Im Aufwind: der IT-Arbeitsmarkt


 


Zwischen glänzenden Jobperspektiven und frustrierendem Berufsalltag - wie IT-Fachleute ihren Traumjob finden und erfolgreich ausüben können, erklärt jetzt ein Fachbuch des O'Reilly Verlags.

Wir stellen Ihnen an dieser Stelle das Buch vor und geben hilfreiche Tipps für Ihre erfolgreiche Karriere in der IT-Branche.

 


Zum Buch

Wie finde ich den Job in der IT-Branche, der wirklich zu mir passt? Wie erfahre ich mehr über mich selbst, über meine Stärken und Schwächen? Ist für mich eine Selbständigkeit sinnvoll oder bin ich eher der Typ für eine Anstellung? Wo finde ich die interessanten Stellen und wie kann Networking mir dabei helfen?

Auf all diese Fragen und noch einige mehr gibt das Buch kluge und ehrliche Antworten, die aus der Praxis kommen. Gespickt mit unzähligen wertvollen Hinweisen, Erfahrungsberichten, Interviews, Adressen und Links ist das IT-Karrierehandbuch ein unerlässlicher Begleiter für eine zufriedene und erfolgreiche Berufstätigkeit in der IT-Branche.

Kurzum: eine Fülle von Informationen mit hohem Nutzwert ganz speziell für den IT-Freak und "Geek".

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Über die Autorin

Martina Diel hat vor vielen Jahren Romanistik studiert und zunächst einige Zeit in Organisations- und IT-Themen in der Konsumgüterindustrie gearbeitet. Anschließend hat sie in die IT-Beratung gewechselt und war als Beraterin, Projektleiterin, Projekt- und Key Account Manager tätig.

Was sie denkt und schreibt, basiert auf 40 Jahren Lebenserfahrung, rund 15 Jahren Berufserfahrung, vor allem im "People's Business" Beratung, etwas Psychologie und natürlich einer guten Prise gesunden Menschenverstands. Das ist alles, und das ist genug.

Aktuelle Infos über Martina erfahren Sie auch auf ihrer Website.

Karriererechner

... oder zahlt man am Ende noch drauf? Was bringen alle Überstunden, Dienstreisen und die freiwilligen Einsätze während der Urlaubszeit? Und wie schlagen der Ärger über die Kollegen und der Verzicht auf ein entspanntes Familienleben zu Buche? Ganz nüchtern rechnet das Wirtschaftsmagazin Capital alle Mehraufwendungen des Lebens für die Karriere dem Bruttogehalt gegen – und präsentiert dann ein Ergebnis, das auf jeden Fall zum Nachdenken anregt, ob mit positivem oder negativem Vorzeichen.

Zum Capital-Rechner „Was kostet Ihre Karriere“ >>


„Die Job-Perspektiven für IT-Fachkräfte sind so gut wie seit Jahren nicht mehr", verkündete der BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer im Dezember vergangenen Jahres. 43.000 Stellen seien unbesetzt, bei 64 Prozent aller Unternehmen behindere dies sogar die Geschäftstätigkeit. Etwa 30.000 arbeitslose IT-Fachkräfte stehen dem entgegen – nicht genügend also, und oftmals nicht ausreichend qualifiziert. Insbesondere Administratoren, Softwareentwickler, IT- und Projektmanager würden gesucht. „Der Arbeitsmarkt ist leer gefegt“, berichtet Scheer auch dem Handelsblatt-Magazin Junge Karriere.

Gesucht: hoch qualifiziertes Personal

Chancenreich sei der Arbeitsmarkt vor allem für Akademiker: Ein Großteil der ausgeschriebenen Stellen setzt ein Informatik- oder Ingenieursstudium voraus. Quereinsteigern weht dagegen ein immer kälterer Wind entgegen. Das bemerkte auch Martina Diel, die regelmäßig Bewerber in ihrer Berufsplanung berät. In ihrem IT-Karrierehandbuch fordert sie mehr Einsatz: „Auch heute noch steht die Informatik Fachfremden offen – wenn sie bereit sind, sich selbst mit viel Eigeninitiative und Interesse in ihre Themen einzuarbeiten.“

