltbarer Zustand. Also hatte ich jetzt ein Linux auf der Platte, das vergammelte da aber auch nur ohne gebraucht zu werden.
Im Februar 2001 schließlich ging mir dann das Gates'sche "Betriebssystem" so sehr auf die Nerven wie noch nie. Aus heiterem Himmel bestellte ich mir also zusammen mit einem Freund SuSE 7.1. Seitdem benutze ich Windows so gut wie überhaupt nicht mehr.
Inzwischen habe ich mehrmals die Distribution gewechselt und bin nun endgültig bei Slackware hängen geblieben.
Mögen also die nächsten 10 Jahre genauso erfolgreich werden.
 |
shellpusher,
16. October 2001
Während meines Informatik-Studiums machte ich Bekanntschaft mit Unix. Das "Über-die-Schulter-schauen" bei eines Assistenten unseres Arbeitsbereichs, der mit wenigen, kryptisch anmutenden Befehlen gar Wundersames zu vollbringen vermochte, weckte in mir das Interesse für Unix. Kurz darauf erstand ich mein erstes Linux (Suse 5.3). Den richtigen "Kick" aber gab mir mein letztes Projekt. Ich arbeitete unter Solaris und hatte das Glück, einen Unix-Experten zum Kollegen zu haben. Seitdem beherrscht das freie Betriebssystem den heimischen PC.
Happy Birthday, Linux!
Joe
,
10. October 2001
Ich bin seit ca.3 Jahren dabei und es war hart am Anfang aber wenn man mal drin ist kommt man nimmer raus ;o)
Und das coolste ist, ich find jeden Tag was neues an dem ich mich auf g..len kann....
Cu Joe
Manuel Capellari
,
6. October 2001
ich erinnere mich noch an meinen ersten Kontakt mit Linux, es war eine SuSE distribution, welche ich gleichzeitig mit O'Reillys Buch Linux in a Nutshell erworben hatte. Ich wusste damals nicht viel mit Linux an zu fangen, es war wie ein Sprung ins kalte Wasser, aber nach dem ersten Erfolgserlebnis (ein selbst kompilierter bootender kernel :-) ) wurde es immer interessanter für mich. Heutzutage laufen meine privaten Geräte ausschliesslich mit dem freien Unix Derivat.
Der Dankbare
,
20. September 2001
Ich hatte mal 'n Rechner (und diesen Pseudo-Boliden hab' ich immer noch) und der hatte mal 'n Betriebssystem von dem niemand wusste wie das so recht funktioniert. Ich denke das lag daran, dass es eben andauernd nicht funktionierte; soll heissen: es stürzte ständig ab. Ich will hier keine Namen nennen, nur soviel, ich war kurz davor Rechner samt Betriebssystem aus dem FENSTER zu werfen. Wie gesagt kurz davor. Letzter Versuch mich mit der veralteten Hardware auszusöhnen: LINUX installieren! Und was soll ich Ihnen sagen, er/es läuft (wieder) ziemlich stabil.
Dank an Linux (stellvertreten für alle die dran rumgeschraubt haben.)
Dicker,
20. September 2001
Na ja. Angesichts der Vorfälle in U.S. war mir nicht zum feiern zu Mute. Aber ich habe mir die Installation meines erworben Redhat 7.1 mit Kernel 2.4.2 für diesen Tag aufgehoben. Mein uprade war von Redhat 6.2 Kernel 2.2.16 und war wie immer eine tolle Sache. Es gab eine Menge neues und wie gewohnt läuft es prime. Keep in Peace.
Sven,
20. September 2001
Das erste Mal mit Linux in Kontakt gekommen bin ich mit einem Suse 6.0 auf der Info-Party einer ortsansässigen Linux-User-Group.Also doch eher ein Spätstart, auf keinen Fall ein Fehlstart!!
Was mich dort besonders begeisterte, war vor allen Dingen die besonderen Möglichkeiten bezüglich Netzwerk, Programmierung, Fernwartung etc. Außerdem war dieses Linux ein idealer Nährboden, um eigenen Bastlerneigungen nachzugehen.
Mittlerweile betreibe ich einen Router auf Linuxbasis und alle 6 Rechner meiner Arbeitsumgebung sind in Form irgendeiner Distribution mit Linux "infiziert".
Linux traue ich auf jeden Fall einen schnell wachsenden Anteil am Betriebssystemmarkt voraus, schließlich werden die Produkte aus Redmond weder billiger noch besser.
Herzlichen Glückwunsch, Linux, zum Zehnten, auf das die nächsten zehn Jahre ähnlich erfolgreich werden!!!
Yogi,
20. September 2001
Mein erstes Linux faellt auf den Tag, an dem ich mit dem Netz in Berührung kam. Leider weiss ich nicht mehr den exakten Tag, aber es war im Juni 1993. Das Thema an der Uni war "TCP" und zur Übung sollten wir eine Verbindung zu einem entfernten Rechner der Uni aufbauen. Das ganze geschah unter HPUX.
