5 Tipps für gute Websites




 

Die Website steht – aber für Details wie sauberen Quellcode oder interessante Inhalte hat die Zeit einfach nicht gereicht? Das muss nicht sein. Wer ein paar Grundregeln beachtet, kann auch unter großem Zeitdruck attraktive und einfach zu pflegende Websites entwickeln. Die fünf wichtigsten Regeln hat Matthew MacDonald, Autor des Buches Websites erstellen: Missing Manual, für Sie zusammengestellt.


Websites erstellen:
Missing Manual

Glauben Sie auch, dass man für die Erstellung einer Website ein Heer von Programmierern braucht? Dann sollten Sie Ihre Meinung vielleicht überdenken. Tatsächlich genügen dafür ein schlichter PC, eine gute Portion Ehrgeiz - und dieses Buch. Diese Bausteine reichen aus, um professionell gestaltete und besucherfreundliche Websites zu erstellen. Dieses Missing Manual enthält alle Werkzeuge, Techniken und das nötige Expertenwissen, um sofort in die Welt der Website-Erstellung einzutauchen. Behandelt werden XHTML und JavaScript, Design und Layout mit CSS sowie das Einbinden von Bildern, Audio und Video. Sie erfahren aber auch, wie Sie die Website planen, einen Blog erstellen, eine Community aufbauen, Nutzerstatistiken generieren oder mit Ihrer Website Geld verdienen.

Ausführliche Informationen zum Buch finden Sie hier.

Das Kapitel 7: Grafiken können Sie hier als PDF probelesen!

Der Autor

Matthew MacDonald ist ein außergewöhnlicher Autor und Programmierer. Zu seinen Büchern zählen Excel 2007: The Missing Manual und Access 2007: The Missing Manual sowie über ein Dutzend Bücher zur Programmierung mit dem Microsoft .NET Framework. Matthew ist außerdem Autor von Dein Gehirn: Das fehlende Handbuch, einer eigenwilligen Erkundung der seltsamen und wunderbaren Welt Ihrer grauen Zellen. In einer weit zurückliegenden Zeit studierte er englische Literatur und theoretische Physik. .


Theoretisches Wissen über die Entwicklung der perfekten Website ist heute überall verfügbar – auch Sie haben sicher schon jede Menge darüber gelesen und gehört. Doch wenn die Deadlines näher rücken, werfen selbst die Besten unter uns allzu oft ihre guten Vorsätze über Bord: Hauptsache, das Projekt wird pünktlich fertig. Das ist absolut verständlich und kein Grund zur Panik. Hätten alle Webentwickler mit dem Upload ihrer Seiten gewartet, bis sie perfekt gewesen wären, dann wäre das Internet heute ein ziemlich einsamer Ort. Aber Vorsicht: Was Ihnen im ersten Moment Arbeit spart, kann später zu schweren Migräneattacken führen. Deshalb lohnt es sich, bei der Webentwicklung zumindest einige zentrale Prinzipien im Kopf zu behalten und konsequent zu befolgen. Im Folgenden finden Sie meine Top-5 der wichtigsten Regeln. Ignorieren auf eigene Gefahr!

1. Fügen Sie immer ein Doctype ein

Auch wenn Sie Ihre Seiten noch im klassischen HTML-, statt im aktuellen XHTML-Format entwickeln, können Sie XHTML-Features zur Strukturierung und Formatierung Ihrer Seiten nutzen. Sie werden von den Browsern ohne Probleme verarbeitet. Vergessen Sie dabei aber auf keinen Fall, das Doctype einzufügen – die kurze Anweisung am Anfang einer Seite, die dem Browser sagt, welches Markup (welchen HTML-Code) Sie verwenden. Anderenfalls laufen Sie große Gefahr, dass Ihre Seiten uneinheitlich dargestellt werden. Der Grund: Einige Browser – darunter auch der Internet Explorer – wechseln in einen rückwärtskompatiblen Modus, auch als „quirks mode“ bekannt, wenn sie das Markup nicht identifizieren können. Das heißt, sie versuchen, sich wie ein Browser aus den 90er Jahren zu verhalten. Häufig führt das dazu, dass Textgröße und Layout unterschiedlich ausfallen, je nachdem, in welchem Browser die Seite aufgerufen wird. Mehr über Doctypes und ihre Anwendung lesen Sie hier: Fix Your Site With the Right Doctype!

