Webtracking-Glossar


 


Viele Webtracking-Begriffe sind nicht unbedingt geläufig.
Damit Sie immer genau wissen, wovon die Rede ist, haben Udo Möller und Michael Kröhn in ihrem Buch "Die Kunst des Webtrackings" die wichtigsten Webtracking-Begriffe für Sie zusammengestellt und erläutert.

Klicken Sie einfach auf einen Begriff und lassen Sie sich die Bedeutung anzeigen!



Das Buch
Die Kunst des Webtrackings beschreibt die konkreten Phasen eines Webtracking-Projekts am Beispiel der Webseite eines fiktiven Gastronomiebetriebes. Dabei werden folgende Themen behandelt:

• Projektteam und -plan
• Trackingverfahren
• Metriken / Kennzahlen
• Datenvalidierung
• Kampagnen-Tracking
• Management-Reporting
• Trackingsoftware


Ausführliche Informationen zum Buch finden Sie hier.

Das Kapitel 4: Metriken und Kennzahlen können Sie hier als PDF probelesen!



Die Autoren


Michael Kröhn entwickelte schon zu Schulzeiten eine Vorliebe für Zahlen, die er während seiner naturwissenschaftlichen Ausbildung vertiefen lernte. Angewandte Mathematik betrieb er bei seinen Streifzügen durch das Frankfurter Nachtleben (120 plus minus zwei Beats pro Sekunde, Acht von Zehn auf der Schönheitsskala, asymptotisch gegen die Promillegrenze) ebenso, wie für eine große deutsche Bankgruppe, wo er für die technische Seite des Webtrackings verantwortlich zeichnete.

Udo Möller gründete nach dem European-Business-Studium die Odin-Agency und berät seit mehr als zehn Jahren Unternehmen rund um das Thema Web Analytics. Der "Sternekoch" hat sich auf leicht verdauliche und ansprechend garnierte Tracking-Menüs spezialisiert, mit denen er tagtäglich seine Gäste verzaubert.

Hilfreiche Links
Welche Internetportale bieten weitere Informationen zum Webtracking? Folgende Anlaufstellen empfanden die Autoren als besonders nützlich:


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AdClicks
Klick auf ein Bannerelement
AdViews
Anzahl der Bannereinblendungen
Benchmark
Kennzahl, um die Performance einer Website zu messen
Bid Management
Planung und Durchführung von Suchmaschinenstrategien
CHURN Management
Ein Kunstwort aus Change und Turn, bezeichnet den Versuch, Kundenabwanderungen zu vermeiden
Click Through Rate
Auch CTR; eine Kennzahl im Bereich Internetmarketing, die die Anzahl der Klicks auf ein Werbebanner oder einen Sponsorenlink im Verhältnis zu den gesamten Impressionen darstellt; wird eine Werbung hundertmal angezeigt und dabei einmal angeklickt, beträgt die Klickrate 1%.
Clickstreams
Navigationspfade der Besucher einer Website
Content Management-System
Auch CMS; ein Anwendungsprogramm, das die gemeinschaftliche Erstellung und Bearbeitung des Inhalts von Text- und Multimediadokumenten ermöglicht und organisiert, meist für das World Wide Web; ein Autor kann ein solches System auch ohne Programmier- oder HTML-Kenntnisse bedienen; der darzustellende Informationsgehalt wird in diesem Zusammenhang als Content (Inhalt) bezeichnet.
Conversion
Kennzahl für die Messung des Erfolgs von Aktionen bzw. Maßnahmen
Cookies
Bezeichnet Informationen, die ein Webserver zu einem Browser sendet oder die clientseitig durch JavaScript erzeugt werden; der Client sendet die Informationen in der Regel bei späteren Zugriffen an denselben Webserver im Hypertext Transfer Protocol-Header an den Server.
Corporate Identity
Auch CI oder »Unternehmensidentität«; der abgestimmte Einsatz von Verhalten, Kommunikation und Erscheinungsbild nach innen und außen; Basis dafür ist das Unternehmensleitbild, das durch die Corporate Identity mit Leben gefüllt wird. Ziel der Corporate Identity ist die nachhaltige Unternehmensentwicklung; die CI ist die Persönlichkeit einer Organisation, die als einheitlicher Akteur handelt und wahrgenommen wird.
Cross Selling
Auch »Querverkauf«; bezeichnet im Marketing den Verkauf ergänzender Produkte, um den Umsatz pro Auftrag zu erhöhen.
Customer Lifetime Value
Der Deckungsbeitrag, den ein Kunde während seines gesamten »Kundenlebens« realisiert
Customer Relationship Management
Auch CRM, »Kundenbeziehungsmanagement«; bezeichnet die Dokumentation und Verwaltung von Kundenbeziehungen; wichtiger Baustein für Beziehungsmarketing; da Kundenbeziehungen langfristig ausgerichtet sind, steigert es den Unternehmenserfolg, alle kundenspezifischen Unternehmensaktivitäten aufzuzeichnen.
Dashboard
Auch IT-Dashboard, Scorecard, Cockpit-Chart, Kennzahlencockpit; eine Visualisierungsform großer Mengen von meist verteilten Informationen in verdichteter Form, z. B. als Kennzahlen, Messpunkte oder Key Performance-Indikatoren (KPI); der Grad sowie die Visualisierungsform der Verdichtung ist ziel- und adressatenabhängig.
Design for Analysis
Website-Aufbau und Strukturierung, für Reporting-Anforderungen optimiert
Document Lifecycle
Die Unterstützung des vollständigen Lebenszyklus von Dokumenten von ihrer Entstehung über Nutzung, Speicherung, Archivierung und Ausgabe bis zur Entsorgung mithilfe von Informationslebenszyklus-, Dokumenten- oder Enterprise-Content-Managementsystemen
Entry Page
Erste besuchte Seite innerhalb eines Visits
Exit Page
Letzte besuchte Seite eines Visits
Heatmap
Grafische Darstellung, die die Zugriffshäufigkeiten auf verschiedene Bereiche einer Seite in Form von unterschiedlichen Farben visualisiert
Hits
Anzahl der Objekte; meist mit den Logzeilen identisch
Hot Spots
Zonen erhöhter Zugriffshäufigkeit, beispielsweise in einer Heatmap-Darstellung
Hybridverfahren
Nutzung von mehreren Trackingverfahren, beispielsweise Sniffer und Logauswertung, um ein Maximum an (validen) Informationen zu erhalten
Inhouse
Installation und Betrieb von Software innerhalb der eigenen Organisation
Jumppage
Weiterleitungsseite, die man zwischenschaltet, um die Klicks auf Links zu messen, die auf einen externen Webauftritt verweisen; der Klick auf den Link erzeugt einen Request im eigenen Logfile.
KPI
Key Performance Indicator; wichtige Kennzahlen, um die Performance der Website zu messen, beispielsweise Visits, Visitors, Conversions etc.
Landing Page
Webseite, auf der die Banner zu einer bestimmten Aktion verweisen; meist die Einstiegsseite der Kampagne
Logdatei
Engl. log file; beinhaltet das automatisch erstellte Protokoll von Aktionen von Prozessen auf einem Computersystem; die korrekte Bezeichnung ist deshalb Protokolldatei.
Management Reporting
Auf die Zielgruppe zugeschnittene Berichtserstellung mit einem Fokus auf Visualisierung, meist in Power Point oder Excel
Mapping
Zuweisen eines Wertes zu einem bestehenden; Beispiel:
/page/12345abc.html;Kontakt
Der kryptischen URL /page/12345abc.html weist man den Wert »Kontakt« zu, der dann später im Reporting erscheinen wird.
Namenskonvention
Benennungsrichtlinie für die Erstellung von Dateinamen bzw. der Verwendung von Parametern
Neartime Tracking
Bereitstellung von Zugriffsdaten mit leichter Zeitverzögerung (einige Minuten)
On Demand
Nutzung eines Systems, das nicht innerhalb der eigenen Organisation betrieben wird
one face to the customer
Zentraler Ansprechpartner für die Kunden, der sich um ihre Belange kümmert
Out-of-the-Box-Reports
Standardreports, die ein Tool nach der Installation bzw. Servicebeginn direkt bereitstellt
Page-Views
Inhaltsrelevante Seitenaufrufe
Pitch
Veranstaltung, bei der mehrere Anbieter ihre Produkte/Lösungen anbieten; Ziel ist aus Kundensicht das Treffen einer Vorauswahl
Pixeltracking