Gleichzeitig erfuhren wir, dass wir das auch auf den heimischen Rechnern durchführen könnten - mit Linux. Ich hatte schon mal davon gehöhrt, aber gesehen hatte ich es noch nicht. So habe ich mich dann im Rechnerpool gleich auf die Suche danach begeben. Ein FTP Server in den USA bot mir das Paket, in meinem Rucksack ein Stapel Disketten.
Zu Hause wurde dann installiert, experimentiert und naja auch frustriert, aber die Mühen waren es wert. Selbst heute muß ich noch sagen, daß nur dieses "selbst ausprobieren" mir den Zugang zu Linux mit all seinen Stärken ermöglicht hat. Ich kann diesen Zugang auch heute noch nur jedem empfehlen.
Microsoft hat das Konzept der freien Software einmal als unamerikanisch bezeichnet. Die Zukunft wird zeigen, was die Benutzer wollen, und ich bin mir sicher, daß Linux (und sein Konzept) in Zukunft eine immer tragendere Rolle spielen wird.
 |
Andreas Vögele
,
19. September 2001
Bis 1996 war ich stolzer Besitzer eines Amiga 3000, auf dem allerdings schon seit langem diverse GNU-Programme, UUCP und PasTeX im Einsatz waren. Als meine Turbokarte im Frühjahr 1996 das Zeitliche segnete, stieg ich aus Kostengründen - es war einfach billiger PC-Komponenten anstelle einer neuen Turbokarte zu kaufen - auf einen PC mit OS/2 um. Ich merkte schnell, daß ich, um unter OS/2 sinnvoll arbeiten zu können, wieder auf diverse GNU-Programme zurückgreifen mußte. Nach zwei Wochen mit OS/2 entschied ich mich, lieber gleich ein GNU/Linux-System einzusetzen.
1996 waren die meisten GNU/Linux-Distributionen schon sehr umfangreich, so daß ein Download per Modem nicht in Frage kam. Ich entschied mich die DLD, die aber wegen der besseren Update-Möglichkeiten schon nach wenigen Wochen durch Debian ersetzt wurde, zu kaufen. Im Juni 2001 bin ich auf Mandrake Linux umgestiegen.
Dank der vielen HOWTOs, Newsgruppen und Mailinglisten hatte ich bei der Installation und Konfiguration von GNU/Linux nie nennenswerte Probleme.
Ich kann mir nicht vorstellen, jemals wieder ein proprietäres Betriebssystem einzusetzen. Die Möglichkeit, Programme nach Belieben zu ändern, sowie die meist kostenlose Verfügbarkeit freier Software sind unschlagbare Vorteile.
 |
Thomas Raschbacher
,
18. September 2001
das erste mal Linux...lang ists her.. Kernel-version 1.0.9 .. slackware glaub ich..
hat zuerst nicht wirklich funktioniert..bis ich bemerkt habe dass die diskette defekt war ;)
Sascha Körner,
18. September 2001
Ich kam zu Linux durch eine Umschulung, bei der ich das erste mal vor 6 Jahren mit Unix in Berührung. Um die Kenntnisse zu vertiefen musste ein UNIX für zu Hause her.
Das war dann eine Suse 4.weiß_nicht_was.
Die Installation war grotten schwer und nachdem die Kiste dann einigermaße lief und auch X-Windows ans laufen kam, waren leider 16 Stunden um. Somit fuhr ich dann am nächsten morgen direkt wieder zu Umschulung, um mich am nächsten Tag noch einmal dranzusetzen und die Kiste komplett neue zu installieren.
Inzwischen ist es ja wesentlich komfortabler geworden und die Installationen sind ja nur noch ein schneller Spaß nebenbei, aber die Erlebnisse zu Anfang werde ich nie vergessen. Hoffentlich wirds nicht zu sehr in Richtung vereinfachung getrieben. Bitte kein setup unter LINUX. :-)
germanCondor,
18. September 2001
Ich habe noch relativ wenig Erfahrung mit Linux, leider muss ich dazu sagen, aber ich habe ja auch noch genügend Zeit, bin ja auch 'erst' 16.Ich 'arbeite' seit ca. 4 jahre mit Linux.Da auf einer 3,6GB Festplatte die ich geschenkt bekommen habe eine SuSe-Linux version drauf war.Hab zwar ziemlich lange gebraucht alles einigermaßen zu verstehen,aber es geht ... Bin jetzt an der Arbeit mir ein neues Linux-System einzurichten (Suse Linux 6.2) Ab jetzt bleibe ich bei Linux ...
Es hat für mich (fast) nur Vorteile:
- Sicherer
- Stabieler
- Und meißt auch schneller
Das waren meine Erfahrungen mit Linux, die ich bestimmt noch um einiges ergänzen werde ...