2. Halten Sie Formatierungen aus Ihrem Markup heraus

Wer in Eile ist, wird leicht faul und wendet Inline-Styles (oder noch schlimmer: Formatierungs-Tags) auf das XHTML oder HTML seiner Seite an. Das geht oft ins Auge, denn meistens wird eine bestimmte Formatierung innerhalb eines Webauftritts mehr als einmal benötigt – zum Beispiel für eine bestimmte Spalte, für Headlines oder für Hinweiskästen. Um sicherzustellen, dass Ihre Seiten ein einheitliches Aussehen erhalten, und um das Seitendesign bequem pflegen zu können, sollten Sie alle Formatierungsanweisungen an einem zentralen Ort ablegen: in einem externen Stylesheet. Die Browser greifen beim Laden der Seite auf diese Informationen zurück und bauen die Seite genau so auf, wie Sie es wünschen. Optimalerweise sorgen die Stylesheets zudem dafür, dass Sie die Website mühelos auf jede beliebige Weise umgestalten können. Ein beeindruckendes Beispiel für die Flexibilität der Stylesheets finden Sie auf den Seiten von CSS Zen Garden.

3. Nie mehr “Under construction”

Denken Sie an Ihr Lieblingsgeschäft und stellen Sie sich vor, es wäre im Zustand einer Baustelle. Sie müssten durch halbdunkle Korridore irren und sich zwischen Leitern und schwerem Baugerät hindurch schlängeln, bis Sie die Räume erreichen, in denen noch Produkte stehen. So ähnlich ergeht es den Besuchern einer Website, die sich "under construction" befindet. Der Hinweis auf Bauarbeiten und vage Versprechungen in Bezug auf zukünftige Inhalte werden Ihre Besucher in Scharen vertreiben. Klar: Ihre Seite ist wahrscheinlich noch nicht fertig, wenn sie zum ersten Mal online geht. Aber stellen Sie sicher, dass das, was schon da ist, auch für sich betrachtet einen echten Nutzen bietet. Anstatt die Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was noch fehlt, bauen Sie einfach das, was Sie schon haben, kontinuierlich weiter aus.

4. Überlegen Sie gut, ob Sie für das Webdesign auf Copy und Paste setzen

Viele Websites weisen auf allen Seiten und Unterseiten das gleiche Design auf. Schauen Sie sich beispielsweise einmal auf Amazon.de um: Sie werden feststellen, dass es immer einen Menü-Header oben auf der Seite und eine Sidebar auf der linken Seite gibt.

In der Hölle sind eigens Plätze für Webentwickler reserviert, die versuchen, ein durchgängiges Design zu erzielen, indem sie ihren XHTML-Code (etwa ein Set von "div"-Elementen oder ein "table"-Element) von einer Seite in die andere kopieren. Eine solche Praxis führt zu chaotischen Seiten, die sich nicht mehr fehlerfrei verwalten oder modifizieren lassen. Das gilt sogar für kleine Webauftritte.

Wenn Sie ein Seitenlayout mehrmals benötigen, greifen Sie lieber auf eine der anderen Optionen zurück: Nutzen Sie Server Side Includes (was Webhosting-Support voraussetzt), Seitentemplates (falls Sie ein Websitetool wie Adobe Dreamweaver oder Microsoft Expression Web besitzen), Frames (die allerdings manchmal Macken aufweisen) oder eine Webentwicklungsplattform (wenn Sie bereit sind, zuvor einen Crashkurs in Programmierung zu belegen).

5. Behalten Sie Ihre Besucher im Auge

Ist da jemand? Es macht keinen Sinn, eine Website zu betreiben, wenn Sie keine Besuche generieren. Beobachten Sie also, welche Inhalte Besucher anziehen und auf der Seite halten, und welche sich als Flops erweisen. Am besten gelingt Ihnen das mit einem kostenlosen, aber sehr professionellen Service namens Google Analytics. Sie kopieren einfach einen kurzen Tracking-Code auf jede Ihrer Seiten – schon nach wenigen Stunden werden Sie in der Lage sein, einfache Fragen wie die folgenden zu beantworten: "Wo leben meine Besucher?", "Wie lange dauert ein typischer Besuch?" und "Welche Seiten kommen am besten an?".

Weitere Tipps für die Erstellung erfolgreicher Webseiten finden Sie in dem Buch Websites erstellen: Missing Manualvon Matthew MacDonald.

Übersetzung: Nathalie Pelz/Susanne Gerbert


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