Als Zählpixel (engl. Tracking Bug, Web Bug, Clear GIF, Web Beacon; deutsch auch Web-Wanze, Tracking-Pixel, IVW-Pixel, ivwbox, Pixel-Tag, Pixelmethode, Ein-Pixel-Bild, 1×1-GIF) bezeichnet man kleine Grafiken in HTML-E-Mails oder auf Webseiten, die eine Logdatei-Aufzeichnung und eine Logdateianalyse ermöglichen, die oft für statistische Auswertungen verwendet werden. Die meist nur 1×1 Pixel messenden Bilder sind häufig auch transparent oder in der Farbe des Hintergrundes erstellt, damit sie nicht sichtbar sind. Wird ein Dokument geöffnet, wird dieses kleine Bild von einem Server im Internet geladen, so dass dieser Download dort registriert werden kann. So kann der Betreiber des Servers sehen, wann und wie viele Nutzer dieses Zählpixel brauchten bzw. ob und wann eine E-Mail geöffnet oder eine Webseite besucht wurde.
Preprocessing
Logfilemanipulation, meist unter Verwendung von (Perl-)Skripten, indem unerwünschte Werte entfernt bzw. ersetzt werden
Prerequesites
Notwendige Voraussetzungen für die Durchführung einer Aktion; beispielsweise die Installation des entsprechenden Service-Pack, das vom Trackingsystem benötigt wird, aber auch die Bereitstellung der Hardware für das System
Proof of Concept
Deutsch: »Machbarkeitsbeweis, Machbarkeitsstudie«; ein Meilenstein, an dem die prinzipielle Durchführbarkeit eines Vorhabens belegt ist. In der Regel ist mit dem Proof of Concept die Entwicklung eines Prototyps verbunden, der die benötigte Kernfunktionalität aufweist. Mit einem Proof of Concept können Risiken in der Entscheidung minimiert werden.
Proxy
Von engl. proxy representative = »Stellvertreter«, zu lat. proximus = »der Nächste«; arbeitet als Vermittler, der auf der einen Seite Anfragen entgegennimmt, um dann über seine eigene Adresse eine Verbindung zur anderen Seite herzustellen. Wird der Proxy als Netzwerkkomponente eingesetzt, bleibt die wahre Adresse eines der beiden Kommunikationspartner dem anderen Kommunikationspartner komplett verborgen, was eine gewisse Anonymität schafft.
Realtime Tracking
Bereitstellung von Zugriffsdaten ohne merkliche Zeitverzögerung
Referrer
Zuvor besuchte externe Website, über die der User zu einer anderen gekommen ist
Return on Investment
Kurz ROI, dt. »Kapitalverzinsung, Kapitalrendite«; ein Modell zur Messung der Rendite des eingesetzten Kapitals
Scanner/Bots/Robots
Ein Computerprogramm, das weitgehend autonom ständig gleichen, sich wiederholenden Aufgaben nachgeht; Beispiele sind die Webcrawler von Internetsuchmaschinen, die selbsttätig Webseiten besuchen, wobei sie den vorhandenen Links folgen und dabei ggf. den Inhalt der Seiten auswerten.
Schweinezyklus
Ein Begriff aus der Agrarwissenschaft; bezeichnet eine periodische Schwankung auf der Angebotsseite. Bei hohen Preisen kommt es zu verstärkten Investitionen, die sich allerdings wegen der Aufzuchtzeit erst verzögert auf das Angebot auswirken und dann zu Überangebot und Preisverfall führen. Infolgedessen kommt es zur Reduzierung der Produktion, die sich ebenfalls erst zeitverzögert auswirkt und dann zu einem relativen Überschuss der Nachfrage (»Angebotslücke«) und dadurch steigenden Preisen führt.
Scorecard
Ein Konzept zur Messung der Aktivitäten eines Unternehmens im Hinblick auf seine Strategien, um den Führungskräften einen umfassenden Überblick über die Leistungsfähigkeit und Effektivität der Organisation zu bieten
Server Calls
Events, die ins Tracking Warehouse laufen; werden langfristig die Page-Views bei der Lizenzierung ersetzen, aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Web 2.0.
Sewing
Zusammenführen von Logfiles, die auf verteilten Systemen liegen
Sniffer
Von engl. to sniff »riechen, schnüffeln«); eine Software, die den Datenverkehr eines Netzwerks empfangen, aufzeichnen, darstellen und ggf. auswerten kann
Stickiness
Verhältnis von Page-Views zu Visits
Storyboard
Eine zeichnerische Version eines Drehbuchs oder eine Visualisierung eines Konzeptes oder einer Idee
Trichteranalyse
Engl. funnel analysis; Prozessanalyse, die in der Form eines Trichters die Nutzung der gesamten Strecke darstellt
Triple-L-Tool
Lasttest, Loading Time Performance und Linkchecker in einem Programm vereint
Trouble Ticket-System
EDV-gestütztes System zur Verwaltung und Bearbeitung von Kundenanfragen, wobei der Kunde für jede seiner Anfragen ein Ticket in einer Datenbank eröffnet
URL-Parameter
Schlüssel/Wert-Paare wie beispielsweise flash-version=9
Verweildauer
Durchschnittliche Zeit, die ein User auf der Website bleibt
Visitors
Anzahl der unterscheidbaren Besucher
Visits
Anzahl der unterscheidbaren Sessions/Sitzungen
Watchdog
Englisch »Wachhund«; wird verallgemeinert für eine Komponente eines Systems verwendet, die die Funktion anderer Komponenten überwacht. Wird dabei eine mögliche Fehlfunktionen erkannt, wird das entweder gemäß Systemvereinbarung signalisiert oder es werden geeignete Sprunganweisungen eingeleitet, die das anstehende Problem bereinigen.
Web Analytics/Webtracking
Auch web controlling, Webanalyse, Datenverkehrsanalyse, Traffic-Analyse, Clickstream-Analyse; die Sammlung und Auswertung des Verhaltens von Besuchern auf Websites. Typischerweise wird untersucht, woher die Besucher kommen, welche Bereiche aufgesucht werden und wie oft welche Seiten gesehen werden. Für professionell betriebene Websites wird diese Analyse vor allem zur Optimierung der Website und zum besseren Erreichen von Zielen der Website (z. B. Häufigkeit von Besuchen, Vermehrung von Seitenaufrufen, Bestellungen, Newsletter-Abonnements) eingesetzt.
Workflow
Ein Prozess (alternativ Geschäftsvorfall oder allgemein Vorgang oder Arbeitsablauf), der aus einzelnen Aktivitäten aufgebaut ist, die sich auf Teile eines Geschäftsprozesses oder andere organisatorische Vorgänge beziehen.
Das Glossar ist entnommen aus Die Kunst des Webtrackings. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie hier.

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