MFG germanCondor
Werner,
18. September 2001
Ich setze mittlerweile auf mehr als 6 Rechner privat bei mir Linux ein. Angefangen habe ich mit SuSE5.0, heute mehrere Distributionen (Redhat, SuSE, Debian, ...). Aber habe ebenso auch mit DOS und Windows (angefangen von DOS3.21 bis WinXP) im Laufe der Zeit meine Erfahrungen gesammelt, und musste immer wieder den Unterschied (oder besser gesagt die Unstimmigkeiten zwischen beiden Systemen) feststellen.
Was mittlerweile bei Linux ein neues Releases ausmacht, nennt man bei Microsoft Hotfix, oder neuerdings Quick Fix Engineering. Mittlerweile bin ich überrascht wie stabil und wie einfach ein Linux-System ist. Schlank ist es vor allem unter der Konsole. Mittlerweile ist kein System bei mir so wie das andere aufgrund der installierten Quellpakete. Dies ist der größte Vorteil an der Open-Source-Bewegung.
Schauen wir mal, was die nächsten zehn Jahre bringen werden.
Karl
,
18. September 2001
Linux habe ich mit SuSE 6.1 kennengelernt.
Seitdem ist auf einem Rechner Linux installiert, wurde von Zeit zu Zeit updated und wird regelmaessig eingesetzt.
Vor allem Perl wird auf dieser Plattform fuer die verschiedensten Aufgaben eingesetzt.
Dies gibt mir auch die Gelegenheit meinen Dank an SuSe
auszusprechen, die sicher zur Verbreitung von Linux beigetragen haben.
Vielen Dank und Gruss an die Linux-Gemeinde.
(Anonymous),
18. September 2001
Als erstes erinnere ich mich an meinen Kollegen, der mit
der SuSE 4.8 herumspielte, aber schlicht verzweifelte
komplett auf Linux umzustellen.
Ich selber zog mit SuSE 6.0 in das Linuxlager ein und
schnell lief die komplette Arbeitsumgebung und auch der
Rechner zuhause nur noch mit Linux. Alle wichtigen
funktionen werden im geschaeftlichen Umfeld bei uns mit
Linux realisiert. Der Einstieg war natuerlich der
Webserver. Puhh - ich wollte endlich weg von dem anderen
OS - mein Kollege hat es bis heute nicht geschaft. Nun,
dank der rasanten Entwicklung traegt er sich zumindest mit
dem Gedanken zu wechseln :-)
Sven Geggus
,
18. September 2001
Warum ich begonnen habe Linux zu verwenden?
Vielleicht möcte es ja wirklich jemand wissen.
Es war im Frühjahr 1994, als ich mein erstes Praxissemeter in Irland begann und aus diesem Grunde interessiert war alle modernen Kommunikationsmedien anzuwenden um mit den Freunden in Deutschland zu kommunizieren. Von Unix wußte ich damals, dass es ein Betriebssystem für Workstations und Großrechner war und dass der "dir"-Befehl "ls" hieß.
An der Uni Limerick bekam ich einen Unix Account auf einer VAX unter Ultrix und nachdem meine hiesigen Freunde ebenfalls gelernt hatten elm oder pine zu benutzen konnte es losgehen mit der Mailerei. Schnell stand für mich fest, dass ich, nach Hause zurückgekehrt, Internet auch privat haben wollte.
Relativ schnell konnte ich dieses Ziel mit einem Terminalprogramm unter DOS und dem Programm screen auf der Unix Workstation an der FH erreichen. Doch ich wollte eine richtige TCP/IP Verbindung haben!
Es gab zwei Möglichkeiten: Eine Kaufsoftware unter Win 3.11 mit der Bezeichnung Camelion oder so ähnlich und dieses merkwürdige kostenlose Unixbetriebssystem mit der Bezeichnung Linux, von dem ich im Usenet gehört hatte. Mir war klar, dass die meisten Rechner im Internet unter Unix liefen und es war dadurch irgendwie logisch, dass Unix auch das war, was ich haben wollte. Außerdem wars natürlich günstiger - wobei, was nichts kostete konnte ja nichts richtiges sein.
Immer noch der Windows-Denke verhaftet dachte ich für diesen Zweck einen neuen Rechner zu brauchen. Der 386-20 schien mir dafür zu langsam. Schließlich war Unix was für Großrechner...
So kann man sich täuschen, schon ein halbes Jahr später wurde der 386 Recycled ;)
Ich kaufte mir also Ende 1994 nachdem ich genug Geld dafür zusammen hatte einen Pentium 60 und lies mir von einem Bekannten, der damals Informatik studierte und bis heute noch fast ausschlieslich Windows benutzt dabei helfen Linux zu installieren.
Wir kopierten um die 70 Disketten im Rechenzentrum der UNI Karlsruhe von denen natürlich um die 30 kaputt waren, aber nach dem diese Hürde überwunden war lief das System problemlos unter Slackware 2.irgendwas. Nun war ich Admin auf meinem eigenen Rechner und wusste mit der Root-Shell erstmal gar nicht so arg viel anzufangen.
