TYPO3-Handbuch für Redakteure

 


Mehr als 200.000 Unternehmen, Institutionen und Privatleute weltweit setzen TYPO3 für ihr Webangebot ein, prominente Kunden sind beispielsweise UNICEF, die VW AG oder die deutsche Band "Die Fantastischen Vier". Auch für Einrichtungen mit schmalen Budgets ist TYPO3 interessant, schließlich ist es als Open Source-Software frei verfügbar. Derzeit arbeitet etwa die Technische Universität Berlin an einem Umstieg auf TYPO3.

Und nach Programmierung und Gestaltung des Webauftritts folgt die größte Herausforderung: Die Seiten müssen immer aktuell und inhaltlich wertvoll gehalten werden. Eine Aufgabe, die mit Web-Content-Management-Systemen wie TYPO3 bestens gelöst werden kann.



 


Als Redakteure werden alle bezeichnet, die an der
inhaltlichen Pflege einer
Webseite beteiligt sind, wer
also Bilder hochlädt, Termine
aktualisiert oder Texte einstellt
- und damit keinesfalls nur
ausgebildete Journalisten.
"Es ist vollkommen gleich, ob
Sie mit TYPO3 Ihre private
Hobbysite oder als hauptberuf-
licher Onlineredakteur den
Internetauftritt eines Konzerns
pflegen. Für TYPO3 sind Sie in
beiden Fällen ein Redakteur",
bekräftigen die O'Reilly-Autoren
Michael Bielitza und Christoph Klümpel.

TYPO3 ist ein Web-Content-
Management-System. Durch
die Trennung von Inhalten und
Design sorgt TYPO3 dafür,
dass der gesamte Content -
auch wenn er von mehreren
Redakteuren gepflegt wird -
in einem einheitlichen Design
ausgegeben wird.
TYPO3 gehört neben Joomla!
zu den verbreitetsten Web-CMS.

Technischer Hintergrund
TYPO3 ist Open Source-
Software. Es basiert auf PHP,
meist in Kombination mit
MySQL als Datenbank.

Begründer
Kasper Skårhøj entwickelte 1998 die erste Version von TYPO3. Um die Entwicklung voranzutreiben, stellte er das CMS unter eine GPL-Lizenz und gründete die TYPO3 Association, eine weltweit verbreitete, aktive Entwicklergemeinde.

Aktuelle Version:
April 2007: TYPO3 4.1.1

Mehr Informationen: www.TYPO3.org, www.TYPO3.de



Die Einstiegshürden in die redaktionelle Arbeit mit TYPO3 sind denkbar niedrig: Über beliebig viele Redakteurszugänge können Texte und Bilder eingefügt werden, ohne dass Programmier- oder HTML-Kenntnisse nötig sind. Schon nach einer geringen Einarbeitungszeit beherrschen neue Redakteure die grundlegenden Funktionen.

TYPO3 besticht zudem durch Einfachheit und klare Benutzerführung - das ständig wachsende Aufgabengebiet der Onlineredakteure jedoch kann kaum per Trial&Error gestemmt werden. Und während TYPO3-Entwickler auf vielzählige Dokumentationen und Anleitungen zurückgreifen können, suchen TYPO3-Redakteure oftmals vergeblich nach Hilfestellungen. Deshalb legen Michael Bielitza und Christoph Klümpel jetzt ein Handbuch für TYPO3-Redakteure vor.

Weshalb der Umstieg auf TYPO3 lohnt und wie Redakteure Hilfe finden, erklären die TYPO3-Experten in folgendem Interview.


Interview: "TYPO3 für alle Projektgrößen geeignet"

Im Gespräch mit Michael Bielitza und Christoph Klümpel, den Autoren des "TYPO3-Handbuchs für Redakteure"

Das Content Management System TYPO3 ist Open Source-Software - ein sehr großer Vorteil gegenüber propretiären Systemen ist also die Unabhängigkeit von Unternehmen und Lizenzen. Was spricht außerdem für TYPO3?