Fachwissen und Austausch

Diel rät unter anderem, den Mangel an formaler Qualifikation durch Weiterbildungen auszugleichen. Auch Herstellerzertifikate wie das für Netzwerkadministratoren interessante CCNA (Cisco Certified Network Associate) oder für Linux-Sysadmins das LPIC (Linux Professional Institute Certification) können ein wichtiges Unterscheidungskriterium gegenüber Mitbewerbern sein. Außerdem hilft die Jobsuche außerhalb ausgetretener Pfade: Immer mehr Unternehmen nutzen Messen wie die CeBIT zur Personalsuche oder durchforsten Online-Netzwerke wie XING nach Mitarbeitern.

Die höchste Erfolgsquote haben allerdings persönliche Kontakte, denn nicht selten werden Stellen gar nicht öffentlich ausgeschrieben. Jobsuchende sind gut beraten, wenn Sie sich als Referent auf Konferenzen präsentieren, über Usergroups vernetzen oder regelmäßig an fachlichen Diskussionen in Webforen teilnehmen. So werden potenzielle Arbeit- und Auftraggeber von ganz allein aufmerksam – und die Verhandlungsposition für den Bewerber ist dabei auch noch besser. Das ist gerade jetzt von Vorteil, denn die gezahlten Gehälter hinken dem Fachkräftemangel noch hinterher, gesunken sind vor allem Bonuszahlungen.

Top-Gehälter für Top-Leute?

Einer Erhebung der IG Metall zufolge verdienen hoch qualifizierte Softwareentwickler in großen Konzernen derzeit am besten – nicht verwunderlich, dass Unternehmen wie SAP oder Microsoft zu den beliebtesten Arbeitgebern der Branche gehören. Am unteren Ende rangieren Stellen im öffentlichen Dienst. Dafür sind sie sicherer und durch flexible Arbeitszeitmodelle sehr familienfreundlich. Und weil viele Ämter und Ministerien derzeit auf Open Source-Software umsteigen, können etwa Linux-Sysadmins inhaltlich stark mitgestalten.

Bruttojahresgehälter

Im Jahr 2007 sind die durchschnittlichen Jahresgehälter zwar gesunken, immer weniger Absolventen und ein immer höherer Bedarf an hoch qualifizierten Informatikern lassen jedoch einen Anstieg erwarten.

Persönliche Bugs erkennen

Ganz klar ist: den Traumjob gibt es nicht – eine Selbstanalyse sollte daher jeder Jobsuche voraus gehen. „Viele Leute machen sich über ihren Beruf weniger Gedanken als um den Kauf des richtigen Autos. Sie rutschen in einen Job irgendwie hinein und bleiben dann darin“, beobachtete Martina Diel. „Dabei leistet man wirklich gute Arbeit vor allem dort, wo man gerne arbeitet.“ Ihr Tipp: „Lernen Sie sich selbst kennen: was für ein Betriebssystem, was für eine Anwendung, welche Programmiersprache wäre ich? Welche wichtigen Features habe ich? Welche Bugs sind bekannt? Was sind häufige Fehlercodes?“

Und vielleicht findet man auch heraus, dass man gern beruflich unabhängiger arbeiten würde – nicht nur, weil freien Mitarbeitern keiner übel nimmt, wenn sie erst gegen 11 im Büro eintreffen. Ein ganzes Kapitel widmet Martina Diel dem Erfolg als Freelancer, inklusive praktischer Tipps für die Zusammenarbeit mit festangestellten Kollegen oder der Berechnung des Stundensatzes.

Stellensuchenden bietet die Autorin Ratschläge und Checklisten für die Bewerbung, den Umgang mit Headhuntern und Zeitarbeitsunternehmen und zur Eingliederung in ein neues Aufgabenfeld, immer abgestimmt auf die Verhältnisse der IT-Branche. Berichte aus der Praxis runden das Buch ab: Personalentscheider großer Unternehmen erzählen beispielsweise von den nervigsten Fehlern bei Bewerbungsunterlagen – Erfahrungen, die gerade für die etwa 15.000 Berufsanfänger unentbehrlich sind, die die Hochschulen jährlich verlassen.

Corina Lange


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