Meine erste Aufgabe war es, nach dem die Internetanbindung funktionierte das nagelneue ATAPI-CDROM zum laufen zu bringen und ich wurde dadurch relativ schnell mit Hackerkerneln konfrontiert, da 1.0.x mit dem CD-Laufwerk noch nichts anfangen konnte. Es muss also irgendwo in der Zeit der 1.1.x Kernel gewesen sein, als ich begonnen habe Linux zu benutzen. Seitdem hab ich kaum noch was anderes benutzt und als irgendwann eine abgestürztes Word meine ganze DOS Partition vernichtet hat und der Linuxkernel lapidar bemerkte "not a valid FAT filesystem" kam da auch ein ext2 Filesystem drauf.
Mit Linux habe ich ein Stück Freiheit zurückgewonnen. Ich konnte wieder über meinen Rechner bestimmen und nicht wie unter Windows der Rechner über mich.
Schnell habe ich festgestellt, dass es für Bastler und Technikfreaks kein besseres Betriebssystem als Linux gibt. Der Vorteil schnell mal alles auch über Netz machen zu können ist bei Windows bis heute unerreicht.
Sven
 |
Thomas Horstmann
,
18. September 2001
Im Vergleich zu den 'Urgesteinen' bin ich relativ spaet zu
Linux gekommen. Mein erstes Linux war noch mit einer Kernel
Version 1.0.11, installiert auf einem Texas Instruments
Laptop T4000M mit 75 MHZ DX/4 Prozessor. Zuvor hatte ich
das grosse Glueck auf unserem erstem Firmenrechener,
einer HP710 PA-Risc Maschine, Unix Erfahrung mit HP-UX zu sammeln. Mein erster Rechner war ein Amiga-2000 auf dem ich
mir C gelernt habe. Auf dieser Basis war ich in der Lage die
doch recht komplizierte Installation von Linux auf dem Laptop durchzufuehren.
Ich weiss es noch genau, der eingebaute SCSI Kontroller
AHA-15020 war nur nach einem Kernel-Hack zum laufen zu bringen. Aehnlich war es mit X11. Der eingebaute Grafik-Chip
CL-6440 von Cirrius wollte auch nicht sofort mit mir Zusammenarbeiten. Aber alles zusammen genommen hat es sehr
viel Spass gemacht meinen ersten Linux Rechner aufzusetzen und ich habe viel dabei gerlernt.
Von diesem Zeitpunkt an war Linux fester Bestandteil in unserer Firma. Ich war immer Stolz darauf Linux schon im Unternehmen einzusetzen als es noch keine Hype war. Wir setzten heute Linux und HP-UX parallel ein. Als Server lauft natuerlich Linux.
Es ist stabil, schnell und sehr vielseitig.
Den Uptime-Rekord haelt allerdings eine HP-Maschine zur Zeit (dicht gefolgt von einem Linux-Rechner). Windows spielt bei uns wenn ueberhaupt eine Untergeordnete Rolle (nur unter vmware).
Ich moechte an dieser Stelle all den Menschen danken, die
Linux und all die anderen Open-Source Projekte moeglich gemacht
haben.
Vielen Dank.
Ich freue mich auch weitere Jahre mit Linux und Open-Source.
Thomas Horstmann
 |
(Anonymous)
,
18. September 2001
Habe unter www.kernel.org gestöbert und versucht
mit oder weniger Erfolg Linux 0.0.1 zu laufen zu bewegen :-)
Muß ehrlich eingestehen, dass ein Mimix 2.0 Installationsversuch
erfolgreicher war !!
Thomas
,
18. September 2001
Es war an einem trüben Tag so am Anfang von 1992.
Damals saß ich grade an meiner Diplomarbeit im
Max-Planck-Institut, hatte einen schönen Internetzugang
und von einem (endlich brauchbaren) PC-UNIX gehört.
Nachdem ich schon 1985 einen der ersten Amigas in
Deutschland (noch NTSC) hatte und über das (ich muss
zugeben, immer noch gute) Amiga-Betriebssystem zu
UNIX kam und so gegen 1990 einen 386er dazu kaufte,
war ich entäuscht. Das also war der "Industriestandard"?
Das war ja um Welten schlechter und dazu langsamer
als mein "Uralt"-Amiga. An der Uni machte ich seit
1986 schon meine ersten Bekanntschaften mit UNIX und
passte meinen Amiga auch immer mehr an. Jetzt war
ich natürlich auf der Suche nach einem anständigen
Betriebssystem für meinen PC.
Auf dem Amiga hatte ich massig C-Programme geschrieben
und vor allem mit TeX gearbeitet. Das sollte auf dem
PC natürlich auch gehen. Also: Erster Versuch: Coherent.
Das war ein UNIX-V (glaube ich). War auf jeden Fall auch
so übel, dass ich's sofort wieder runter geworfen habe.