Neben der riesigen Entwicklergemeinde ist die extrem gute Erweiterbarkeit ein großer Pluspunkt von TYPO3. Sie ermöglicht, dass TYPO3 über Jahre hinweg mit den eigenen Ansprüchen mit wachsen kann. Was natürlich auch unter dem Gesichtspunkt der Investitionssicherheit von Belang ist.

TYPO3 wird gleichzeitig von kleinen Vereinen und großen, weltweit aktiven Unternehmen eingesetzt. Ab welcher Projektgröße empfehlen Sie das Content Management System?

Im Grunde ist TYPO3 bei jedem Projekt empfehlenswert, bei dem es darauf ankommt, dass Inhalte schnell, effizient und strukturiert gepflegt werden können - unabhängig von seiner Größe. Ein kleines Projekt, z. B. eine einfache Selbstdarstellung mit wenigen Seiten beinhaltet in der Regel keine speziellen Funktionen, es werden meist nur Seiten bearbeitet sowie Texte und Bilder ausgetauscht. Das geht mit TYPO3 sehr schnell und einfach. Hier ist auch der Schulungsaufwand für die Redakteure sehr gering. Eine große Unternehmens-Website hingegen beinhaltet oft viele Sonderlösungen und spezielle TYPO3-Erweiterungen wie z. B. das TYPO3 Shopsystem. Natürlich steigt hier auch der Aufwand für die Redakteure. Aber geeignet ist TYPO3 für alle Projektgrößen.

Behörden, Hochschulen und weitverzweigte Unternehmen benötigen außerdem sehr viele Redakteurszugänge. Ist dies mit TYPO3 zu stemmen?

TYPO3 besitzt ein sehr ausgeklügeltes Prinzip zur Einrichtung von Redakteuren mit unterschiedlichen fein abgestuften Rechten über Benutzergruppen und Benutzern. Dabei kann ein Benutzer mehreren Gruppen angehören, die sich auch miteinander verschachteln lassen. Dadurch lassen sich in TYPO3 so auch viele Redakteurszugänge komfortabel verwalten.

Webangebote müssen oftmals sporadisch stark ansteigenden Zugriffen standhalten, denken wir beispielsweise an die Webseite einer Umweltbehörde während Hochwasser oder Unwettern. Zuverlässige Performance ist also das A und O - wie stabil läuft TYPO3?

Das TYPO3 Standardpaket läuft äußerst stabil und kann ohne Zweifel sehr viele Zugriffe verkraften. Natürlich ist das auch abhängig von der Server-Hardware und der Programmierqualität der verwendeten TYPO3 Erweiterungen.

Entscheiden sich Webadmins für eine Umstellung auf TYPO3, wartet eine umfangreiche Umstellung auf alle Beteiligten. Mit welcher Dauer müssen sie durchschnittlich planen - und können bestehende Inhalte leicht integriert werden?

Hier kann leider keine durchschnittliche Zeit angegeben werden, da dass doch sehr stark abhängig von der Projektgröße und den zu migrierenden Inhalten ist. Dabei kommt es auch darauf an, in welcher Form die bestehenden Inhalte vorliegen, ob bereits eine Datenbank vorhanden ist oder die Inhalte in einzelnen HTML Dateien verstreut vorliegen? Müssen Produkte eines Shopsystems, Website-Benutzer eines geschlossenen Kundenbereichs übernommen werden, oder nur wenige Seiten mit einfachem Text und Bildern? Eine kleine Website lässt sich innerhalb eines Tages, große Internetauftritte erst innerhalb einiger Monate umstellen.

Ist das CMS eingerichtet, liegt es an den Redakteuren, es regelmäßig mit Inhalten zu füttern. Wo erhalten TYPO3-Neulinge Hilfe?

Bisher gab es da nur sehr wenig Angebote für Redakteure. Die gesamte TYPO3 Szene und die verwendbaren TYPO3 Dokumentationen waren sehr stark auf Entwickler und Administratoren ausgerichtet. Man kann sagen, dass der Anwender vernachlässigt wurde. Wir versuchen mit unserem Handbuch und der neuen Online-Plattform unter www.typo3-fuer-redakteure.de diese Lücke zu schließen und Hilfestellung zu bieten.

Die Fragen stellte Corina Lange.


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