Dann endlich die Erlösung: In irgendeiner Newsgroup hatte
ich was zu Linux gelesen. Also ran ans Internet und - was
warens gleich noch? - so ca. 20 Disketten runterkopiert.
Es war eine 0.95plIrgendwas (weiss es nicht mehr genau).
Auf jeden Fall gleich auf der riesigen 40-MB-Platte eine
Partition freigeschaufelt und installiert. Lief sofort
problemlos.
Jetzt lies es mich natürlich nicht mehr los. Also brauchte
ich sofort ein TeX und damit man auch was sieht natürlich
auch X-Window. Dazu war natürlich erst mal eine andere
Grafikkarte und auch der doppelte Speicher (4 MB statt
2 MB) nötig.
Aber dann die Belohnung: Ein super stabiles System mit
C-Compiler, massig Tools und einem voll funktionierenden
TeX unter X-Window mit PostScript-Interpreter und
(endlich) gutem und schnellen Ausdruck von PostScript-
Dateien (das war das einzige, was mir mein Amiga damals
nicht bieten konnte).
Naja. Jetzt bin ich also seit 1992 intensiver Linux-User,
wie alle "Urgesteine" natürlich auch Fenster-Verächter
(ich brauche X eigentlich nur um möglichst viele X-Terms
und Emacs'es öffnen zu können; naja. Netscape, Ghostscript
und manch andere Tools sind auch nett, aber es reicht immer
noch der schlanke, schnelle, voll mit der Tastatur
bedienbare fvwm).
Nur leider: Meine Disketten von damals hab ich schon lange
überspielt (zuerst immer mit neuen Versionen, Slackware,
ftp-Orgien mit 40, 50, 60 Disketten) und jetzt?
Es gibt keine Distribution mehr, die man auf einem 386er
mit 4 MB RAM zum laufen kriegt :-( Schade. Eigentlich
wollte ich meinen alten Rechner jetzt als Router,
Firewall und Print-/Faxserver einsetzen.
 |
Dragao,
18. September 2001
das waren noch Zeiten ... da gabs noch keinen Kampf gegen M$, sondern gegen MVS ...
In einer deutschen Großbank haben wir UNIX auf Intel-Plattformen untersucht (Sinix, SCO, Interactive) und uns über fehlende Funktionen, Einblick in den Source-Code, schnelle Reaktionszeiten bei Bugs und den Preis geärgert ..... Träume werden eben irgendwann doch wahr!
Jens
,
18. September 2001
Herzlichen Glückwunsch Linux!
Wir setzen ca. 70 Server mit Linux ein und ich bin
immer wieder überrascht wie stabil und wie einfach
ein Linux-System zu administrieren ist.
Mit der neuen KDE2.2-Oberfläche wird Linux sicher
auch in naher Zukunft Einzug im Desktop bereich
finden - sofern endlich mal was im Bereich Office
Bereich getan wird ;-)
Na denn - auf die nächsten 10 Jahre
Gruss
Jens
M Menken,
18. September 2001
Auch wenn nicht immer alles gleich beim ersten Versuch so läuft wie man sich das vorgestellt hat, bin ich seit nunmehr ca. 7 Jahren immer wieder begeistert von Linux.
Dank an alle die Linux zu dem gemacht haben was es heute schon ist.
Michi,
18. September 2001
Danke an alle die bei Linux und Open Source Projekten mitgearbeitet und entwickelt haben. Der Siegeszug von Linux kann nicht mehr aufgehalten werden !
Schönen Tag noch an alle Linuxer
Michi
Dr. Thomas Wieland
,
18. September 2001
Meinen ersten Kontakt zu Computern hatte ich 1982 auf einem Commodore PET an der Uni, während meines Chemiestudiums. 1983 habe ich mir dann einen Commodore C64 geleistet. Darauf habe ich dann alles ausprobiert was ich nur in die Finger bekommen konnte, vom mitgelieferten Basic über Pascal bis zum 6502 Assembler. Meine Studienarbeiten habe ich auf diesem Gerät zu Papier gebracht. Zwischendurch habe ich dann noch einen Fortran Kurs für Chemiker auf dem damaligen Großrechner der Uni mit dem Betriebssystem BS 2000 belegt.
Um meine Diplomarbeit niederzuschreiben, leistete ich mir einen Atari ST 1040 zuzüglich einer Textverarbeitung von Application Systems, Heidelberg (leider fällt mir der Name nicht mehr ein). Die war dem, damals auf PC üblichen Word unter DOS, um Jahre voraus. Auch die Dissertation habe ich mit dem Atari geschrieben. In den 90igern konnte ich mir dann einen eigenen PC leisten, mit Windows 95 und einem 33k Modem. Damit machte ich meine erste Bekanntschaft mit der Internet.
Um zu verstehen, wie die Technik im Internet funktioniert, habe ich mit einem Freund einen Internet Club in einer Kneipe mit Internetzugang gegründet. Der hatte auch schon seit einiger Zeit ein Linux-System mit SuSE 5.0 laufen. Mir gefiel besonders, das auf diesem System alles lief um die Technik des Internets auf einem einzelen PC zu studieren. Außerdem gab es unwarscheinlich viel Software dazu. Hier wurde ich dann mit dem Perl Virus infiziert. Die Perl Bücher von OReilly waren, und sind mir eine große Hilfe.
Zur gleichen Zeit viel mir ein CHIP Spezial mit Linux (Debian) in die Hände. Die Installation war doch etwas aufwendiger, ist mir aber schlieslich gelungen. Auch eine graphische Oberfläche mit X11 und fvwm2 bekam ich ans Laufen. Kurz darauf habe ich mir dann SuSE 5.1 zugelegt. Und
bin seit diesem Zeitpunkt nicht mehr davon abgewichen. Inzwischen läuft auf diesem 'alten' PC SuSE 6.4. Zuhause setze ich schon kein Windows mehr ein. Ich muß sagen, das Betriebssystem Linux (egal welche Distribution) bietet für sehr wenig Geld alles was ich auf einem Computer benötige. Und das geht auch ohne Unsummen für BS und Office Paket einem Redmonder Unternehmen in den Rachen zu werfen.
 |
Stefan,
18. September 2001
Mein Linux-Geburtstag liegt ein paar Jahre zurück. Ich drückte mich damals (kurz vor meinem Mathestudium) immer um ein Buch herum. Jenes hieß Unix System V und hatte eine DLD-Distribution (DLD-Unix Version 2.1.1) auf einer CD-ROM mit dabei. So fing ich an...
Heute bin ich Inhaber einer kleiner Softwarefirma in Schleswig-Holstein und nenne - dank Linux - ein stabil laufendes Netzwerk mein eigen ...
Also, macht weiter so,
Stefan.
(Anonymous)
,
18. September 2001
Auch wenn Linux ein grossartiges und tolles Betriebssystem ist, habe ich an seinem 10ten Geburtstag nicht besonderes erlebt.
Thomas
,
18. September 2001
Mein erstes Linux habe ich bei einem Freund gesehen.
Es war schon beeindruckend, wie schnell und stabil es war.
Mein erstes eigenes Linux habe ich auf einem Laptop installiert. Als Literatur hatte ich "The Linux Bible - the GNU Testament" das war 1995, kurz bevor der 2.0 Kern herauskam.
Danach hat es mich nicht mehr losgelassen.
(Anonymous)
,
18. September 2001
Nach jahrelanger Erfahrung mit einer Midrange-Maschine einerseits und einer Reihe von standalone-PC's unter allen Windows-Versionen andererseits stehe ich heute vor der Aufgabe, für unsere Firma ein PC-basiertes Netzwerk aufzubauen.
Meine Windows-Erfahrungen waren nichts als Abschreckung, sowohl was Betriebssicherheit wie auch Kosten betrifft.
Vor allem letzteres hat geholfen, meine Chefs für Linux zu gewinnen.
Unser LAN steht zwar noch nicht, aber es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn wir nochmals von der Idee LINUX abweichen sollten.
otzenpunk
,
18. September 2001
Ich hab zur Feier des Tages versucht, RedHat7 auf RedHat7.1 upzugraden. Leider funktionierte das ganze nicht mit den vorhandenen Gnome1.4-RPMs, so daß ich letztendlich RH7.1 komplett neu installieren mußte, und dann Gnome1.4 wieder drauf :-(
Thomas Templin,
also known as: Käptn Blau Pinguin
,
18. September 2001
Das EDV Leben war ein Vorgeschmack auf die Hölle, vor dem
Erscheinen des kleinen knuffigen Pinguins. Na ja, fast,
wie alles in grauer Vorzeit, das war schon bei meinem Opa
so. :-))
Ich gehöre zu denen, die im Laufe ihres Studiums an einer
technischen Fachhochschule ihre ersten Kontakte mit der
EDV-Welt an den geheiligten Terminals eines Hitachi
Mainframes unter VM/CMS machen durften.
Wir haben uns wahre Schlachten mit der Tastatur geliefert
nur um unsere ersten FORTRAN Quellcodes, kaum mehr als
eine Din A4 Seite, einzuhacken. Hacken kann man wörtlich
nehmen, "ASDF QWERTYUIO QWER ZXCVBNM A QWERT", 30
Buchstaben absuchen, nur um FORMAT einzugeben! Dabei
waren wir noch gut dran, die Punch (Lochkartenstanzer), ca
300kg schwer, stand noch drohend hinter den
Arbeitsplätzen. Unter uns kursierten wahre
Horrorgeschichten über den armen Tropf, der letztes
Semester, kurz vor dem Testat, gestolpert war und seine
Lochkarten quer über den Fussboden der geheiligten Hallen
verstreut hat. Natürlich hatte er vergessen sie vorher
durch zu numerieren. Ähnliche Horrorzenarien kenne ich
Heute nur noch von genervten Anwendern eines bekannten
Textverarbeitungs- Programmes, aus den düsteren Gefilden
jenseits des gelobten Landes des Pinguins, die kurz vor
Abgabe ihrer Diplomarbeit stehen.
Danach waren die Suns und CAD der nächste Ritterschlag den
wir uns erschuften durften. PC's kamen bis zu diesem
Zeitpunkt privat noch nicht in die entfernteste Wahl, aus
finanziellen Gründen und auch aus Leistungs Gründen.
Irgendwann kam dann doch die erste 386'er WinDOSe auf den
Schreibtisch, Windows 3.0 und AutoCAD 9. *Tschuldigung ich
muss mich mal kurz schütteln, mir laufen da gerade einige
kalte Schauer über den Rücken.*
Bis dann endlich der Stern der Erkenntnis über dem
Horizont erschien. *Hier ist jetzt Zeit für "Fanfare for a
common Man" von Manfred Man's Earth Band oder irgend etwas
passendes aus dem Genre Monumental und Sandalen Film*
Gepriesen seien Albert und Andreas, meine damaligen
Betreuer im praktischen Studiensemester.
Die tägliche CAD Arbeit wurde in der Firma unter
SUN-Solaris/OpenLook mit MEDUSA erledigt. Für die Arbeit
zu Hause haben die beiden mir nebenbei kräftig geholfen
meine erste Slagware und SisCad-P von Staedler, fürs
CAD'en gemoppst von einer SuSE Distribution, zu
installieren.
Kurz danach kam dann meine erste SuSE 5.2. und denen bin
ich bis Heute Treu geblieben. *bis auf einige Abstecher zu
Debian und Knoppix...*
Ich kann es selber kaum glauben, das es erst so kurz her
ist. Man möchte meinen Linux gibt es schon ewig, na ja,
was nicht ist kann ja noch werden. Ich drück die Daumen,
und zwack mir jedes Jahr 300 DM's für meine Lieblings
Open-Source Projekte ab. Schliesslich will ich das meine
Enkel auch noch was von dem Spass mitkriegen.
Kampf den Blaunasen und Rotmützen,
Thomas
p.s. Zu Kontoverbindungen und Kontakt Adressen schauen Sie
auf die WEB-Seite Ihres Lieblings Open-Source Projektes,
Nebenwirkungen auf bestimmte komerzielle Produkte sind
erwünscht. *grins*
 |
J.M.R.
,
17. September 2001
Ich hab relativ spaet angefangen mit Linux zu spielen. Suse 6.0 war der erste Linux-Kontakt.
Ich weiss jetzt wenigstens wieso der heutige Tag so nett war ;)
Michael Reutter
,
17. September 2001
Ich bin auch noch nicht so lange in der Linux-Gemeinde.
Angefangen hat es bei mir mit einer SuSE 5.3, die ich auf meinem 486 installiert habe.
(Begleitet von den Büchern des O´Reilly Verlages, von denen ich als Buchhändler natürlich immer besonders begeistert bin).
Mittlerweile begleitet mich Linux privat (Laptop/Desktop) und in der Firma (Server) und ich wüßte nicht mehr was ich ohne täte!.
Auch von mir: Alles Gute zum 10ten und weiter so!
Hannes Lau
,
17. September 2001
Wie ich zu Linux kam? Eigentlich mit drei Schritten und Ereignissen.
Zuerst kam auf meinem damaligen Rechner "mal wieder" das handelsübliche Betriebssystem aus Redmond zum Erliegen. Diesmal allerdings derart heftig, daß mein Drucker nicht mehr drucken wollte, trotz aller meiner Mühen. Einige Stunden später, verbracht an einschlägigen Hotlines und gute 100 DM an Telefonkosten ärmer, war ich kein Schritt weiter.
Ein wirklich netter Mitarbeiter dieses Redmonder Großkonzerns sagte am Telefon abschließend zu mir (O-Ton): "Ich habe ja eine Lösung Ihres Problems, nur ich darf Sie Ihnen nicht sagen." Was mir sehr zu denken gab. Das war im Frühherbst 1998.
Ich suchte nach einer Lösung aus dem Dilemma eines ständigen "Neu-Installieren und geht trotzdem nicht".
Das zweite Ereignis:
Kurze Zeit später erschien bei der Zeitschrift "PC-Intern" der Druck: "Der Microsoft Freie PC". Die Zeitschrift schlug nach meinem Erinnern ein, wie eine Bombe: Innerhalb kürzester Zeit war die Zeitschrift ausverkauft. Ich bekam gerade noch eine der letzten ab. Und ich verschlang sie wahrhaft. Endlich nannte mal jemand die Alternativen zum bekannten Redmonder Wirrwarr. Die Lösung tat sich auf: Linux. Doch wie beginnen ohne Hilfe und Unterstützung? Aus Bekannten- und Verwandtenkreisen kannte kaum einer mehr von der Materie. So wagte ich den Beginn noch nicht.
Im Februar 1999 dann das dritte Ereignis:
Die hiesige, eingeschworene Gruppe der Unix- und Linux-User veranstaltete mit viel Medienwirksamkeit die erste Linux-Install-Party. Auch ich schleppte meinen Rechner dahin. Auf die Frage, wo ich den nun aufbauen könnte, empfing man mich mit: "Willkommen im organisierten Chaos. Bau mal dahinten irgendwo auf." Es war brechend voll und eine super Stimmung. Erstmals wurde bei mir Linux installiert, seinerzeit noch die bekannte SuSE, Version 6.0.
Anfangs mehr aus Interesse und zum Probieren, wurde langsam mehr daraus.
Heute fahren hier alle meine Rechner mit Linux und wohin ich auch komme, um mal wieder einen Rechner im Bekannten- und Verwandtenkreis auf Trab zu bringen, wird natürlich erstmal Linux installiert :-) Mittlerweile setze ich nur noch Debian ein. Der Umstieg auf Linux hat sich voll gelohnt. Auch mein Wissen über Computer, Netze und Internet hat sich potenziert auf eine Art, wie sie mir aus Redmond wohl nie gegönnt worden wäre ;-)
Zum Verständnis: Ich bin kein Hacker oder Freak, ich bin nur Anwender. Ich meine von mir, daß ich kaum mehr Ahnung von Linux habe, als unbedingt nötig und noch weniger vom wirklichen Innenleben der Computer weiß. Trotzdem oder gerade deswegen möchte ich Linux nicht mehr missen und ich ärgere mich noch heute über jede vergeudete Zeit mit proprietären Software- "Lösungen".
 |
Karl Heinz Kremer
,
17. September 2001
Ist es wirklich schon so lange her? Es kommt mir vor wie
gester, dass ich das TeX System auf meinem 386SX mit 16MHz
und 4MB kompiliert habe. Das ganze hat damals immer ca.
einen Tag gedauert, aber ich hab's immerhin geschafft. Mit
einem kleinen Bugfix fuer TeX war dann dieses System auch
nach Linux portiert. Ich muss zugeben, dass dies nicht
ganz vor 10 Jahren war, ich hab' erst im Januar 1992 die
notwendige Modem-Bandbreite gehabt, umd Linux (ueber's
Maus-Netz) 'runterzuladen.
Seit dem hab' ich unzaehlige ehemalige Windows, Solaris und
SCO User davon ueberzeugt, dass Linux das bessere System
ist.
Alles Gute fuer die naechsten 10 Jahre.
weiti
,
17. September 2001
Tja, kenen tu ich Linux "erst" seit Kernel 2.0.32,
also noch relativ neu. Aber lieben habe ich es schon
sehr schnell gelernt.
Sei es nur als ISDN Router, Samba Fileserver, u.v.m. Oder auch nur, das auch ein zusammengestückelter 386er alle
mein Wünsche und Bedürfnisse erfüllt hat.
Auch wenn es einem die eine oder andere Distribution nicht unbedingt leicht macht, Linux ist und bleibt immer meine Erste Wahl.
An die ganze Open-Source Gemeinde: Weiter so !
Woife
,
17. September 2001
Ich bin seit 1988 mit SunOS und später auch mit Solaris vertraut (alles auf Suns). Auch mit Minix habe ich
immer ein bisserl gespielt (auf meinem ST).
1996 hab´ ich mit dann den ersten PC gekauft.
Das war/ist ein Toshiba 105CS LAPTOP.
Darauf mußte ich natürlich alles probieren, was nicht
M$ heißt. Linux kam mir da gerade recht und.... es
lief ... von Anfang an "wie ein Glöckerl".
Seither laufen alle PC basierenden Rechner meiner
1 1/2 Mann Firma auf 1. Linux 2. Linux 3. Solaris und 9997,34. auf NT
Danke Linus!
Hans Peter Losert
,
17. September 2001
Mein erster Kontakt mir Linux war die Version 0.97 auf zwei Disketten.
Diese stammten von einer Shareware CD.
Das war 1993, natuerlich hab ich die CD heute noch.
Kurze Zeit spaeter ueberedeten mich zwei Kollegen doch zu dritt die SuSE Version auf 30 Disketten zu kaufen.
Diese Disketten hab ich dann auf einem 486/33Mhz mit 4MB RAM installiert.
Wenn man vergass den Swap anzulegen und zu aktivieren lief das System dann in den Keller.
Die Anleitung waren insgesamt nur ein paar Blaetter.
Zum Glueck hatten wir gleich das Linux-Handbuch dazu gekauft.
Der liebste Linux-PC den ich habe ist allergings ein Thoshiba Libretto 50 CT den ich in USA bestellte.
Dieser laeft nun mit 4GB Platte und SuSE 6.2 und KDE 1.xx.
Inclusive LAN und Audio.
Damit erregt man heute noch Aufsehen ein ausgewachsenes Unix auf solch einem kleinen Geraet.